Category: Geschichte

Heinrich Brandler – Vor 135 Jahren geboren

von Kurt Schneider Am 3. Juli 1881 geboren, war Heinrich Brandler von Beruf Maurer. 1897 trat er der Gewerkschaft und 1901 der SPD bei. Mit seinem Berufskollegen Fritz Heckert in enger politischer Verbindung stehend, kam Brandler 1913 nach Chemnitz und wurde gemeinsam mit Heckert zum dortigen Wortführer der Linken. Sie lehnten die mit Kriegsbeginn 1914




Der spanische Bürgerkrieg und Salazars Hilfe für Franco

von L. Rosa Politik im 19. Jahrhundert war auf der iberischen Halbinsel besonders konfliktreich, sowohl in Portugal als auch in Spanien, u. a. zwischen Liberalen und Absolutisten bei der Überwindung des „ancien regime“. In Spanien haben sich die verschiedenen Rivalen des bourbonischen Hauses (Isabelinos und Carlistas) sowie Monarchisten und Republikaner hart und lange bekämpft. In




Ändere die Welt, sie braucht es!

Zum 60. Todestag: Brief eines Nachgeborenen an den Klassiker der Vernunft Lieber Bidi, werter Genosse Brecht! Die erste Anrede erlaube ich mir, weil Du in meinem Leben immer ein Kraftgeber und ein zum Nach- und Weiterdenken Anregender warst. Die zweite Anrede gestatte ich mir, obwohl Du nie Mitglied einer linken Partei warst, Dich aber immer




75 Jahre Atlantik-Charta: Der Grundstein der Vereinten Nationen feiert Geburtstag

von Stefan Liebich Am 14. August 1941 erklärten der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt ihre gemeinsamen Prinzipien und Vorstellungen für eine Nachkriegsordnung. Diese Atlantik-Charta gilt als Grundstein für die Gründung der Vereinten Nationen im Frühjahr 1945. Ohne diese Vereinbarung sähe die Welt heute anders aus. Vor 75 Jahren, am 12. Juni



Sündenfall einer jungen Demokratie

von Thomas Dudzak Vor 60 Jahren wurde das KPD-Verbot in der BRD verkündet Am 17. August eröffnete der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Josef Wintrich, die Urteilsverkündung zum KPD-Verbotsverfahren. „Die Bundesregierung allein trägt die Verantwortung für dieses Verfahren“, schickte er dem Folgenden voran. Und was folgte, war das nach dem der „Sozialistischen Reichspartei“ – ein allzu billiger




Ohne einen Tropfen Lakaienblut

Mit einer Werkausgabe Paul Levis entreißt Jörn Schütrumpf den Freund und Vertrauten Rosa Luxemburgs dem Vergessen von Wulf Skaun „Warum ist Paul Levi ein Thema für uns?“ Mit dieser rhetorischen Frage eröffnete Klaus Kinner Ende Mai das Ständige Rosa-Luxemburg-Seminar in der Leipziger Dependance der gleichnamigen sächsischen Stiftung. Dass Levis persönliche und politische Nähe zur sozialistischen




„Souverän und ursprünglich – von Blues aus Polen bis Diestelmann“

von Jens-Paul Wollenberg Wie kam es eigentlich dazu, dass gerade in der DDR und Volksrepublik Polen unabhängig voneinander Blues eine nicht unbedeutende Rolle in der modernen Musikszene spielte? Der Auslöser für diese Entwicklung könnten die Gastspiele des Ensembles „American Folk Blues Festival“ sein, das 1964 und 1966 in beiden Staaten auftrat. Diese Gruppierung aus namhaften




100 Jahre Jurij Brězan

von Peter Porsch Das sorbische Volk, ob in der Niederlausitz oder in der Oberlausitz, ist gar nicht arm an bedeutenden Schriftstellern, die ihren unverwechselbaren Anteil an der Bewahrung von Sprache und Kultur dieses kleinen, noch dazu in zwei Varianten existierenden Volkes haben. Das gilt für Vergangenheit und Gegenwart. Mit einigem Stolz konnte deshalb der Sorbische




Der Geist der »Friedensfahrt« lebt

Ralf Fiebelkorn Etwa 35 Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze befindet sich in der Provinz Groningen der Ort Bedum. Der Radsport spielt dort eine große Rolle. So fanden dort in der Region nationale Straßenradmeisterschaften statt. Jährlich gibt es das so genannte „Omloop van Bedum“, in diesem Jahr bereits das 33. Kriterium. Seit 2011 findet es auf




Der sächsische Volksentscheid über die Enteignung der Naziaktivisten am 30. Juni 1946

von Reinhard Kluge, Rechenberg-Bienenmühle Nur die Ältesten unter unseren Mitbürgern werden sich an diesen Sonntag vor 70 Jahren erinnern, als die Wähler an die Urnen gerufen wurden, um durch Volksentscheid über das „Gesetz über die Übergabe von Betrieben von Kriegs- und Naziverbrechern in das Eigentum des Volkes“ zu entscheiden. Je nach Bedeutung sollten die Betriebe