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	<title>Links! &#187; Antifa</title>
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		<title>Mit dem Rad von Meißen zur Peter-Sodann-Bibliothek und zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind noch leer. Fleißige Hände werden ebenso gesucht wie Geld.  1 Euro von jedem Deutschen wünscht sich Peter Sodann für die Bibliothek. Der nachstehende youtube-Beitrag zeigt, was Autor Ralf Richter bei der Anfahrt über den Elbe-Radweg sah am 13. Mai bei der Tour von Meißen zum Rittergut Staucha und wieder zurück.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/3JER_BInmTg" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe><br />
Ab sofort kann man nicht mehr nur virtuell sondern &#8220;in echt&#8221;  vorbei schauen! Wer helfen will sollte  sich an den Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945 bis 1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur (Peter-Sodann-Bibliothek) e.V.&#8221; wenden.  Die Emai-Adresse ist psb-staucha@t-online.de und <a href="http://www.psb-staucha.de">die Bibliothek</a> am Thomas Müntzer Platz 8 ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.</p>
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		<title>Kalenderblatt 8. Mai 2012 Tag der Befreiung &#8211; von Zwickau kann Sachsen lernen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gibt es ein linkes Geschichtsbewusstsein in Sachsen? Antworten auf solche Fragen sucht man heute mit Hilfe des Internets: Man gebe ein: &#8220;8. Mai 2012 Tag der Befreiung LINKE  Sachsen&#8221; &#8211; man kann Sachsen dann auch durch die Wörter Chemnitz, Dresden, Leipzig oder Zwickau ersetzen. &#160; Die positive Nachricht: Das linke Geschichtsbewusstsein ist stärker verbreitet als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es ein linkes Geschichtsbewusstsein in Sachsen? Antworten auf solche Fragen sucht man heute mit Hilfe des Internets: Man gebe ein: &#8220;8. Mai 2012 Tag der Befreiung LINKE  Sachsen&#8221; &#8211; man kann Sachsen dann auch durch die Wörter Chemnitz, Dresden, Leipzig oder Zwickau ersetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/8.-Mai-Tafel-am-ehemaligen-Denkmalstandort.jpg"><img class="wp-image-4062 aligncenter" title="8. Mai Tafel am ehemaligen Denkmalstandort" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/8.-Mai-Tafel-am-ehemaligen-Denkmalstandort-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die positive Nachricht: Das linke Geschichtsbewusstsein ist stärker verbreitet als man glaubt. Eine Übersicht über die Aktivitäten an diesem Tag aber sucht man &#8220;online&#8221; vergebens &#8211; doch der Normalbürger kann sich darüber nun einmal nicht durch eine Parteipostille informieren sondern es wäre von Vorteil, wenn sie oder er auf einen Blick erkennen könnte, wo an diesem Tag in seiner Nähe  eine Kundgebung oder eine Gedenkveranstaltung stattfinden. Bedauerlicherweise gelingt das bei den drei Großstädten nicht.  Ganz anders ist die Lage in Zwickau: Die <a href="http://www.vvnbda-sachsen.de/04wowirsind/vvnzwickau/zwickau-termine.html">Homepage des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes</a> &#8211; Bund der Antifaschisten Sachsen e.V.  kündigt für 10 Uhr auf dem Sowjetischen Ehrenhain des Zwickauer Hauptfriedhofes eine Kranzniederlegung und Beiträge zum Gedenken an. Anwesend sind: Frau Dr. Pia Findeis (Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau), Sven Wöhl (Stadtvorsitzender der LINKEN in Zwickau),  Andreas Salzwedel (Vorsitzender des Kreisverbandes der LINKEN) und Michail Wetrow vom Russischen Konsulat in Leipzig. Mit anderen Worten, in Zwickau demonstrieren Stadtoberhaupt, LINKE und ein Vertreter Russlands gemeinsam, was es heißt den Opfern der Befreiung zu gedenken.  Das ist beispiellos und beschämend zugleich. In einer Stadt Sachsens immerhin wissen prominente LINKE und die Stadtführung wo am 8. Mai ihr Platz ist. Das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI) in Dresden meldet für heute: 10 Uhr Blumenniederlegung am Ehrenmal der Roten Armee (Olbrichtplatz), 11 Uhr Blumenniederlegung auf dem Garnisionsfriedhof Marienallee und 12 Uhr Feierstunde für sowjetische Kriegsverteranen im DRKI. Ob daran VertreterInnen der LINKEN oder der Stadt Dresden teilnehmen? Dresden ist immerhin die Landeshaupstadt Sachsens. Die LINKE Dresden weist auf die Veranstaltungen 10 Uhr und 11 Uhr zumindest (gut versteckt auf ihrer Homepage) hin.</p>
<p>Es reicht nicht, wenn lediglich einige Linke wissen was am 8. Mai 1945 geschehen ist. Dieser Tag muss wieder  im Bewusstsein der gesamten Bevölkerung Ostdeutschlands, ja Gesamtdeutschlands verankert werden. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang der &#8220;<a href="http://gbmev.de/archv/Aufruf_zum_8_Mai_2012.htm">Aufruf zum Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 2012</a>&#8221; von der Gesellschaft zum Schutz für Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. mit der Forderung an die Bundesregierung den 8. Mai als offiziellen Tag der Befreiung vom Faschismus zu würdigen. Die Gesellschaft wird  heute 17 Uhr am Ehrenmal (&#8220;Mutter Heimat)  in Berlin-Treptow eine Gedenkveranstaltung abhalten. 20.000 Sowjetsoldaten fielen allein bei der Befreiung Berlins, deshalb steht dort das größte sowjetische Ehrenmal. Mehr über die Geschichte erfährt man auf der <a href="http://www.goruma.de/Wissen/KunstundKultur/Architekturdes20und21Jahrhunderts/Europa/Sowjetisches_Ehrenmal_Berlin.html">Homepage &#8220;Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts</a>&#8220;.</p>
