Category: Buchbesprechung

Buchtipp: Kulturgeschichte des Ersten Weltkrieges von Ernst Pieper

Eine Empfehlung von Pieter Potgieter   Bei einem großen Jubiläum erscheinen meist mehrere miteinander um das Leser-Interesse konkurrierende Werke – so ist es natürlich auch in diesem Jahr, an dem sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum einhundertsten Mal jährt. Die „Leit-Medien“ legen sich in solchen Fällen immer rasch auf ihre Favoriten fest: Bereits im



Lies’ mal drüber!

Oft besprochen und gelesen: “Geh doch rüber. Feinste Beobachtungen aus Ost und West”. Ein Buch von Jan Korte Von Kevin Reißig Es ist keine Autobiografie, noch nicht. Dennoch macht das Büchlein seine Leser trefflich mit seinem Autor bekannt, auf der menschlichen, nahen Ebene. Jan Korte hat ihn erlebt, den Kulturschock, als er antrat, die innerdeutsche




Heymat Schwarzenberg – auf den Spuren der unbesetzten Zone

Zwischen Zwickau und Karlsbad bereitet sich Schwarzenberg auf den Tag der Sachsen vor von Ralf Richter Fritz Pleitgen hat es gesagt: Es kann einer kleinen Provinzstadt nichts Besseres passieren, als von einem Schriftsteller mit Weltruhm literarisch bedacht zu werden. Diese Worte werden wiederholt anlässlich einer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgerichteten Veranstaltung zu Ehren des 100. Geburtstages




Zum Nachhören: Jochen Kretschmer liest aus Stefan Heym’s “Kreuzfahrer von heute” in Dresden

Audio-Mitschnitt, youtube-Beitrag und Text von Ralf Richter Dank der freundlichen Genehmigung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Dresden und den Schauspieler Jochen Kretschmer wurde seine szenische Lesung anlässlich des 100sten Geburtstages von Stefan Heym am 10. April in der WIR AG teilweise mitgeschnitten. Wer Zeit, Lust und die Möglichkeit hat ein paar Minuten reinzuhören kann das an dieser




Stefan Heym zum 100. – Dreifach-Ehrung durch Rosa-Luxemburg-Stiftung in Sachsen

von Ralf Richter Heute (10.April) wäre der der in Chemnitz geborene und aufgewachsene Stefan Heym, wie er sich nach seiner Flucht nach Prag 1933 nannte, 100 Jahre alt geworden. Deutschlandfunk und Deutschlandradiokultur ehrten ihn mit einem “Kalenderblatt” unter dem Titel: Ein Amerikaner in der DDR In den Räumen der WIR AG in Dresden (Martin-Luther-Straße 21)




Hart aber wahr

gelesen von Ralf Richter  „Es geht darum, sich selbst wieder ernst zu nehmen, wieder zu lernen, die Interessen unseres Gemeinwesens zu formulieren und einzufordern und nach Gleichgesinnten zu suchen. Wir müssen über die Geste und die symbolische Handlung hinaus unseren Willen gewaltlos kundtun, und dies – wenn nötig – auch gegen den Widerstand der demokratisch




Rezension: Keine Illusionen

“Miss Lonelyhearts” als Spiegel des Amerikas der Depression  von Rico Schubert Erstmals 1933 erschienen, bleibt der Roman “Miss Lonelyhearts” von Nathanael West ein ziemlich verstörendes Meisterwerk moderner amerikanischer Literatur. Ein namenloser Kolumnist schreibt in einer Zeitungskolumne Hinweise und Ratschläge zum modernen Leben. Doch irgendwann wird es ihm zu viel, er zerbricht förmlich unter der Unzahl




Her mit den Dissidenten!

von Kevin Reißig Es schiene nachvollziehbar, wenn Linke und LINKE langsam die Lust an Auseinandersetzungen über die DDR verlören. Schließlich ist eine defensive Debattenposition unausweichlich und sachliches Argumentieren nur schwer möglich. Die eine Wahrheit gibt es nicht, und das ist auch gut so. Man sollte keinen Anspruch auf sie erheben, auch dann nicht, wenn man




Hörtipp für Dienstag: Chiles traumatische Landschaften am Dienstag im DeutschlandradioKultur

Unvegessen ist der Pinochet-Putsch, der Kampf um die Freilassung von Corvalan und die Ermordung von Victor Jara. Am Dienstag, dem 19. Juni werden von 19.30 Uhr bis 20 Uhr drei Schriftsteller vorgestellt, die sich mit den Jahren der Diktatur, die das Land bis heute prägen, auseinandersetzen. Näheres hier:  Drei Schriftsteller-Lebensläufe aus Chile.




Alt, aber nicht veraltet: „Kuhle Wampe“

  Von Kevin Reißig Die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden ohne Furcht vor ihren Resultaten oder den herrschenden Mächten sei die gegenwärtige Aufgabe, schrieb Karl Marx 1844. Die Mittel, um diese Kritik auszudrücken und zu verbreiten, sind vielfältig – Filme gehören seit langem dazu. Neben Fritz Langs monumentalem Meisterwerk „Metropolis“ (1926), das mit einigem Recht als