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	<title>Links! &#187; Buchbesprechung</title>
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		<title>Mit dem Rad von Meißen zur Peter-Sodann-Bibliothek und zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind noch leer. Fleißige Hände werden ebenso gesucht wie Geld.  1 Euro von jedem Deutschen wünscht sich Peter Sodann für die Bibliothek. Der nachstehende youtube-Beitrag zeigt, was Autor Ralf Richter bei der Anfahrt über den Elbe-Radweg sah am 13. Mai bei der Tour von Meißen zum Rittergut Staucha und wieder zurück.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/3JER_BInmTg" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe><br />
Ab sofort kann man nicht mehr nur virtuell sondern &#8220;in echt&#8221;  vorbei schauen! Wer helfen will sollte  sich an den Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945 bis 1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur (Peter-Sodann-Bibliothek) e.V.&#8221; wenden.  Die Emai-Adresse ist psb-staucha@t-online.de und <a href="http://www.psb-staucha.de">die Bibliothek</a> am Thomas Müntzer Platz 8 ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.</p>
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		<title>Vortrag über Geschichte und Gegenwart von Empörung und Widerstand am 11. April</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 16:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt. Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt.</p>
<p>Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst ein ganz unterschiedliches Echo: Von Stephane Hessel, Autor der Bücher &#8220;Empört Euch&#8221; und &#8220;Engagiert Euch&#8221; über  Gert Schramm, der seine Erfahrungen als einziger schwarzer Deutscher im KZ Buchenwald im Buch &#8220;Wer hat Angst vorm schwarzen Mann&#8221; nieder schrieb bis hin zu Harry Belafonte, von dem es mit &#8220;My song&#8221; eine Biographie zu lesen und ab 19. April den Dokumentarfilm &#8220;Sing your song&#8221; zu sehen gibt.  Keine Frage, nicht nur die Piraten beweisen es: Empörung und Widerstand gegen die herrschenden Zu- und insbesondere Missstände sind wieder in! Längst haben Personen wie Harry Belafonte oder Pete Seeger die Brücke geschlagen vom Kampf um die Bürgerrecht in den 60ern zur Occupy-Bewegung 2011/2012. Der Journalist und Sozialwissenschaftler Ralf Richter wird versuchen einzelne Episoden der Geschichte von Empörung und Widerstand heraus zu greifen und auch die aktuelle Empörung von einem und über einen deutschen Literaturnobelpreisträger nicht ausblenden &#8230; Eine spannende Diskussion scheint garantiert!<br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/mh1z-E5RDhM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Leipziger Lust-Reise unter Glas</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 09:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse 2012 Judka Strittmatter Ökofimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum es sich lohnt einen Frühlingstag drinnen zu verbringen von Ralf Richter Man hat die abschreckenden Beispiele in der Nachbarschaft: Der etwas verschrobenen Junge aus dem Hauseingang, der in Leipzig am Literaturinstitut studierte und von dem seine Mutter nun stolz berichtet, dass er Schriftsteller sei und im „Prenzlberg“ lebe, im Herzen von Berlin. Irgendwann fand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum es sich lohnt einen Frühlingstag drinnen zu verbringen</p>
<p>von Ralf Richter</p>
