Category: Arbeit & Soziales

Eribon regt an und auf

Jour fixe diskutiert Bestseller des französischen Soziologen „Rückkehr nach Reims“ in engagiertem Pro und Contra. von Wulf Skaun Spannend-diverse Dispute sind auch bei Jour fixe, dem unkonventionellen Gesprächskreis am Leipziger Sitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, keine Dutzendware. Der 25. Konvent im Juni erlebt sie. An Didier Eribons Bestseller „Rückkehr nach Reims“ reiben sich die Geister. Vor




Ellenbogen statt Schulterschluss

von Ruslan Yavorski Die Debatte über Arbeitsmigration ist im Wahljahr in Deutschland neu entflammt. Hauptgründe infolge der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit für die neuen osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten und die EU-Schuldenkrise werden aber absichtlich in den Schatten gestellt. Deutschland hat eine lange Einwanderungsgeschichte. Anders als Frankreich oder Großbritannien hat das Land kein koloniales Erbe. Deswegen kommen Migranten nicht aus




Klimawandel und Wirtschaftsform

von Ralf Becker Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt – und vielleicht die letzte, die gerade noch rechtzeitig etwas dagegen tun kann, um größere Menschenopfer zu verhindern. Allmählich schließt sich das Zeitfenster, in dem wir noch ohne gravierende soziale Verwerfungen handeln können. Große Umbrüche in der Entwicklung der




Es ist der Kapitalismus!

von Rico Gebhardt CDU-Generalsekretär Peter Tauber war in diesen Tagen verblüffend ehrlich. Eine Anfrage zum CDU-Wahlprogramm kommentierte er auf Twitter: „Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“ Damit wiederholt er die Lebenslüge des Neoliberalismus, jeder sei nur seines eigenen Glückes Schmied. Das ist aber grundfalsch. Mal ehrlich: Haben FriseurInnen nichts




Mut zur Veränderung – DIE LINKE drückt sich nicht vor klaren Ansagen in der Steuerpolitik

von Axel Troost Die Schere zwischen Arm und Reich klafft auseinander. Zugleich ist unser Gemeinwesen – Schulen, Turnhallen, öffentliche Verwaltung, Polizei und Justiz – in beklagenswertem Zustand. Ein starker Wohlfahrtsstaat und soziale Gerechtigkeit – der Schlüssel dazu liegt in einem solidarischen Steuersystem. DIE LINKE ist die einzige Partei, die einen klaren Kurs in Richtung Umverteilung




Soziale Grundrechte müssen ins Grundgesetz

von Katja Kipping Die im UN-Sozialpakt verankerten sozialen Menschenrechte sind zwar Teil der deutschen Rechtsordnung geworden. Sie können jedoch nicht als Grundrechte mit einer Verfassungsbeschwerde eingeklagt werden. Es ist also Zeit für eine Grundgesetzänderung. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag legte daher einen Gesetzesentwurf (Bundestags-Drucksache 18/10860) zur Aufnahme sozialer Grundrechte ins Grundgesetz vor. Leider haben




Durchblicken mit Marx

von Katja Kipping Die aktuellen Krisen zeigen: Es muss sich Grundlegendes ändern. Nur was? Darauf gibt „Das Kapital“ Antworten, heute wieder mehr denn je. Auch geniale Analytiker können mal zu Fehlschlüssen kommen. Im Nachhinein ist es ein Leichtes, es besser zu wissen. Um es mit den Worten von Wolfgang Fritz Haug zu sagen: Auf den




Wie lebt es sich in … Warschau?

von Matthias Hankel Die polnische Hauptstadt ist mittlerweile zur verlängerten Telefonhotline westeuropäischer Unternehmen geworden. Arbeitsmigranten aus aller Welt spüren in Warschau die Folgen dieser Entwicklung. Noch 1990 prägte der Kulturpalast die Silhouette von Warschau. Wer heute aus dem Hauptbahnhof Warszawa Centralna heraustritt, schaut auf eine ganze Reihe von Bürotürmen herauf, die in den letzten Jahren




„Typische Alterserkrankungen bereits bei jungen Beschäftigten im Fokus“

Eine Pressemitteilung der Barmer Ersatzkasse scheuchte sächsische Medien im April auf. In der Tagespresse wurde besorgt getitelt: „Je jünger – desto kränker“. Damit blieb die Zeitung in puncto Alarmismus noch hinter dem Pressetext zurück. Dort hieß es gleich: „Generation Z: Junge Beschäftigte – Arbeitsscheu, wenig belastbar?“ Unter „Generation Z“ versteht die Barmer junge Menschen im




Wenn Kandidat*innen Bürgerfragen beantworten – meine persönliche Sicht

von Angela Hähnel Schon zweimal wurden die Direktkandidat*innen aller Parteien im Wahlkreis 164 zu Gesprächsrunden eingeladen. Das ist immer eine spannende Sache. Anfang Februar bat die Mittelstandsvereinigung zum Gespräch. Das war unspektakulär und es wurde ein bisschen geplänkelt, getestet, was geht und was nicht geht und wie die anderen reagieren. DIE LINKE wurde nur über