Category: Geschichte

Brennpunkt Seidenstraße

Jour fixe diskutiert aktuellen Mythos und orienthistorische Realitäten. Von Wulf Skaun Xi Jinping hat einen Traum. Als nunmehriger Präsident von eigenen Gnaden hat Pekings mächtigster Mann noch bessere Karten, seine Vision von der „großen Wiederauferstehung der chinesischen Nation“ wahrzumachen. Ein Weg dorthin heißt „Neue Seidenstraße“. Als „Jahrhundertprojekt“ geplant, möchte Xi entlang der Routen vorneuzeitlicher „Seidenstraßen“




Ein seltener Einblick!

Von Jens-Paul Wollenberg Am 2. Februar 2018 fand in dem im Leipziger Stadtbezirk Connewitz gelegenen „Werk 2“ eine bemerkenswerte musikalische Veranstaltung statt. Sie widmete sich dem Genre Liedermacher und Chanson. Das mehr als dreistündige Konzert unter dem Titel „Leipziger Liederszene der 80er Jahre“, das anlässlich des Erscheinens der DVD gleichen Namens vom Label-Chef des Musikverlages




Krieg und Frieden

Jour fixe erkundete die wechselvolle Umbruchszeit 1918 bis 1923. Von Wulf Skaun Krieg und Frieden. Landnahme und Vertragspoker. Aufstieg und Untergang. Im Ringen um die territoriale Neuordnung in Mittel- und Osteuropa am langen Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bricht das alte Europa zusammen. Drei Vielvölkerreiche verschwinden von der Landkarte. Neue Staaten betreten im Gefolge militärischer




Preisstifter Reimanns Vermächtnis: Fördert junge kritische Köpfe

Von Manfred Neuhaus Bei den sächsischen Luxemburgianern gehört es zum Konsens, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern. Dass aus einer schönen Idee identitätsstiftende Realität wurde, ist dem Vermächtnis eines außergewöhnlichen Mannes zu verdanken ? Günter Reimann. 1904 als Hans Steinicke geboren, wird der Angermünder Kaufmannssohn in Berlin Augenzeuge der Novemberrevolution, Rosa Luxemburg fasziniert ihn bis




Die Lugauer Grubenkatastrophe und die Arbeiterbewegung

Heino Neuber über Unglück auf der „Neuen Fundgrube“ in Lugau 1867, das eine gesellschaftspolitische Wirkung entfaltet hat Am 31. März 1971 wurde der letzte Hunt mit Kohle aus der Steinkohlenlagerstätte Lugau-Oelsnitz gefördert. Damit hatte eine 127 Jahre währende Bergbautätigkeit, die nach der Entdeckung der Lagerstätte 1831 mit der ersten Kohleförderung am 7. Januar 1844 begann,




Start ins Karl-Marx-Jahr-2018

Von Marcus Boës „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ (Karl Marx, 1859) Welche Brisanz in diesen Worten steckt, führt uns die Gegenwart Tag für Tag vor Augen. Das Sein, die Lebenswelt der Menschen, ihre Erfahrungen sind es, die Entscheidungen und Zukunft prägen.




Vor 85 Jahren: Der „Tag von Potsdam“

Von Winfried Steffen Am 30. Januar 1933 hatte Reichspräsident von Hindenburg Adolf Hitler, den Führer der stärksten Partei im Reichstag, zum Reichskanzler ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt. Diese war seit 1919, der Gründung der Weimarer Republik, die einundzwanzigste. Hitlers Machtergreifung war legal erfolgt. Wenn diese in Berlin und vielen deutschen Städten mit mächtigen Aufmärschen




Kein Einheitsbrei, sondern Trennkost

Michael Zock über die Ausstellung „Formgestaltung in der DDR“ im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig Um es gleich anfangs festzustellen: Der Besuch dieser Ausstellung lohnt. Man kann sie ohne Nöte im Kalender planen, denn bis zum 14. Oktober besteht an allen Tagen (außer montags) eine Möglichkeit. Die Überschrift kam mir während des Presserundgangs in den Sinn. „Kein




Geschichtsskandal in Leipzig

Erich Zeigner gehört in Portrait-Galerie der Oberbürgermeister! Von Volker Külow An verdienstvolle Oberbürgermeister zu erinnern ist der Gedenkkultur einer Stadt grundsätzlich zuträglich. In der am 2. Februar 2018 von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) im Rathaus eröffneten Dauerpräsentation „von Portraitaufnahmen aller demokratisch gewählter Oberbürgermeister der Stadt Leipzig aus der Zeit von 1877 bis 1933 sowie von




Tatsächliche Interessen verschleiern

Ralf Richter rezensiert „Der Dreißigjährige Krieg“ von Herfried Münkler Das Buch trägt den Untertitel „Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618 – 1648“. Inzwischen hat das fast tausendseitige Werk des Politikwissenschaftsprofessors Lob und Kritik bekommen. So viele Seiten sind für ein Buch viel – für das Thema aber sind sie es nicht. In diesem Jahr ist der