<p>Man hat die abschreckenden Beispiele in der Nachbarschaft: Der etwas verschrobenen Junge aus dem Hauseingang, der in Leipzig am Literaturinstitut studierte und von dem seine Mutter nun stolz berichtet, dass er Schriftsteller sei und im „Prenzlberg“ lebe, im Herzen von Berlin. Irgendwann fand er dann mal mit einem Buch den Weg ins Dresdner Kästner-Museum und ich hätte es wirklich nicht schade gefunden, wenn er den Weg verfehlt hätte. Oder der Freund der Eltern, der nach der Wende auf Politiker machte und nun die halbe Welt mit seinem Buch – es steht auf der Amazon-Bestsellerliste auf Platz 5.534.985 – bedroht. Bei diesem Hintergrund denkt man an die wunderbar eindeutigen Sätze eines Bertolt Brecht, der da sinngemäß formulierte, dass gut 80 Prozent der Kulturproduktionen der letzten Jahre durch etwas zweckmäßige Körperübungen im Freien ohne weiteres zu verhindern gewesen wären …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die tausenden Verlage mit ihren hunderttausenden Büchern und Tonträgern jedes Jahr auf der Buchmesse in Leipzig zeigen vor allem eines: Es gibt eine riesige Überproduktion. Von 100 Büchern, die neu auf den Markt kommen, verkaufen sich vielleicht zehn einigermaßen. Der Rest ist verlorene Liebesmüh. Warum soll man sich das nun alles antun, da in Leipzig? Die schiebenden Massen, den Lärm in den Hallen, die totale Reizüberflutung? Es geht ja schlimmer zu als bei Facebook. In einer Stunde hat man mindestens 50 Freunde an den Ständen gefunden. Doch: Erstens ist die Buchmesse auch etwas fürs Auge – man mag zur „Manga-Welle“ stehen, wie man will, aber die bunten Kostüme der jungen Leute sind ein Hingucker. Gleich am Eingang geben mir zwei reizvolle Mädels ihre Kamera und stellen sich in Pose. Kein schlechter Anfang für einen wunderbaren Tag. Zweitens gibt es genug Weizen jenseits der Spreu: Man muss nur 95 Prozent der Stände und Lesungen sowie Vorträge links liegen lassen und straff seinem Programm folgen, dass man vorher mit Hilfe des Internets geplant hat. Also erst Perlen Dalmatiens, dann Hörbuch-Forum der ARD, dann etwas junge Literatur und schließlich noch eine paar Blicke bei den Lieblingsverlagen. Dazwischen noch Bekannte treffen – mehr ist nicht drin und das ist schon viel.</p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Leipziger-Buchmesse-Verschwommen-Manga-Girls-auf-der-Treppe-kl1.jpg"><img class="alignleft" title="Leipziger Buchmesse Verschwommen - Manga-Girls auf der Treppe kl" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Leipziger-Buchmesse-Verschwommen-Manga-Girls-auf-der-Treppe-kl1-300x276.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Die Perlen Dalmatiens? Geschenkt. Eine dröge Lesung mit zu viel Kirchengeschichte. Aber das Hörbuch-Forum der ARD! Lebensberatung – und eine Entdeckung. Die Lebensberatung kommt daher in Gestalt eines unauffälligen Herrn, der das Buch „<a href="http://www.randomhouse.de/Buch/OEkofimmel/Alexander-Neubacher/e359464.rhd">Ökofimmel</a>“ geschrieben hat. Er heißt Alexander Neubacher und im Untertitel steht: „Wie wir versuchen die Welt zu retten – und was wir damit anrichten.“ Auf dem Cover prangt eine Papier-Tüte. Neubacher ist gnadenlos. Die Bioäpfel aus der Region im Februar? „Die haben durch Lagerhaushaltung mehr an Energie gekostet als ein normaler Apfel aus Neuseeland – in der Saison ist das mit dem Apfel aus der Region sinnvoll, nicht aber unbedingt im Frühling.“ Die Papiertüte für den Ökofreund? „Wird meistens nach einmaligem Einsatz entsorgt, hält ja auch nicht unbedingt lange – wenn sie dagegen eine Plastiktüte mehrfach verwenden &#8230;“ Thema Elektromobilität: „Die Batterien, die heute zum Einsatz kommen, haben mehr Energie in der Erzeugung verbraucht als ein normaler Mittelklassewagen in seinem ganzen Leben &#8230;“ Und so geht es weiter. Schlag auf Schlag: Die Mülltrennung, die Kurzspültaste im Klo – mein Leben wird sich ändern. Danke, Alexander! Dann kommt die Entdeckung: Quirlig, pummlig, mitteljung: Judka Strittmatter: „Ja, ich bin die Enkeltochter von Erwin Strittmatter.