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		<title>Vortrag über Geschichte und Gegenwart von Empörung und Widerstand am 11. April</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 16:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt. Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt.</p>
<p>Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst ein ganz unterschiedliches Echo: Von Stephane Hessel, Autor der Bücher &#8220;Empört Euch&#8221; und &#8220;Engagiert Euch&#8221; über  Gert Schramm, der seine Erfahrungen als einziger schwarzer Deutscher im KZ Buchenwald im Buch &#8220;Wer hat Angst vorm schwarzen Mann&#8221; nieder schrieb bis hin zu Harry Belafonte, von dem es mit &#8220;My song&#8221; eine Biographie zu lesen und ab 19. April den Dokumentarfilm &#8220;Sing your song&#8221; zu sehen gibt.  Keine Frage, nicht nur die Piraten beweisen es: Empörung und Widerstand gegen die herrschenden Zu- und insbesondere Missstände sind wieder in! Längst haben Personen wie Harry Belafonte oder Pete Seeger die Brücke geschlagen vom Kampf um die Bürgerrecht in den 60ern zur Occupy-Bewegung 2011/2012. Der Journalist und Sozialwissenschaftler Ralf Richter wird versuchen einzelne Episoden der Geschichte von Empörung und Widerstand heraus zu greifen und auch die aktuelle Empörung von einem und über einen deutschen Literaturnobelpreisträger nicht ausblenden &#8230; Eine spannende Diskussion scheint garantiert!<br />
<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/mh1z-E5RDhM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Gysi im Video zur Linken Medienakademie (LiMA) 2012 &#8211; Wir können nur lernen!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 08:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Öffentlichkeitsarbeit &#8211; auch bei den Linken &#8211; tut ja jede und jeder was sie bzw. er kann.  Doch manchmal wäre es noch besser, wenn man auch wirklich könnte was man tut. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gekonnt.  Es kann nicht nur &#8211; es muss auf jeden Fall besser werden! In Sachsen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Öffentlichkeitsarbeit &#8211; auch bei den Linken &#8211; tut ja jede und jeder was sie bzw. er kann.  Doch manchmal wäre es noch besser, wenn man auch wirklich könnte was man tut. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gekonnt.  Es kann nicht nur &#8211; es muss auf jeden Fall besser werden! In Sachsen fehlt eine klare koordinierte Struktur der Öffentlichkeitsarbeit und das fängt auf den Homepages der Kreisverbände an. Oft unübersichtlich und gnadenlos überladen kommen sie daher, an Aktualität mangelt es und an Absprache zwischen Basis und Landtagsvertretern ohnehin. Der Kreisverband wird offenbar oft nicht oder zu spät von dem informiert, was Landtagsabgeordnete in Pressemitteilungen sagen.  Zudem kommt hinzu, dass die Landtagsabgeordneten und die Kreisverbände die aktuellen Probleme im Kreis auf ihrer Homepage oft nicht ansprechen &#8211; oder irgendwo die Themen in Pressemitteilungen verstecken. Gibt es ein Thema der Woche wenigstens, an dem sich Bürger mit ihren Fragen mit beteiligen können? Öffentlichkeitsarbeit als fünftes Rad am Wagen kann nicht funktionieren. Es braucht Arbeitszeit &#8211; nicht alles kann nebenbei gemacht werden &#8211; aber vor allen Dingen auch fachliche Kompetenz. Wir leben im Video-Zeitalter und da sollte man nicht seitenlange Veranstaltungsprogramme ins Internet stellen. Jeder Kreisverband aus Sachsen sollte ein besser zwei Vertreter zur linken Medienakadmie nach Berlin schicken.  Sie findet vom 21. bis 25. März in Berlin statt, die Kursbuchung funktioniert online über die Homepage <a href="http://www.lima-akademie.de/">www.lima-akademie.de</a> &#8211; wenn sie denn funktioniert. Gegenwärtig ist das leider nicht der Fall, möglicherweise klappt es ab Mittag, dem 14. März.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Y9rz_AESPpQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>links! Interview mit einem aus Chemnnitz stammenden Auschwitz-Überlebenden</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 18:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Wer denkt, es kann sich nicht wiederholen, der irrt« Kürzlich belehrte uns der sächsische Innenminister, „Antifaschismus“ sei „nicht die richtige Antwort“ auf Faschismus, sondern „Demokratie, Auseinandersetzung aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus“. Damit hat er allen antifaschistisch eingestellten Menschen ihre demokratische Einstellung abgesprochen. Man möchte sich lieber nicht vorstellen, wie solche Aussagen auf Menschen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="CENTER"><strong>»Wer denkt, es kann sich nicht wiederholen, der irrt«<br />
