Category: Geschichte

„Kein Museum für Computer-Nerds“

von Caren Lay „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ (Thomas Watson, IBM-Chef, 1943). „Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben wollte.“ (Ken Olson, Präsident von Digital Equipment, 1977) Diese Zitate finden sich im Zuse-Museum Hoyerswerda an der gläsernen Außenwand, die Besucher und Passanten trennt und




Beharrlichkeit zahlt sich aus: Sowjetische Kriegsgefangene werden entschädigt

Links! befragte den LINKEN Bundestagsabgeordneten Jan Korte zu einem bemerkenswerten geschichtspolitischen Erfolg seiner Fraktion. Der Einsatz für die Erinnerung an die NS-Vergangenheit und die Anerkennung, Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des Faschismus ist für Linke selbstverständlich. Und er ist nicht vergebens. In dieser Wahlperiode konnte die Fraktion DIE LINKE im Bundestag auf dem Gebiet der




Folksänger und Menschenrechtler – Harry Belafonte zum Neunzigsten

von Jens-Paul Wollenberg Harry Belafonte wurde am 1. März 1927 in New York geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er jedoch in Jamaika, wo er unweigerlich mit den temperamentvollen Rhythmen der Calypso-Musik konfrontiert wurde. Sie erklang überall, landauf, landab, auf den Marktplätzen, in den Gassen der Städte, in den Caféhäusern, und löste bei ihm eine




Gastland Litauen auf der Leipziger Buchmesse

von Ralf Richter Es gibt eine Münchhausen-Geschichte, die mich als Kind tief beeindruckt hat. Mitten im klirrend kalten Winter überfällt Münchhausen in einer tief verschneiten Gegend, wo er nur eine weiße Wüste um sich sieht, die Müdigkeit. Rasch bereitet er sich ein warmes Lager, auf dem er sich ausbreiten kann, und macht sein Pferd an




Die unglaubliche Geschichte Koreas

von Ralf Richter Anna Kims „Die große Heimkehr“ ist der erste Roman, der uns die Geschichte der Samsung-Hersteller und der Kim-Dynastie in Pjöngjang näher bringt. Mit fortgeschrittenem Alter versteht man besser, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen können und andere, die wir nicht wissen sollen. Das trifft für beide Koreas wie für beide




Rückschau zum 100. Jahrestag der Februarrevolution 1917 in Russland

von Wladislaw Hedeler Die Ausgangssituation der linken bzw. linksorientierten Gruppierungen nach der Februarrevolution 1917 in Russland war weitgehend identisch (1). Ihre führenden Funktionäre, die in der Regel im Exil lebten, drängten, von der Nachricht über die Revolution überrascht, nach Russland. Kriegsbedingt war die Verbindung zusammengebrochen. „Nach Rußland sind sämtliche Verbindungen abgerissen“, schrieb Leo Martow am




70 Jahre Junge Welt

Geschmäht, ignoriert, fast vernichtet, doch einfach nicht tot zu kriegen – die junge welt hält Kurs von Ralf Richter Doch: Es ist schön, dass es sie noch gibt. Petra Pau, Gregor Gysi und Katja Kipping lieben sie nicht gerade – andere hassen sie gar. Der Umgang mit ihr ist ein Sinnbild für die innere Zerrissenheit




Bundespräsident Joachim Gauck geht – eine Bilanz

von René Lindenau Nach anfänglicher Verlegenheit wurde 2012 mit Joachim Gauck ein neuer Bewohner für das Bundespräsidentenamt gefunden. Zuvor hatte man es sozusagen mit zwei Teilzeit-Präsidenten zu tun. Erst musste Horst Köhler die Umzugskisten packen, nachdem er aussprach, was eigentlich alle schon wussten, „in Afghanistan sei Krieg“. Und der andere, Christian Wulff – von dem




Schwierigkeiten mit Gegensätzen

Meinung zu den Beiträgen von Jochen Mattern und Rolf Ziegenbein über Lothar Fritze von Fred Geigers Gegensätzliche Einschätzungen zum gleichen Autor in ein und derselben Zeitung, hier in der Nr. 01-02/2017 von „Sachsens Linke!“ (S. 2) und „Links!“ (S. 9)? Das kann es durchaus geben, da die Rezensenten zwei sehr unterschiedliche Veröffentlichungen von Lothar Fritze




Das sächsische Manchester

Zur Bewerbung der Stadt Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt 2025 von Tim Detzner und Mike Melzer „Was ist das schon wieder für eine Idee aus dem Rathaus?“, oder „Totaler Nonsens“, oder „Wieder ein flacher und teurer Versuch des Stadtmarketings, sich bundesweit zu blamieren“. So haben sicherlich viele gedacht, als bekannt wurde, dass Chemnitz sich um den