“ Nein sie schreibt nicht wie Eva oder Erwin, sie schreibt wie Judka. Jung, frisch, spannend. Zwei Schwestern, die zu Rivalinnen erzogen wurden und keine Liebe von den Eltern bekommen haben fahren an die Ostsee um sich und die Gegend kennen zu lernen. Das kommt unterhaltsam daher, aber nicht flach-witzig wie bei den Jung-Schreibern sonst gern üblich, sondern es hat schon Tiefgang. Da ist ein Abwägen, Durchdenken, Reflektieren und kein bloßes Daherplappern wie bei den Mädels in der Nachbarschaft. Die Bekannte stürmt los, borgt sich 20 Euro bei mir und holt sich die umgehend „<a href="http://www.aufbau-verlag.de/index.php/die-schwestern.html">Die Schwestern</a>“. Ein Wermutstropfen: Die Biographie zum 100. Geburtstag ihres Opas Erwin Strittmatter hat der Verlag noch nicht fertig. Sie kommt erst im April: „Erwin Strittmatter – die Biographie“ ein Buch von Annette Leo. Man hätte die Vorstellung gern auf der diesjährigen Buchmesse erlebt. Judka Strittmatter und Anette Leo im Gespräch, das wäre es gewesen. Schade!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Leipzig um einen herrlichen Frühlingstag als Messetag unter Glas zu erleben? Gern nächstes Jahr wieder, weil es sich lohnt! Wer die Frankfurter Buchmesse kennt, muss die Leipziger lieben. Es ist immer wieder eine Buch-Lust-Reise.</p>
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		<title>Sarah Wagenknecht zur Leipziger Buchmesse im Interview</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 07:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sarah Wagenknecht Leipziger Buchmesse 2012 3sat]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer Sarah Wagenknecht wirklich im Interview mit Scrobel in der 3sat Buchzeit verpasst haben sollte, muss sich keine grauen Haare wachsen lassen: In der Mediathek kann man die wunderbare Stunde der beiden &#8220;nach-schauen&#8221; (streamen) &#8211; oder, wer&#8217;s mag, als MP3-Podcast herunter laden. Sarah Wagenknecht gehört zu den wenigen Politikern in diesem Lande, die nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Sarah Wagenknecht wirklich im Interview mit Scrobel in der 3sat Buchzeit verpasst haben sollte, muss sich keine grauen Haare wachsen lassen: In der Mediathek kann man die wunderbare Stunde der beiden &#8220;nach-schauen&#8221; (streamen) &#8211; oder, wer&#8217;s mag, als MP3-Podcast herunter laden.</p>
<p>Sarah Wagenknecht gehört zu den wenigen Politikern in diesem Lande, die nicht nur reden, sondern die auch etwas zu sagen haben: Auf der Basis eines breiten Wissens. Die Literaturwissenschaftlerin und Philosophin berichtet in dem Interview, dass sie als schon als Schülerin beide Teile des Faust auswendig gelernt hat &#8211; aber auch immer wieder mal in den Doktor Faustus herein schaut, den man mit 20 ganz anders liest als mit Mitte 40. Im Interview empfiehlt sie das Buch &#8220;Gehwegschäden&#8221; von Helmut Kuhn. Kuhn beschreibt darin einen Journalisten am Rande des Existenzminimums in Berlin, der ein interessantes Hobby hat: Schachboxen. Denn es geht für immer mehr junge intelligente Menschen darum, sich in diesem Leben auf intelligente Weise durch zu schlagen. Kuhn verweist seinerseits im Interview auf die Bedeutung des Schildes &#8220;Gehwegschäden&#8221; (Schilder dieser Art haben sich nicht nur in Berlin sondern auch in Sachsen vermehrt). Einerseits heißt Gehwegschäden: Pass&#8217; auf! Wenn Du hier zu Schaden kommst, musst Du selbst die Kosten tragen, wir haben Dich ja gewarnt. Andererseits heißt es auch: Wir haben diese Straße aufgegeben. Repariert wird nicht mehr &#8211; und damit wird eine gesellschaftliche Aussage getroffen. Der Staat entzieht sich zunehmend seiner Verantwortung. Spannend: Nach-sehen- und Nach-hören hier auf <a href="http://www.3sat.de/buchzeit/">3sat-Buchzeit</a></p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Logo-Leipziger-Buchmesse-2012.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3892" title="Logopositionierung" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Logo-Leipziger-Buchmesse-2012-300x93.jpg" alt="" width="300" height="93" /></a></p>
<p>Es sollte sie übrigens nicht davon abhalten die Leipziger Buchmesse bis Sonntag zu besuchen. Das Programm zur Messe mit Anfahrtswegen und Öffnungzeiten und Ticketpreisen findet man auf der Messehomepage:  <a href="http://www.leipziger-buchmesse.de/">www.leipziger-buchmesse.de</a></p>