</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Kürzlich belehrte uns der sächsische Innenminister, „Antifaschismus“ sei „nicht die richtige Antwort“ auf Faschismus, sondern „Demokratie, Auseinandersetzung aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus“. Damit hat er allen antifaschistisch eingestellten Menschen ihre demokratische Einstellung abgesprochen. Man möchte sich lieber nicht vorstellen, wie solche Aussagen auf Menschen wie Justin Sonder wirken. 1925 in Chemnitz geboren, ist er einer der letzten Lebenden, die Auschwitz am eigenen Leibe erfahren mussten. Als Jugendlicher ins Konzentrationslager deportiert, überstand er mehr als ein Dutzend Selektionen, überlebte nur durch die Hilfe seiner Mithäftlinge und eine Reihe glücklicher Zufälle. Bis heute ist er nicht müde geworden, seine Geschichte zu erzählen. „Links!“ sprach mit dem engagierten Antifaschisten über die erlebten Gräuel, die Befreiung und seinen Kampf gegen das Vergessen. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Herr Sonder, was waren die prägendsten Jahre ihres Lebens?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Zweifellos meine Haft. Du siehst das Leben dann absolut anders. Dinge, die andere aufregen, lassen mich völlig kalt. Wie sagte Ostrowski? Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal gegeben. Und dann muss man es auch achten, als etwas Besonderes. Solidarität ist ganz wichtig. Wenn ich in unsere Parteigruppe gehe, da wird nur gemeckert. Und ich sage: Leute, hört doch mal endlich auf, wir müssen was machen! </p>
<p align="JUSTIFY"><span id="more-3829"></span></p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Das ist das richtige Stichwort: Etwas tun! Dazu gehört auch, die Erinnerungsarbeit Schritt für Schritt an die nächste Generation zu übergeben. </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Da gibt es eine tolle Geschichte mit der Feuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr von Grüna. Die verkauften in der Vorweihnachtszeit Bockwürste, und da kam ein Mann und sagte: Ich möchte eine Bockwurst haben ohne alles. Das verstanden die nicht, ohne Senf, ohne Brötchen. Da mischte sich ein völlig unbekannter Mann ein: Jungs, gebt dem das, jedem das Seine! Der eine Feuerwehrmann, Hans Voigt heißt er, kriegte das mit und wusste, da war irgendwas mit diesem Spruch. Und nach vielen Telefonaten kam er bei mir raus. Und ich bin rausgefahren und habe denen das erklärt. Totenstille. Seitdem organisiert dieser Feuerwehrmann Fahrten nach Buchenwald, auch nach Auschwitz. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Ein Beispiel, das Mut macht. In der DDR war der Besuch einer KZ-Gedenkstätte Pflicht für alle Schüler, heute nicht mehr. </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ich werde immer gefragt, ob ich auch in der DDR an Schulen war und berichtet habe. Wenn ich da drei oder vier Mal im Jahr aufgetreten bin, war das viel. Und dann muss ich offen sagen, ich habe damals anders gesprochen als heute. Im Jahr 1933, da war ich sieben oder acht, wohnten wir im Haus mit Sindermann und Janka, da lebten nur KPD- und SPD-Mitglieder. Und überall dort wurden Durchsuchungen gemacht. Heute schildere ich das so: Die Nazis haben, in Begleitung eines Polizisten, bei uns Haussuchungen gemacht, ohne richterliche Anordnung. Da beginnt es, sage ich. In der DDR habe ich so gesprochen: 1933 machten die Nazis Durchsuchungen. Da fällt schon weg: Bei mir. Das war nicht gewünscht, sich in den Vordergrund zu stellen. Also habe ich gesagt, bei den Kommunisten und Sozialdemokraten wurden Hausdurchsuchungen gemacht. Das Persönliche ist damals immer weggefallen. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Sie mussten die Judenverfolgung von Anfang an miterleben. </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Bei uns gab es einen Fleischermeister, der hatte einen jüdischen Gesellen. Der hatte eine christliche Braut. Als die Nazis da waren, durfte er seine Braut nicht mehr heiraten, und außerehelicher Geschlechtsverkehr stand unter Strafe, in der ersten Zeit gab es Gefängnis, dann Zuchthaus und ab 1944 die Todesstrafe für „Rassenschande“. Ab 1944 wurden zwei sich liebende Deutsche unterschiedlicher Religion mit dem Tode bedroht und auch hingerichtet. Wenn ich vor Jugendlichen spreche, kommentiere ich das nicht und sage: Das ist deutscher Faschismus. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>1942 wurden Ihre Eltern deportiert, Sie blieben allein zurück. Monate später nahm man auch Sie fest. Wie hat sich das zugetragen?