Category: Buchbesprechung

Kostenlos-Buch-Aktion zum 75. Jahrestag der Blockade Leningrads

von Ralf Richter Anlässlich des 75. Jahrestages der Blockade Leningrads erinnert das Deutsch-Russische Kulturinstitut Dresden mit einer Kostenlos-Buchaktion an das Ereignis. Ziel ist es, eines der größten Kriegsverbrechen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: „871 Tage“ heißt das Gedenkbuch von Ninel Koribskaja. Vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 – also 871 Tage




Vor 175 Jahren geboren – Minna Cauer

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 1. November 1841 als drittältestes von vier Kindern in einem Pfarrhaus in Freyenstein, gehörte Minna Cauer zu den äußersten Linken der bürgerlichen Frauenbewegung, die, wie die sozialistische Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ zu ihrem 71. Geburtstag schrieb, „ihr wertvolle Anregungen, manche kräftige Impulse verdankte”. Sie war frühzeitig verheiratet; 1865 verstarben




Die Kraft einer Utopie

von Prof. Dr. Kurt Schneider Es ist ein erstaunliches Buch. Sein Autor, Manfred Lütz, ist kein Historiker und kein Politologe, sondern ein Mann der Wirtschaft, wie er sich selbst bezeichnet. Heute ist er als Rentner noch mit einigen einstigen beruflichen Aufgaben befasst. Sein Buch ist kein Schnellschuss, kein Resultat flüchtiger Überlegungen, sondern das Ergebnis einer




„Kritik der Grünen Ökonomie“

von René Lindenau Ich war mal wieder „stiften“. Wieder ging es nach Berlin zu einer Veranstaltung im Roten Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung. An diesem Sommerabend brachte das Thema Umwelt bzw. Ökologie Publikum und Podium zusammen. Ein Buch, das Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung) mit anderen Autoren vorlegte, wurde gemeinsam mit Dr. Dagmar Enkelmann (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Prof. Michael Brie




Unbequeme Wahrheiten zur neuen Ökonomie des Teilens

von Ralf Richter Erlauben wir uns zunächst einen kleinen Rückblick: „Nutzen statt besitzen – Wohnungen, Autos, Ideen … Eine Idee verzaubert das Land. Es ist die Idee von der Sharing Economy, der Wirtschaft des Teilens, und sie kommt zur richtigen Zeit. Einerseits nimmt sie das Wirgefühl von Social-Media-Diensten wie Facebook und Twitter auf, deren Nutzer




„Höchste Akribie und Ernsthaftigkeit“: Das MfS im Kampf gegen Nazi- und Kriegsverbrecher

von Prof. Dr. Kurt Schneider Alle Nazi- und Kriegsverbrecher, die den vom faschistischen Deutschland geführten Raub-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg zu verantworten hatten, sollten gemäß der Schwere ihrer Verbrechen verurteilt werden. Auf der 3. Interalliierten-Konferenz am 13. Januar 1941 in London hatten die bis dahin von Deutschland besetzten Länder bekundet: „Zu den Hauptzielen der Alliierten gehört




Brennendes Geheimnis

von Volker Külow Zahlreiche Historiker, insbesondere solche westdeutscher Herkunft, hielten das Thema für abgehakt. Doch jetzt bekommt einer der wichtigsten politischen Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts wieder erhöhten Aufmerksamkeitswert. Es geht um die Brandstiftung im Berliner Reichstag am 27. Februar 1933, die von den Nazis zum Vorwand genommen wurde, die verfassungsmäßigen Grundrechte per Notverordnung außer Kraft




Realistische Träumerei

von Raimon Brete Zurück zu Marx und mit ihm gemeinsam vorwärts zu neuen Ufern der gesellschaftlichen Erkenntnis. Der Autor Holger Lorenz hat sich intensiv mit der Denkmethode von Karl Marx befasst und sie auf die heutigen chaotischen spätkapitalistischen Verhältnisse angewendet. Herausgekommen ist ein Buch, das es in sich hat. Die Marx‘schen Kategorien von Produktivkräften und




„Volkes Lied und Vater Staat“

Das erste allumfassende Buch über die DDR-Folkszene von Jens-Paul Wollenberg Wie groß war die Freude, als ich von einer guten Bekannten des Musikjournalisten Wolfgang Leyn erfuhr, dass seine Publikation über die DDR-Folkbewegung von 1976-1990 erscheinen sollte! Mir war schon damals klar, dass gerade dieser Autor kompetent genug schien, sich mit jener beinah in Vergessenheit geratenen




Leipziger politische Opfer (1933-1945)

von Kurt Schneider Als der Leipziger Historiker Dr. Dieter Kürschner 2013 verstarb, befand sich in seinem Nachlass ein Arbeitsmanuskript mit dem Thema „Leipziger politische Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945“. Es war ein Fundus, der nicht nur für die regionale Geschichtsschreibung von Bedeutung ist. Indem Dr. Manfred Hötzel und Frank Kümmerle, unterstützt von fünf Leipziger