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		<title>Kulturtipps: Leipziger Thomaner im Kino und Hans-Georg Aschenbach im Buchladen</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 10:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute (Donnerstag, 16. Februar) geht es los: In den Programmkinos in Deutschland wird der Film über die Leipziger Thomaner gezeigt. Der Dokumentarfilm &#8220;Die Thomaner&#8221; wurde anlässlich des 800jährigen Chor-Jubläums  gedreht.  In den Anfangsjahren sangen die Knaben noch für Schulbildung, Nahrung und Unterkunft &#8211; diese Rolle haben in unseren Tagen zum Teil die &#8220;Bürgerbühnen&#8221; übernommen, wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute (Donnerstag, 16. Februar) geht es los: In den Programmkinos in Deutschland wird der Film über die Leipziger Thomaner gezeigt. Der Dokumentarfilm &#8220;Die Thomaner&#8221; wurde anlässlich des 800jährigen Chor-Jubläums  gedreht.  In den Anfangsjahren sangen die Knaben noch für Schulbildung, Nahrung und Unterkunft &#8211; diese Rolle haben in unseren Tagen zum Teil die &#8220;Bürgerbühnen&#8221; übernommen, wo auch viele Menschen mitwirken, die am Existenzminimum leben müssen nicht zuletzt dank Hartz IV.  Im Thomanerfilm geht es um Leistungsdruck und Erfolg, aber auch um Heimweh und Freundschaft, um nur einige der behandelten Themen zu nennen. Außerdem wird er als Film &#8220;über Glaube und Tradition&#8221; vom Verleih beworben.  In Dresden sind &#8220;Die Thomaner&#8221; zu sehen im Programmkino Ost und im Neuen Rundkino, in Leipzig startet der Film im CineStar und den Passage Kinos.  Wir hier bei Links-Sachsen präsentieren <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-MUAh9QAS0k">den Trailer &#8220;Die Thomaner&#8221;</a>.</p>
<p>Eine lesenswerte kritische Betrachtung zum Film findet sich in die Leipziger Internetzeitung unter der Überschrift: <a href="http://www.l-iz.de/Kultur/Film,%20TV/2012/02/Neu-im-Kino-Die-Thomaner-40236.html">&#8220;Neu im Kino:  &#8216;Die Thomaner&#8217; feiert den Chor mit zu oberflächlichem Blick&#8221;</a>.</p>
<p>Kritisch wird in Mitteldeutschland von vielen auch der einstige Ski-Springerstar Hans-Georg Aschenbach gesehen. Jetzt liegt sein Buch in den Buchhandlungen aus: &#8220;Euer Held. Euer Verräter&#8221;. Es erschien im Mitteldeutschen Verlag. Wie der Titel verrät, wendet sich der Autor explizit an die ostdeutschen Leserinnen und Leser, für die er einmal ein Idol war.  Mit Aschenbach, der 1951 in Brotterode/Thüringen geboren wurde und der für die DDR olypmisches Gold und vier Mal den Weltmeistertitel im Skispringen holte bevor er sich noch 1988 in den Westen absetzte, führte die Frankfurter Rundschau ein <a href="http://www.fr-online.de/sport/skispringer--hans-georg-aschenbach--ich-will-wissen--wer-freund-ist-und-wer-feind-,1472784,11627740.html">Interview</a>. Aschenbach liest morgen, am 17. März im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig 19.30 Uhr und in Dresden in der Thalia-Buchhandlung am 21. Februar.</p>
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		<title>Zu Charles Dickens 200. Geburtstag &#8211; &#8220;Große Ewartungen&#8221; im DeutschlandradioKultur</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute (7. Februar) ist sein 200. Geburstag.  Sein Name wurde als Autor von &#8220;Oliver Twist&#8221; weltberühmt: Charles Dickens lebte von 1812 bis 1870. Er agierte in einer Zeit tiefgreifendster sozialer Umbrüche und Veränderungen &#8211; scheinbar weit entfernt von unserer Zeit und dabei doch gar nicht so weit weg. Es war die Zeit, als die englische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute (7. Februar) ist sein 200. Geburstag.  