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ich wurde am 27. Februar 1943 verhaftet. Einen Tag später wurden wir nach Dresden gebracht, wo bereits ein Güterzug mit rund 25 Waggons stand, die Sachsen kamen in den letzten Waggon. Das sollte sich später als kleiner Vorteil erweisen. Wir fuhren gen Osten, wussten nicht wohin, hielten dann in der Nacht zum 3. März an einer großen weißen Fläche, es war ja Winter. Das Kommando lautete: Alles aussteigen, einzeln vortreten, Alter und Beruf nennen. Und nun der Vorteil für uns Sachsen: Wir hörten, wenn jemand zum Beispiel sagte: „46 Jahre, Kaufmann“, kam die Handbewegung nach rechts. „38 Jahre, Maurer“, nach links. Wir hatten das Gefühl, die nach links Aussortierten würden vielleicht zur Arbeit benötigt. Ich trat vor. „17 Jahre, Monteur“. Der SS-Offizier schickte mich nach links. Zu diesem Zeitpunkt standen, aussortiert auf der linken Seite, 535 Männer, 145 Frauen und ich. Auf der rechten Seite standen rund 1.000 Menschen. Diese Männer, Frauen und Kinder hatten damals noch eine Lebenserwartung von rund 120 bis 180 Minuten. Sie wurden noch in gleicher Nacht durch Zyklon B, ein Giftgas der IG-Farben-Industrie, getötet. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Haben Sie Ihre Eltern wiedergesehen?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Mitten im Jahre 1943, nach dem Abendappell, kam ein mir völlig unbekannter Häftling auf mich zu und sagte: Pass auf, das bleibt unter uns, wir haben deinen Vater ermittelt, im Hauptlager! Wir wollen, dass ihr zusammengefügt werdet, aber das kann dauern. Weg war er. Zwei Monate später kam er wieder und brachte mich zu meinem Vater. Das hat die Widerstandsorganisation fertiggebracht. Das erste, was mein Vater sagte, war: Die Mutter ist tot. Sofort, am ersten Tag, am 30. Januar 1943. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>In Auschwitz gehörten Sie zur</strong></span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><strong> Widerstandsorganisation der Häftlinge. Wie kamen Sie mit ihr in Kontakt?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Im September 1944 hatte ich große Probleme mit meinem Knie und konnte nicht mehr arbeiten. Da hieß es: Sofort ins Krankenrevier! Der SS-Arzt beurteilte dann, ob man simulierte oder wirklich krank war. Natürlich sah mein linkes Bein aus wie ein Elefantenbein. Der Arzt sagte, ich sei arbeitsunfähig und sollte mich in Block sowieso melden. Dort angekommen, meinte der dortige Arzt, ein Häftling, dass ich sofort in dieser Nacht operiert werden müsste. Das sah so aus: Ich lag auf einem Tisch, vier Häftlinge hielten mich fest, ich bekam ein Stück Stoff in den Mund – das war die Narkose –, und dann wurde das Knie geöffnet. Da kann man mal sehen, was ein Mensch aushalten kann. Verbandsmaterial gab es nicht, ich wurde mit einer Art Klosettpapierrolle verbunden. Dann haben sie mich runtergehievt, zwei Häftlinge haben mich festgehalten, weil ich alleine nicht stehen konnte. Ich sagte, Doktor, ich weiß, wie oft im Krankenrevier Selektionen durchgeführt werden. Im Hauptlager alle fünf bis sechs Wochen, und im Krankenrevier alle acht bis zehn Tage. Ich wollte noch in dieser Nacht ins Hauptlager zurück. Da sagte der Arzt: Ist das ein Witz? Du kannst nicht mal alleine stehen! Und wieso sprichst du so Deutsch? Woher bist du? Ich antwortete, dass ich aus Chemnitz bin. Er stellte sich vor als Dr. Grossmann, Chefarzt aus Berlin. Es sagte, dass ich natürlich noch nicht ins Lager zurückgehen könnte. Ich antwortete, ich krabble auf allen Vieren, ich bin achtzehn, ich will nicht sterben. Er meinte, ich müsste keine Angst haben. In fünf bis sechs Tagen könnte ich wieder arbeiten. Da hab ich mich in das Bett gelegt, und um fünf Uhr früh: Selektion. Ich konnte nicht laufen, musste aber vor, vorbei an den SS-Ärzten, und die haben mich angehalten. Erstmalig. Die zwanzig Minuten, die dann folgten, möchte ich nicht noch einmal erleben. Das war fürchterlich, da lief das kurze Leben eines Achtzehnjährigen vorüber. Die Selektion war zu Ende, und jetzt wurden die Nummern aufgerufen von denen, die selektiert worden waren. Ich war nicht dabei. Die Nummern wurden nochmal aufgerufen, ich war wieder nicht dabei. Da sagte ein deutscher Häftling zu mir: Einmal im Leben möchte ich so viel Glück haben wie du. Wieso, fragte ich. Na, du standest auf der Liste, und Dr. Grossmann hat lange mit der SS gesprochen, weil du bald wieder arbeiten kannst. Da wurde ich gestrichen. Ein ganz seltener Fall. Ein paar Tage brachte mich Dr. Grossmann in eine Baracke, wo die SS nicht mehr hineinging, zu den Todeskandidaten. Da hätte ich eine Chance, zu überleben, sagte er. Dort traf ich auf einen Häftling, einen Pfleger. Er stellte sich vor als Heinz Lippmann, „Kommunist aus Berlin“, und fragte mich, wie ich mich am Tag X verhalten würde. Ich antwortete, dass ich bis zum letzten Blutstropfen gegen die SS kämpfen würde. So kam ich zum Widerstand. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Wie sah der Widerstand der Häftlinge aus? </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Im Dezember 1944 erfasste uns eine große Kältewelle. Die Buna-Werke standen still, weil die Leitungen vereist waren. Die Häftlinge sollten zur Enteisung eingesetzt werden. Da trat einer an mich heran, von der Widerstandsorganisation. Ich sollte mithelfen, zu verhindern, dass die Produktion wieder aufgenommen wird. Bald würde ein LKW mit Granulat zur Enteisung kommen, der von den Häftlingen abgeladen werden sollte. Ich holte mir einen weiteren Häftling heran und weihte ihn ein: Ich wollte die Säcke aufschlitzen, damit das Granulat beim Abladen in den Schnee fällt und unbrauchbar wird. Dann kam der LKW in Begleitung von zwei SS-Leuten mit Langwaffen, und es hieß „Zwei Mann auf die Ladefläche!