Category: Jubiläum

Ein aufregendes Wochenende in Berlin

Vor wenigen Wochen bekam ich einen Anruf von meinem Kreisverband (Zwickau). Unsere Geschäftsführerin Gudrun fragte mich, ob ich Lust und Zeit hätte, mit einem weiteren Delegierten des Landesverbandes Sachsen nach Berlin zum Neumitgliedertreffen zu fahren. Ich fühlte mich „geehrt“ und sagte natürlich zu. Voller Euphorie und freudiger Erwartung packte ich also „meine sieben Sachen“ und



10 Jahre DIE LINKE: Zeit, nach vorn zu schauen!

von Katja Kipping Es hatte viele Ursachen, dass vor zehn Jahren die Neugründung einer Partei gelang. Frauen und Männer bei WASG und PDS brachten den Mut für einen Neuanfang auf. Lothar Bisky entschied sich, für einen neuen Parteinamen zu werben. Die WASGler entschlossen sich, zu den Bundestagswahlen zunächst auf den offenen Listen der Linkspartei.PDS zu




Unbestechlich kreativ

von Jens-Paul Wollenberg Am 15. März wurde Ry Cooder 70 Jahre alt. Doch wenn man ihn live erlebt, will man das einfach nicht glauben. Er strahlt noch immer eine unbändige Kraft aus. Schon am Anfang der 1970er Jahre überzeugte er mit ersten Langspielplatten die Musikwelt. Er entdeckte Liedgut von Woodie Guthrie, Lead Belly, Sleepy John




Bundeskongress Nr. 10 – und noch immer entschieden Links!

von Daniel Peisker Die älteren Semester kratzten sich ungläubig an den Köpfen: „Was? 10 Jahre soll das schon her sein?“ Ja, richtig gehört. Auch die linksjugend [’solid] feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Den Aussagen vieler Gründungszeitzeug_innen zufolge hätten damals nur die wenigsten gedacht, dass es dazu kommen würde. Unüberwindbar schienen die politischen Differenzen, zu unterschiedlich die




„… so hette ich das maul gehalten“

von Wulf Skaun Jour fixe diskutierte Lebens- und Wirkungsgeschichte Martin Luthers Man müsse einen Arsch in der Hose haben, hieß einer von Martin Luthers derb-deftigen Sinnsprüchen. Er selbst hielt sich daran, bot sogar Papst und Kaiser die Stirn. Seine gesellschaftlichen und theologischen Leistungen, im Reformationswerk manifestiert, machten ihn zu einem Geistesriesen, dem höchste Bewunderung zufloss.




Vor 110 Jahren geboren: Maria Fensky

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 15. Juni 1907 in Wühlrath, trat Maria Fensky gegen den Willen ihrer Familie 1926 in den Kommunistischen Jugendverband ein. Mit 21 Jahren zog sie nach Düsseldorf und verdiente ihren Lebensunterhalt in einer Metallfabrik. Sie wurde Mitglied der »Roten Hetzer«, einer Agitprop-Gruppe der KPD, der sie 1929 beitrat. Im




Durchblicken mit Marx

von Katja Kipping Die aktuellen Krisen zeigen: Es muss sich Grundlegendes ändern. Nur was? Darauf gibt „Das Kapital“ Antworten, heute wieder mehr denn je. Auch geniale Analytiker können mal zu Fehlschlüssen kommen. Im Nachhinein ist es ein Leichtes, es besser zu wissen. Um es mit den Worten von Wolfgang Fritz Haug zu sagen: Auf den




Ein Weltbestseller wird gedruckt

Vor 150 Jahren wurde erschien erstmals der erste Band von Karl Marx‘ „Das Kapital“ in gedruckter Fassung. Es ist zweifelsohne das Hauptwerk im Schaffen von Marx und fasst nach Jahrzehnten ökonomischer Studien, akribischer Studien und diversen Vorarbeiten dessen Analyse und Kritik der kapitalistischen Gesellschaft zusammen. Kaum ein Werk dürfte so weitreichende Wirkungen in der Arbeiterbewegung




Folksänger und Menschenrechtler – Harry Belafonte zum Neunzigsten

von Jens-Paul Wollenberg Harry Belafonte wurde am 1. März 1927 in New York geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er jedoch in Jamaika, wo er unweigerlich mit den temperamentvollen Rhythmen der Calypso-Musik konfrontiert wurde. Sie erklang überall, landauf, landab, auf den Marktplätzen, in den Gassen der Städte, in den Caféhäusern, und löste bei ihm eine




Rückschau zum 100. Jahrestag der Februarrevolution 1917 in Russland

von Wladislaw Hedeler Die Ausgangssituation der linken bzw. linksorientierten Gruppierungen nach der Februarrevolution 1917 in Russland war weitgehend identisch (1). Ihre führenden Funktionäre, die in der Regel im Exil lebten, drängten, von der Nachricht über die Revolution überrascht, nach Russland. Kriegsbedingt war die Verbindung zusammengebrochen. „Nach Rußland sind sämtliche Verbindungen abgerissen“, schrieb Leo Martow am