Sein Name wurde als Autor von &#8220;Oliver Twist&#8221; weltberühmt: Charles Dickens lebte von 1812 bis 1870. Er agierte in einer Zeit tiefgreifendster sozialer Umbrüche und Veränderungen &#8211; scheinbar weit entfernt von unserer Zeit und dabei doch gar nicht so weit weg. Es war die Zeit, als die englische Bevölkerung in Massen das Land verließ und in die Städte zog, wo sich bald die Armut ausbreitete. Charles Dickens musste selbst als 12jähriger in einer Londoner Schuhwichsfabrik schuften &#8211; ein einschneidendes Erlebnis, was ihn für soziale Themen Zeit seines Lebens sensibilisierte. Heute haben wir die Situation, wo deutsche Spardiktate europaweit Massenarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und Kinderarmut erzeugen. 15.000 Staatsbedienstete werden nicht zuletzt auf deutschen Druck hin in Griechenland in diesem Jahr entlassen.  Wer aber seinen Job im griechischen Staatsdienst behält, dem wird das Gehalt um 20 Prozent gekürzt &#8211; dagegen gibt es heute Massenproteste in Griechenland. Doch ausbaden müssen die Misere nicht zuletzt die Kinder.</p>
<p>Sein anspruchsvoller Roman &#8220;Great Expactations&#8221; &#8211; &#8220;Große Erwartungen&#8221; erscheint soeben in neuer Übersetzung. Wer mal reinhören will kann das am Sonnabend bei <a href="www.dradio.de">DeutschlandradioKulur</a> von 17.30 Uhr bis 18 Uhr. Wer stattdessen lieber oder zusätzlich Oliver Twist hören möchte, der sollte wissen, dass das gessamte Buch derzeit als Hörbuch im Nordwestradio zu hören ist. Heute wird zwar bereits Teil 7 gesendet aber es gibt insgesamt 30 &#8230; Sendezeit beim Nordwestradio ist immer 18.30 Uhr.  In Sachsen am besten im Internet zu hören über den Link <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio">Nordwestradio</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Hohe Luft“ – ein neues Magazin aus Hamburg macht Lust auf philosophisches Denken</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 09:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
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		<description><![CDATA[von Ralf Richter für links! Am besten sind die Wahlkämpfe, die der Gegner für einen führt: „Wir haben gelogen – früh, mittags und am Abend. Wir haben einfach immer gelogen.“ Das sagte der sozialdemokratische Ex-Staatschef Ungarns Ferenc Gyurcsany unvorsichtigerweise in einem Telefonat, das mitgeschnitten wurde. Beim nächsten Wahlkampf brauchte dann die Opposition nur noch Lautsprecher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Ralf Richter für links!</p>
<p>Am besten sind die Wahlkämpfe, die der Gegner für einen führt: „Wir haben gelogen – früh, mittags und am Abend. Wir haben einfach immer gelogen.“ Das sagte der sozialdemokratische Ex-Staatschef Ungarns Ferenc Gyurcsany unvorsichtigerweise in einem Telefonat, das mitgeschnitten wurde. Beim nächsten Wahlkampf brauchte dann die Opposition nur noch Lautsprecher aufzustellen oder mit dem Lautsprecher-Wagen durch die Straßen zu fahren. Das reichte. Kein Oppositionspolitiker brauchte sich noch selbst zu profilieren. Die Regierungspartei war bis auf die Knochen gedemütigt und wer heute die Macht der konservativen FIDESZ und Viktor Orbans beklagt, der sollte auch daran denken, durch welche Politik er spielend an die Macht gekommen ist. Die einstige Regierungspartei war schlicht unwählbar geworden. Ihre Anhänger blieben beschämt zu Hause und die Opposition ging triumphierend in die Wahlkabinen.</p>
<p>Ohne Frage: Politik und Lüge sind überall auf der Welt beherrschende Themen. Unser Gutti und nun unser Wulffi – alles Lüge! Doch ist es so schlimm und mittlerweile so umfassend sumpfig – der tiefe Niedersachsensumpf in dem jeder mit jedem kungelt und selbst die Baden-Württemberger mit Öttinger drin hängen – dass eine wirkliche umfassende Aufklärung vermutlich das komplette Parteien- und Wirtschaftssystem der Bundesrepublik beim demokratie-restgläubigen Bürger komplett diskreditieren würde. Deshalb sorgt sich SPD-Gabriel wohl so um CDU-Wulff: „Es ist nicht Aufgabe der Sozialdemokraten, den Rücktritt Wulffs zu fordern!“ Der Zuschauer hört es und denkt, Gabriel? Ist der nicht auch, wie Wulff, wie Schröder, wie Maschmeyer ein Niedersachse? Will sich hier einer selbst retten? Prophylaktisch etwa? Was bedeutet dazu das laute Schweigen der Kanzlerin?</p>