“. Wir mussten uns entscheiden. Wir wussten, dass die SS mit Saboteuren kurzen Prozess machte. Aber ich dachte mir: Hic Rhodus, hic salta! Und schon waren wir auf dem LKW. Dann haben wir mit Nägeln die Säcke zerstört, alle platzten, und die SS schoss nicht. Da war ich neunzehn Jahre alt. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Im Dezember 1944 war die Befreiung schon sehr nah. Waren Sie noch im Lager, als am 27. Januar 1945 die Rote Armee eintraf?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Am 18. Januar 1945 sind wir in Auschwitz losgelaufen, nach Gleiwitz. Das war der erste Todesmarsch. Dieser erste Marsch, 79 Kilometer lang, war gesäumt von Leichen, Erfrorenen, alle in den gestreiften Uniformen. In Gleiwitz sind wir verladen worden, 7.000 Häftlinge, nach Mauthausen. Und diesmal in offenen Kohlenwagen. Mauthausen war überfüllt, wir kamen nach acht Tagen in Sachsenhausen an, bekamen kein Essen, nichts. Wir überlebten durch Schnee. Und dann, beim ersten Zählappell in Sachsenhausen, lebten von den 7.000 noch rund 3.800. Alle anderen waren erfroren, verhungert, gestorben. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Von Auschwitz nach Gleiwitz, dann nach Mauthausen in Österreich, und dann von dort nach Sachsenhausen in Brandenburg. Was hat das für einen Sinn?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wir mussten ja wieder ins KZ! Wo sollten wir denn hin, als Mauthausen überfüllt war? Und während der Fahrt, in der Nähe von Usti, hielt der Zug an. Es wurde eine ganze Reihe Häftlinge auf dem Bahnsteig ausgeladen, die mussten sich hinlegen, und einer hat alle erschossen. Den Namen von dem SS-Mann habe ich, Rapportführer Bernhard Rakers. Ich habe mich nach dem Kriege bei Gericht gemeldet als Zeuge, durfte aber nicht zur Hauptverhandlung in die BRD fahren. Ich wurde in Chemnitz richterlich vernommen, und die Abschrift wurde hingeschickt. Der wurde später auch verurteilt. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Wie lange blieben Sie in Sachsenhausen?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">In Sachsenhausen war ich fünf Tage, dann landete ich in Flossenbürg, im Februar 1945. Tage später waren wir wieder auf Transport. Das war dramatisch, die Amis haben uns mit Tieffliegern angegriffen. Die Lokomotive wurde zusammengeschossen. Wir hatten 133 Tote. Der SS-Mann, der mit in unserem Waggon war, hatte sich währenddessen im Bahnhof verkrochen. Das war ein Verbrecher par excellence. Dessen Hobby war es, nachts sein Bajonett zu ziehen und auf die Häftlinge einzuschlagen. Man kann sich vorstellen, wie die Häftlinge aussahen – den einen fehlte die halbe Nase, anderen ein Ohr, Augen kaputt und so weiter. Und der sprach ganz Sächsisch. Es war zwar verboten, SS-Leute anzusprechen, aber ich wollte es doch machen. Ich habe lange überlegt, dann hab ich Mut gefasst und gesagt: Also, wo sie herkommen, das weiß ich! Natürlich betont sächsisch. Jetzt hätte er schlagen müssen. Hat er aber nicht, sondern sagte: Da bin ich aber mal gespannt! Nun, sie sind aus Weißenfels! Nee, mei Gutster, war die Antwort. Da war alles klar: Ich sagte, sie sind aus Leipzig! Und der sagte: Das stimmt, wieso sprichst du denn so deutsch? Weil ich auch aus Sachsen bin, sagte ich! So ich kam ins Gespräch. Und da hat er nicht mehr geschlagen, vielleicht dachte er, wir wären alle aus Sachsen. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Wie ging es dann weiter?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wir konnten nicht mehr fahren, der Todesmarsch ging zu Fuß weiter. Unser Elendszug kam dann zwischen Cham und Roding an, in einem kleinen Dorf namens Wetterfeld. Dort gelangten wir in eine Scheune, zusammen mit zwei SS-Leuten. Ich dachte, Flugzeuge nähern sich, es waren aber Panzer. Auf einmal hörten wir einen Schrei, da hat die SS Taschentücher an die Gewehre gemacht und einer hat die letzte Ansprache gehalten. „Kameraden! Wir haben die letzten Tage zusammen durchgehalten, da wollen wir doch die letzten Minuten und Stunden auch noch durchhalten!“ Das war unser Signal. Wir sind losgerannt, über die weg, hinein in die vorderste Frontlinie. Die Amis schossen mit Panzern von der einen Seite, die SS von der anderen. Das ganze Dorf brannte, aber wir waren befreit. Das war am 23. April. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Wie gelang es Ihnen, nach Sachsen zurückzukehren?