Category: Geschichte

Vor 45 Jahren: Viermächteerklärung für Unterstützung des UNO-Beitritts beider deutscher Staaten

Von W. Steffen Einseitig, fernab von den Realitäten, die 1949 zur Proklamierung zweier deutscher Staaten geführt hatten, wurde seitens der BRD am 23. September 1955 die Hallstein-Doktrin verkündet. Diese beinhaltete die These, als alleiniger deutscher rechtmäßiger Staat Deutschland international zu vertreten. Eine diplomatische Anerkennung der DDR zog den Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch den Bonner




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




Vor 110 Jahren geboren: Otto Brenner

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Der am 8. November 1907 in Hannover geborene Otto Brenner gehörte zu den linken Kräften der deutschen Arbeiterbewegung, insbesondere der IG-Metall. Bereits mit 13 Jahren trat er in die „Sozialistische Arbeiterjugend“ (SAJ) ein und wurde wenige Jahre danach Mitglied der SPD. Doch bereits 1929 wurde er wegen seines Protestes gegen




Die Gorch Fock – kein Wind, aber viel Jammer

Von Michael Leutert „Ein nationales Symbol“ sei das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die Gorch Fock, nach den Worten des Personalchefs im Marinekommando, Rainer Endres. Mit etwas weniger Pathos sieht der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, in dem Windjammer ein Symbol, ein „Wahrzeichen der Marine“. Ein Symbol ist die Gorch Fock ganz sicher, wenn auch in




Ich archiviere, also bin ich

Von Wulf Skaun Dem Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung gehören namhafte Mitglieder an, die nicht nur symbolisch an Hege und Pflege dieser nach der Epochenwende gefährdeten Gedächtnisinstitutionen mitwirken. Ist doch ihr beruflicher wie privater Alltag mit diesem kulturpolitischen Erbe eng verknüpft. Der Leipziger Historiker Manfred Neuhaus zählt zu ihnen. Ein grandios Leidenschaftlicher,




Wider die Legendenbildung „Soziale Marktwirtschaft“

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Der wirtschaftliche Wiederaufbau in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands wird im historischen Rückblick oft als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet. Diese Entwicklung sei in der „Sozialen Marktwirtschaft“ begründet gewesen, die mit der Währungsreform am 20. Juni 1948 ihren Anfang genommen habe. Mehr noch: Der Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland zu einer der führenden Industrienationen wäre




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




Das Ringen um die kulturelle Hegemonie

Jour fixe erkundet nach AfD-Wahlerfolg intellektuelle Strategien der Neuen Rechten. Von Wulf Skaun Jour fixe als Idee: kollektive Aneignung themenrelevanter Literatur für tieferes Verständnis aktueller realpolitischer Vorgänge. Jour fixe als Praxis: Der unkonventionelle Gesprächskreis an der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen erkundet Mitte Oktober auf seinem 26. Treffen den Ideengehalt des vielbeachteten Buches von Volker




100 Jahre Oktoberrevolution – Last und Chancen für Linke

von Volker Külow Am 7. November jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Wie immer über dieses Ereignis beurteilt wird: Es bildet eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Erstmals wurde der Versuch unternommen, aus dem imperialistischen Weltsystem auszubrechen. Er sollte das Ende von Profitmacherei und Krieg bringen. Zunächst in Russland, dann in der




Sprachrohr linker Traditionspflege

„Mitteilungen“ informieren über Aktivitäten des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Von Wulf Skaun Die Geschichte der Arbeiterbewegung droht in staatlichen bundesdeutschen Bildungseinrichtungen nach der Epochenwende ins Abseits gedrängt zu werden. Pläne, sie zu bewahren und weiter zu erforschen, signalisieren tendenziellen Rückbau. Umso verdienstvoller das Wirken jener, die sich, zumal im Ehrenamt, der