<p>Kurz: Ein besseres Aufmacher-Thema als: „Du sollst nicht lügen! Aber warum eigentlich nicht?“ als Startheft für ein neues Philosophie-Magazin aus Dresdens Partnerstadt Hamburg konnte es kaum geben. (Hohe Luft, das wissen Hamburg-Kenner, ist ein Gebiet in der Hansestadt, wo auch die Redaktion zu Hause ist.)</p>
<p>Tiefgründiges Denken ist ja nun offenkundig nicht die Lieblingsbeschäftigung der meisten Politiker. Denn wüssten sie, was sie mit ihren Reden anrichten, sie würden wohl öfter schweigen – das betrifft nicht nur die politisch Engagierten im bürgerlichen Lager. Da kommt so ein Thema &#8211; philosophisch von allen Seiten beleuchtet &#8211; gerade recht. Um die Problematik klar zu machen beginnen die raffinierten Hamburger  mit einem profanen Einstieg:  Die schon auf dem Sterbebett liegende Tante äußert sich besorgt um ihre Goldfische, die freilich längst das Zeitliche gesegnet haben. Aber wer der Angehörigen wird die ohnehin Gebrechliche noch mit der Wahrheit foltern wollen? Hier wird es offensichtlich: Lüge ist nicht gleich Lüge. Es gab und gibt verschiedenen Auffassungen und das Lügenthema zieht sich durch alle Bereiche: Firmen-, Umwelt- und Militärpolitik bis hinein zu intimsten Beziehungsfragen mit dem eigenen Partner. Da gibt es den Brachial-Wahrheitsfanatiker Kant, aber auch den konzilianten Macchiavelli. Nicht ohne war auch Hemingway: „Die Lüge tötet die Liebe. Aber die Aufrichtigkeit tötet sie erst recht.“ Was meinten die alten Griechen dazu? Freilich: Es fehlen die Stimmen von außerhalb des westlichen Kulturkreises, das muss im gerade gestarteten Jahr des Drachens einfach mal gesagt werden. Wo bleibt Konfuzius? Was meinen Islam und Judentum zu der Frage? Vielleicht fehlte der Platz oder das Vorstellungsvermögen der Schreiber, das Leser so viel Genuss bei dem Thema empfinden können, dass es durchaus keine Überdehnung gewesen wäre, hätte jemand den Mut besessen, den Bogen noch weiter zu spannen.  Aber &#8211; das kann man hoffen &#8211; das Thema ist ist einfach zu tragfähig, als dass man es übers Herz bringen könnte, darauf später nicht in der einen oder anderen Form zurück zu kommen.</p>
<p>Das Philosophie-Magazin für alle soll in diesem Jahr aller zwei Monate erscheinen. Es kostet 8 Euro und ist im Internet zu finden unter <a href="http://www.hoheluft-magazin.de/hoheluft/">www.hoheluft-magazin.de</a></p>
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		<title>Volker Braun ruft zum zivilen Ungehorsam am 18. Februar 2012 in Dresden auf</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bügerpflicht ist wichtiger als irgendwelche Polizeiansagen, sagte der Dresdner Kunstpreisträger und Schriftsteller Volker Braun unter Beifall bei einer Lesung vor den Dresdnerinnen und Dresdern in der Hauptbibliothek im Dresdner World Trade Center.  Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadtführung sich in diesem Jahr geschickter anstellen würde als im letzten.  Wenn es aber notwendig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bügerpflicht ist wichtiger als irgendwelche Polizeiansagen, sagte der Dresdner Kunstpreisträger und Schriftsteller Volker Braun unter Beifall bei einer Lesung vor den Dresdnerinnen und Dresdern in der Hauptbibliothek im Dresdner World Trade Center.  Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadtführung sich in diesem Jahr geschickter anstellen würde als im letzten.  Wenn es aber notwendig sei, dann habe nicht nur Thierse als Bundestagspräsident das Recht sich zur &#8220;justiziablen Barrikade&#8221; zu begeben sondern auch jede Dresdnerin und jeder Dresdner habe das Recht und die Pflicht seinem Gewissen zu folgen.  Man muss wissen, wann den Anordnungen der Polizei folge zu leisten ist und wann nicht, sagte der prominente Autor sinngemäß bei der Vorstellung seiner neuen Buches &#8220;Die hellen Haufen&#8221;.  