</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wir sind zu dritt in einer kleinen Kate untergekommen, wurden von den Amerikanern versorgt. Vierzehn Tage später liefen wir los, ein Breslauer und ich, Richtung Chemnitz. Vor Wunsiedel trafen wir einen Mann, der führte uns in ein Restaurant. Dort waren wir zwei Wochen lang untergebracht. Ich ging zum dortigen Kommandant, einem Amerikaner, und sagte, dass ich gerne nach Chemnitz wollte. Er fragte in gebrochenem Deutsch: Ihr seid wohl Kommunisten, ihr zwei? Nein, antwortete ich, wir wohnen dort. Abgelehnt! Aber wir bekamen raus, dass jeden Donnerstag ein LKW nach Leipzig fährt. Wir beide stiegen auf, und 15 Kilometer vor Hof hielten uns die Amis an. Your paper, please! Wir hatten natürlich keine Papiere. Am Abend waren dort ungefähr 250 Angehaltene, und da kamen die Amis und brachten uns – wieder ins KZ. In Hof. Früh kam das Kommando: Antreten, Oberkörper frei! Dann sind die Offiziere vorbeigelaufen und suchten SS-Leute. Als der Ami bei uns war, habe ich gesagt: Wir waren <em>prisoners</em>, Gefangene, <em>concentration camp</em> Auschwitz, und wir zeigten unsere Nummern. Das war ihm furchtbar peinlich, und schickte uns sofort nach Hof ins Hauptquartier. Dort bekamen wir einen Ausweis. Zu Essen hatten wir aber immer noch nicht, und gingen zu einer Gaststätte am Markt. Da kamen auch noch andere Häftlinge dazu, und wir bekamen eine Suppe, und dann noch eine. Und da sagt der Breslauer zu mir: „Guck mal da rüber! Der war mit uns in Auschwitz“. Ich sah rüber und schrie: Mein Vater! Der war gerettet, kam aus Dachau. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>War es in der DDR einfacher als heute, sich zu dem Erlebten zu äußern? </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Dort hab ich zum Beispiel nie die Geschichte mit dem Widerstand gebracht. Das lag an der Geschichte mit Heinz Lippmann, der in Ungnade gefallen war <em>(Lippmann war offizieller Stellvertreter Honeckers in der FDJ. Er übersiedelte 1953 mit 300.000 Westmark in die BRD, Anm. d. Red.)</em>. Das war leider so. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>In der DDR war das Judentum, das Jüdisch-Sein auch weniger ein Thema.</strong></p>
<p align="JUSTIFY">Was ich erlebt hatte, konnte nicht von Gott gewollt sein, die fabrikmäßige Tötung von Millionen Menschen, darunter eine Million Kinder. Ich bin damals sofort offiziell ausgetreten und gehöre seitdem keiner Religion an. Obwohl ich oft von Kirchen, auch von der jüdischen Gemeinde eingeladen werde.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Bis heute gehen Sie in die Schulen, halten Vorträge, oft auch mehrmals in der Woche. </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Von ungefähr Anfang Oktober bis Weihnachten waren das allein achtzehn Veranstaltungen. Zu Weihnachten habe ich Briefe bekommen, Anrufe, von völlig Unbekannten. Eine Frau rief an und sagte, dass sie in großer Sorge ist, dass sie Angst hat und sich fragt, wie es in Deutschland weitergeht. </p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Diese Frage beschäftigt uns alle, auch angesichts des aktuellen braunen Terrors. Es ist kaum erträglich, dass es bis heute Menschen gibt, die sich eine Rückkehr des Faschismus wünschen. </strong></p>
<p align="JUSTIFY">Neonazis sind kriminell, sie haben nichts gelernt aus millionenfacher Tötung. Wie sagte der Brecht einmal? „So was hätt einmal fast die Welt regiert / Die Völker wurden seiner Herr, jedoch, / Dass keiner uns zu früh da triumphiert, / Der Schoß ist fruchtbar noch, / Aus dem das kroch.“ Wer da denkt, es kann sich nicht wiederholen, der irrt. Und wenn die Dahingemordeten von Auschwitz noch einmal gemeinsam ihre Stimme erheben würden, es wäre der gewaltigste Schrei, der je die Menschheit erreicht hat, ein Schrei besonders auch an die Jugend: Lasst es nicht zu, dass Völkerhass, Fremdenfeindlichkeit, Rassenhass, Antisemitismus um sich greifen!</p>
<p align="JUSTIFY"><em><br />
Die Fragen stellten Rico Schubert, Peter Giersich und Kevin Reißig.</em></p>
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		<title>Heute Trauerminute für Opfer des Zwickauer Terrortrios/ Opfertochter: Veranstaltung kommt zu spät</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 08:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einer zentralen Gedenkveranstaltung wird heute in Berlin der Opfer des Zwickauer Terrortrios gedacht.  Die Gewerkschaften haben dazu aufgerufen bundesweit 12 Uhr eine Trauerminute einzulegen. Wie die Tochter des mutmaßlichen ersten Terroropfers im hessischen Friedberg gegenüber DeutschlandradioKultur erklärte, kämen die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit zu spät. Offiziell war ihr Vater, ein Blumenhändler, der seine Blumen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer zentralen Gedenkveranstaltung wird heute in Berlin der Opfer des Zwickauer Terrortrios gedacht.  Die Gewerkschaften haben dazu aufgerufen bundesweit<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/erneuter-aufruf-zu-schweigeminute-fuer-nsu-terroropfer-id6390193.html"> 12 Uhr eine Trauerminute</a> einzulegen.</p>
<p>Wie die Tochter des mutmaßlichen ersten Terroropfers im hessischen Friedberg gegenüber DeutschlandradioKultur erklärte, kämen die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit zu spät. Offiziell war ihr Vater, ein Blumenhändler, der seine Blumen aus den Niederlanden holte, über Jahre postum von den Behörden beschuldigt worden ein Drogenkurier gewesen zu sein. Darüber sei die Familie zerbrochen. Die studierte Sozialarbeiterin, die selbstverständlich perfekt Deutsch spricht und in einem hessischen Jugendzentrum arbeitete sitzt auf gepackten Koffern und wird in die Türkei ziehen.  &#8220;Ich denke, die wollen uns hier nicht mehr&#8221;, sagt sie dem Sender.</p>
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		<title>Aktionen und weiße Rosen am 13. und 18. Februar in Dresden</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 13:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 13. Februar, dem Tag des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens, finden in der Stadt wieder zahlreiche Aktionen statt.  Ab 15 Uhr wird es eine Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof geben. In der Stadt werden im Vorfeld  weiße Rosen verkauft für zwei Euro pro Stück &#8211; ein Teil des Erlöses (75 Cent) geht an die Stiftung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. Februar, dem Tag des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens, finden in der Stadt wieder zahlreiche Aktionen statt.  Ab 15 Uhr wird es eine Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof geben. In der Stadt werden im Vorfeld  weiße Rosen verkauft für zwei Euro pro Stück &#8211; ein Teil des Erlöses (75 Cent) geht an die Stiftung Toleranz. Ab 17 Uhr wird unter dem Motto &#8220;Mit Mut, Respekt und Toleranz &#8211; Dresden bekennt Farbe&#8221; eine Menschenkette ums Rathaus gebildet.  20.30 Uhr gibt es mit Friedrich Schorlemmer einen Friedengottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche.</p>
<p>Über die Aktionen von &#8220;Dresden nazifrei&#8221; kann man sich auf der Homepage <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/">www.dresden-nazifrei.com</a> informieren.</p>
<p>Für den 18. Februar lädt die AG 13. Februar zu einer Demonstration mit muikalischer Unterstützung durch Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) und die Dresdner Band FunkoMando auf den Schlossplatz ein. Vor vielen Kirchen wird es Mahnwachen geben.</p>
<p>Am 13. Februar jährt sich zum 67. Mal der Tag, an dem Dresden durch anglo-amerikanischen Bombenangriffe zerstört wurde.  Es wurden ca. 20.000 Menschen getötet.</p>
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		<title>Volker Braun ruft zum zivilen Ungehorsam am 18. Februar 2012 in Dresden auf</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bügerpflicht ist wichtiger als irgendwelche Polizeiansagen, sagte der Dresdner Kunstpreisträger und Schriftsteller Volker Braun unter Beifall bei einer Lesung vor den Dresdnerinnen und Dresdern in der Hauptbibliothek im Dresdner World Trade Center.  Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Stadtführung sich in diesem Jahr geschickter anstellen würde als im letzten.  Wenn es aber notwendig sei, dann habe nicht nur Thierse als Bundestagspräsident das Recht sich zur &#8220;justiziablen Barrikade&#8221; zu begeben sondern auch jede Dresdnerin und jeder Dresdner habe das Recht und die Pflicht seinem Gewissen zu folgen.  Man muss wissen, wann den Anordnungen der Polizei folge zu leisten ist und wann nicht, sagte der prominente Autor sinngemäß bei der Vorstellung seiner neuen Buches &#8220;Die hellen Haufen&#8221;.  In diesem bei Suhrkamp erschienen Buch vermischt der Autor den Bauernkrieg unter Thomas Münzer mit einem fiktiven Volksaufstand vom Mansfelder Land ausgehend vor dem Hintergrund des tatsächlich stattgefundenen Protestes und Hungerstreiks der Bergleute nach der Wende. Im DeutschlandradioKultur gab es dazu <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1582060/">eine interessante Buchkritik</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die bemerkenswerten Äußerungen Volker Brauns im Zusammenhang mit dem Widerstand der Dresdner gegen den rechten Aufmarsch am 18. Februar  sind im Internet nachzuhören auf einem youtube-Video, das bei der Dresdner Lesung entstanden ist: &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=66t8qAIOwwA&amp;list=UUhWPc0WXENUVbzqfuQ7JWmQ&amp;index=1&amp;feature=plcp">Volker Braun ruft zur Barrikade am 18. Februar</a>&#8220;</p>
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		<title>Ungehorsam-Kongress in Dresden am 28. und 29. Januar &#8211; Anmeldungen ab sofort!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 11:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Brav und obrigkeitshörig war gestern. Seit dem arabischen Frühling erwacht auch Europa. Echte Demokratie Jetzt und die Occupy-Bewegung sind weltweit vernetzt. Den Ungehorsam lernen kann man auf einem Kongress der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert wird an der TU Dresden am 28. und 29. Januar.  Es gibt Vorträge und Workshops.  Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brav und obrigkeitshörig war gestern. Seit dem arabischen Frühling erwacht auch Europa. Echte Demokratie Jetzt und die Occupy-Bewegung sind weltweit vernetzt. Den Ungehorsam lernen kann man auf einem Kongress der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert wird an der TU Dresden am 28. und 29. Januar.  Es gibt Vorträge und Workshops.  <a href="http://www.ungehorsam-kongress.de/ungehorsam-disobedience-einladung-zum-kongress">Anmeldungen</a> sind ab sofort möglich. Die Veranstaltung nimmt bezug auf die Besetzung des Tahir-Platzes in Kairo vor einem Jahr einerseits und beschäftigt sich mit dem kommenden Februar in Dresden und Blockaden rechter Aufmärsche andererseits. Aktueller und näher am Puls der Zeit kann ein Kongress nicht sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltung beginnt am Sonnabend 10.30 Uhr mit einer Podiumsdiskussion unter dem Motto: &#8220;Breaking the Rules &#8211; Erfahrungen aus Ägypten, Chile und Europa.&#8221;</p>