In diesem bei Suhrkamp erschienen Buch vermischt der Autor den Bauernkrieg unter Thomas Münzer mit einem fiktiven Volksaufstand vom Mansfelder Land ausgehend vor dem Hintergrund des tatsächlich stattgefundenen Protestes und Hungerstreiks der Bergleute nach der Wende. Im DeutschlandradioKultur gab es dazu <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1582060/">eine interessante Buchkritik</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die bemerkenswerten Äußerungen Volker Brauns im Zusammenhang mit dem Widerstand der Dresdner gegen den rechten Aufmarsch am 18. Februar  sind im Internet nachzuhören auf einem youtube-Video, das bei der Dresdner Lesung entstanden ist: &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=66t8qAIOwwA&amp;list=UUhWPc0WXENUVbzqfuQ7JWmQ&amp;index=1&amp;feature=plcp">Volker Braun ruft zur Barrikade am 18. Februar</a>&#8220;</p>
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		<title>Jammern auf hohem Niveau</title>
		<link>http://links-sachsen.de/2012/01/jammern-auf-hohem-niveau/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 08:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Rico Schubert für links! 12/2011 Das erste Buch von Katja Kullmann habe ich als Mann, ob des etwas verstörenden Titels Generation Ally, nicht gelesen. Das aktuelle Buch Echtleben: Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben weckte mehr Interesse. Es bleibt leider etwas unklar, was Kullmann mit dem Buch erreichen will. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Rico Schubert für links! 12/2011</p>
<p>Das erste Buch von Katja Kullmann habe ich als Mann, ob des etwas verstörenden Titels Generation Ally, nicht gelesen. Das aktuelle Buch Echtleben: Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben weckte mehr Interesse. Es bleibt leider etwas unklar, was Kullmann mit dem Buch erreichen will. Es ist kein Roman, aber auch kein Sachbuch. Kullmann schildert in der Ich-Perspektive die Schwierigkeiten des modernen Lebens. Und dabei spart sie noch – als Frau um die 40 – die diese Generation betreffenden Kinder- und Familienthemen und die daraus resultierenden Probleme aus. Aber die Schwierigkeiten des Lebens genügen auch so schon. Denn, wie alle um 1970 Geborenen, hat sie in Zeiten der „verschärften kapitalistischen Flexibilisierung“ ganz schön zu tun. Optimistisch beginnend als sogenannte „Freelancerin“, d.h. als Freiberuflerin ohne betrieblichen Hintergrund, als Kleinstunternehmerin, die nichts zu verkaufen hat als ihre journalistischen Texte, und lediglich ihre Arbeitskraft am Markt anbieten kann, wird sie bald mit den Niederungen und Unsicherheiten konfrontiert, die entstehen, wenn Aufträge storniert werden und wegbrechen – und auf einmal gar kein Geld mehr da ist.</p>
<p>Die Szenen, die sie als HartzIV-Empfängerin auf dem Arbeitsamt erlebt und beschreibt, gehören mit zu den eindrucksvollsten des Buches. Denn auf einmal ist es gar nicht mehr so einfach Würde zu behalten, und alle die, die sich auf dem Amt einfinden müssen, sind ihr weder so fern, dass sie aus der Distanz eine „gelungene Reportage“ schreiben könnte, noch werden sie von ihr als gänzlich Gestrauchelte gesehen – immerhin beantragt sie ja auch gerade Unterstützungsleistungen. Was auffällt: Permanente Vorläufigkeit – in Arbeits-, Freundschafts- wie in Liebesbeziehungen – „noch zwei, drei Jahre, dann sehen wir weiter“ – scheinen ein Merkmal unserer Zeit zu sein. Offenbar gezwungenermaßen, denn Flexibilität ist wohl die wichtigste der abverlangten „Tugenden“.  Bildung, Kreativität und Fleiß, die allseits gelobten Individualtugenden des Spätkapitalismus dagegen – sie rechnen sich offenbar nicht. Denn auch Kullmann scheitert trotz höchster Qualifizierung und Ehrgeiz. Kullmann hinterfragt deswegen  &#8211; wenn Wirtschaftskrisen, Flexibilisierung und Erosion der Mittelschicht den Takt vorgeben &#8211; auf der persönlichen Ebene: Bin ich noch bereit, meine Ideale zu verraten, um meinen sozialen Status zu halten? Was ist der Ausweg, wenn mein individualisiertes Lebenskonzept in die Sackgasse führt?</p>
<p>Beim  Lesen fällt auf, hier jammert jemand auf hohem Niveau. Denn dass freie Autoren es schwer haben, sich durch die Arbeit am Papier am Leben zu halten, ist unbestritten. Aber es gibt Menschen, die es noch viel schwerer haben. Der letzte UN-Bericht vom Juli diesen Jahres kritisierte schwere Versäumnisse bei der deutschen Sozialpolitik, wie über Generationen währende Bildungsbenachteiligung, Kinderarmut, ein Hartz-IV-System, das keinen angemessenen Lebensstandard garantiert und mit seinen Sanktionsklauseln gegen das Recht auf Berufsfreiheit verstößt. 13 Prozent der Deutschen leben unter der Armutsgrenze. Diese Menschen haben es deutlich schwerer als die Autorin.<br />
Es bleibt festzuhalten, es handelt sich um ein soziologisches und politisches Buch. Aber es ist eben kein Roman, sondern wohl vor allem Lamentier-Literatur, ohne tiefere Erkenntnis. Und es geht offenbar weniger um die Suche nach einer Haltung, als vielmehr um die Suche mit einer Haltung Geld zu verdienen. Aber das ist auch schon schwer genug.</p>
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		<title>Die Mettenschicht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 14:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Braun]]></category>

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		<description><![CDATA[Volker Braun für Links! 12/2011 Sie stehen schweigend in der Dunkelheit Im tiefen Schnee in ihrem Ehrenkleid. Wohin, ihr schwarzen Leute? Unbetrübt Gehn sie der Arbeit nach, dies nicht mehr gibt. Fest in der Pfote halten sie ihr Licht Daß bei der Nacht es daran nicht gebricht. Sie steigen ordentlich den Berg hinan Zur großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><em>Volker Braun für Links! 12/2011</em></p>
<p align="left"><img src="http://claudia-berg-grafik.de/claudia_berg_halde_mit_espen.jpg" alt="" width="520" height="381" /></p>
<p align="left">Sie stehen schweigend in der Dunkelheit<br />
Im tiefen Schnee in ihrem Ehrenkleid.<br />
Wohin, ihr schwarzen Leute? Unbetrübt<br />
Gehn sie der Arbeit nach, dies nicht mehr gibt.<br />
Fest in der Pfote halten sie ihr Licht<br />
Daß bei der Nacht es daran nicht gebricht.<br />
Sie steigen ordentlich den Berg hinan<br />
Zur großen Einfahrt von Sankt Ann.<br />
„Genossen warens alle“, freigesetzt<br />
Gehn sie zum Gottesdienst und beten jetzt.<br />
Arschkalt ist es bei Gott in seinem Bau<br />
Wie erdenwarm geheizt war ihr Verhau.<br />
Sie sind vereint, als wären sie vor Ort<br />
Und beten barhaupt, aber nicht das Wort.<br />
Das höchste Wesen lebt in dem Gedicht<br />
Vom Steiger, welcher kommt mit seinem Licht.</p>
<p> Das Gedicht &#8220;Die Mettenschicht&#8221; vomn Volker Braun entstand im Dezember 2010 in Eisleben und wurde durch die <em>Links!</em> erstmals publiziert. Es schließt an die Erzählung &#8220;Die hellen Haufen&#8221; an, die 2011 im Berliner Suhrkamp Verlag erschienen ist, <a href="http://links-sachsen.de/2011/11/%E2%80%9Eeigentumer-hatten-sie-sich-nie-gesehen%E2%80%9C-volker-braun/">und in der letzten Ausgabe rezensiert wurde.</a></p>
<p>Das Bild &#8220;Halde mit Espen&#8221; ist eine Kaltnadelradierung von der Hallenser Künstlerin Claudia Berg, entstand 2009 in der Serie &#8220;Mansfelder Landschaften&#8221;. (55,5 x 72 cm)<br />
<a href="www.claudia-berg-grafik.de">www.claudia-berg-grafik.de</a></p>
<p>Am 16. Dezember wurde &#8220;Die Mettenschicht&#8221; in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt, hier ein Ausriß. <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/volker-braun-die-hellen-haufen-abgelebte-weltsichten-11546716.html">Eine wenig freundliche Rezension in der FAZ findet sich hier.</a></p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Ausriss_FAZ_16122011.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-3546" title="Ausriss_FAZ_16122011" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Ausriss_FAZ_16122011-300x225.gif" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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