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		<title>Positive Grundstimmung</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 12:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Rico Gebhardt]]></category>
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		<description><![CDATA[Es lässt sich wohl als erfolgreich bewerten: Der 6. Landesparteitag der sächsischen LINKEN, der vom 5. zum 6. November in Bautzen stattfand. „Es sind die Verhältnisse, die wir ändern müssen!” &#8211; Unter diesem Motto versammelten sich die knapp 200 Delegierten und stimmten mit dem Fahrplan 2013-2014 “für eine radikal linke Realpolitik”. Der Landesparteitag hat somit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es lässt sich wohl als erfolgreich bewerten: Der 6. Landesparteitag der sächsischen LINKEN, der vom 5. zum 6. November in Bautzen stattfand. „Es sind die Verhältnisse, die wir ändern müssen!” &#8211; Unter diesem Motto versammelten sich die knapp 200 Delegierten und stimmten mit dem Fahrplan 2013-2014 “für eine radikal linke Realpolitik”. Der Landesparteitag hat somit seine Aufgaben erfüllt: Ein neuer Landesvorstand und weitere Gremien wurden gewählt, der Fahrplan 2013/2014 beschlossen und der Startschuss für die Diskussion der Sozialpolitischen Leitlinien gegeben. „Es war eine klare positive Grundstimmung zu spüren, die fast bis zum Ende des Parteitages angehalten hat“, so beschrieb der neue und alte Landesvorsitzende Rico Gebhardt seinen Eindruck auf der konstituierenden Sitzung des Landesvorstandes. Und auch mit der medialen Berichterstattung konnte man zufrieden sein, was nicht unbedingt zu erwarten war, hatte doch die Noch-Regierungspartei FDP am gleichen Wochenende zu ihrem Landesparteitag nach Oschatz geladen.<span id="more-3574"></span></p>
<p>Nach dem Erfurter Bundesparteitag sollte es in Bautzen um die Wahljahre 2013/14 gehen. Denn nur solange hat man Zeit, die Mehrheiten zu organiseren und zu finden, die einen sozial-ökologischen Umbau in Sachsen möglich machen. Die sächsische LINKE stehe daher für eine „radikale und linke Realpolitik“, erklärte Rico Gebhardt, und wolle die Möglichkeiten der Kooperation mit SPD und Grünen ausloten: Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Parteien müssten stärker herausgearbeitet und öffentlich gemacht werden, wenn Rot-Rot-Grün bis zum Wahljahr 2014 mehr als nur eine arithmetische Variante werden solle. Mit der &#8220;radikal linken Realpolitik&#8221; sollen daher die Weichen für eine Ablösung der seit 1990 regierenden CDU und für eine mögliche rot-rot-grüne Koalition im Wahljahr 2014 gestellt werden.</p>
<p>Um das zu erreichen, braucht es nicht nur einen kritischen Rückblick, der auf dem Parteitag von Landes- und Bundesebene geboten wurde -  es sprachen neben Rico Gebhardt auch Gesine Lötzsch, Dietmar Bartsch und André Hahn viele andere. Der Leitantrag beinhaltet den Fahrplan, wie die sächsische LINKE in die Wahljahre 2013/14 gehen will. Als Arbeitsprogramm behandelt  er Fragen der Personalentwicklung, der Wahlvorbereitung und der Evaluation und Verbesserung der politisch-organisatorischen Arbeit  aber auch – wohl am wichtigsten &#8211; die politisch-thematische Arbeit genau wie Wahlkampfstrukturen, Schulungsprogramme, Kandidatengewinnung oder die Vorbereitung einer Wahlkampfstrategie.</p>
<p>Nachdem im letzten Jahr die energiepolitischen Ziele diskutiert wurden, standen in Bautzen sozialpolitische Leitlinien im Mittelpunkt. Diese Leitlinien sollen demnächst in einer breiten Debatte on und offline diskutiert werden. Unter anderem dazu will DIE LINKE in einen „Dialog für Sachsen“ eintreten.</p>
<p>Der Fahrplan ist zusammen mit den Sozialpolitischen Leitlinien (zu finden in dieser Zeitung) den zu erarbeiteten Kommunalpolitischen Leitlinien, den bereits vorliegenden Ökologischen Leitlinien und den Kulturpolitischen Leitlinien Baustein des für die Wahlen den Bürgerinnen und Bürgern vorzuleghenden alternativen Landesentwicklungs- und Wirtschaftskonzeptes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Neuwahl des Landesvorstandes wurde Rico Gebhardt mit deutlicher Mehrheit im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Er erhielt 128 von 162 abgegebenen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 79 Prozent. Ihm zur Seite steht weiterhin Cornelia Falken als Stellvertreterin. Neu gewählt zum stellvertretenden Landesvorsitzenden wurde Stefan Hartmann. Als Landesgeschäftsführerin wurde Antje Feiks, als Landesschatzmeister Heinz Pingel bestätigt. Neue Gleichstellungspolitische Sprecherin wurde Claudia Jobst aus dem Kreis Meißen, Tilman Loos aus Leipzig wurde auf Vorschlag des Landesjugendtages zum Jugendpolitischen Sprecher gewählt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle Ergebnisse und Beschlüsse unter www.dielinke-sachsen.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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