Category: Jubiläum

Den AMIGA-Mythos in Bernburg (Saale) erleben

„70 Jahre AMIGA – Mythos und Kult des ersten deutschen Schallplattenlabels“, so ist eine Sonderschau zum Jubiläum überschrieben. Weder zum 50. noch zum 60. Jubiläum hat es eine derartige Präsentation gegeben. „Es hat einfach keiner dran gedacht“, sagt Torsten Sielmon, der die Idee zur Ausstellung hatte und Wege fand, sie umzusetzen. Er war ist ein




Wenzel zwischen zwei CDs im Dresdner Schauspielhaus

von Ralf Richter In diesem Jahr ist Hans Eckhard Wenzel 60 geworden – man glaubt es kaum. Da sah man ihn doch vor scheinbar gar nicht so langer Zeit noch im Heimatmuseum in Riesa mit seinem Kumpel Mensching um die PIKO-Eisenbahn kämpfen („Das ist meine PIKO-Eisenbahn – mit der darf ich ganz alleine spielen!“) und




Vor 75 Jahren ermordet: GEORG LECHLEITER

von Prof. Dr. Kurt Schneider Eine der stärksten Gruppen des deutschen Widerstandes gegen die faschistische Gewaltherrschaft war die in Mannheim von Georg Lechleiter gemeinsam mit Rudolf Langendorf und Jacob Faulhaber geleitete illegale Organisation. Am 14. April 1885 in Appenweiler/Baden geboren, trat Georg Lechleiter, als Schriftsetzer in der Schweiz lebend, der Schweizer Sozialdemokratischen Partei bei. Ende




Erstaunliches über den Produktionsprozess des „Kapital“

Der erste Band von Marx’ ökonomischem Hauptwerk trägt bekanntlich den Untertitel „Der Produktionsprozess des Kapital“. Erstaunlicherweise ist der unmittelbare Produktionsprozess des in Hamburg verlegten „Kapital“ selbst bislang kaum untersucht worden. Der 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung reizte den Hamburger Autor Jürgen Bönig, dieses Thema nicht nur aus lokalpatriotischen Motiven akribisch zu untersuchen. Dabei gelangte der Fachmann




Vor 150 Jahren wurde Marx‘ „Kapital Band I“ in Leipzig gedruckt

Ein Kolloquium der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen am 6. Mai 2017 von Jürgen Leibiger Vor 150 Jahren ließ Karl Marx‘ Hamburger Verleger Otto Meissner den ersten Band des „Kapital“ in der Druckerei Wigand in Leipzig drucken. Das Kolloquium aus Anlass dieses Jahrestags widmete sich der Frage, welche Bedeutung dieses Werk für die sozialen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert




Ein aufregendes Wochenende in Berlin

Vor wenigen Wochen bekam ich einen Anruf von meinem Kreisverband (Zwickau). Unsere Geschäftsführerin Gudrun fragte mich, ob ich Lust und Zeit hätte, mit einem weiteren Delegierten des Landesverbandes Sachsen nach Berlin zum Neumitgliedertreffen zu fahren. Ich fühlte mich „geehrt“ und sagte natürlich zu. Voller Euphorie und freudiger Erwartung packte ich also „meine sieben Sachen“ und



10 Jahre DIE LINKE: Zeit, nach vorn zu schauen!

von Katja Kipping Es hatte viele Ursachen, dass vor zehn Jahren die Neugründung einer Partei gelang. Frauen und Männer bei WASG und PDS brachten den Mut für einen Neuanfang auf. Lothar Bisky entschied sich, für einen neuen Parteinamen zu werben. Die WASGler entschlossen sich, zu den Bundestagswahlen zunächst auf den offenen Listen der Linkspartei.PDS zu




Unbestechlich kreativ

von Jens-Paul Wollenberg Am 15. März wurde Ry Cooder 70 Jahre alt. Doch wenn man ihn live erlebt, will man das einfach nicht glauben. Er strahlt noch immer eine unbändige Kraft aus. Schon am Anfang der 1970er Jahre überzeugte er mit ersten Langspielplatten die Musikwelt. Er entdeckte Liedgut von Woodie Guthrie, Lead Belly, Sleepy John




Bundeskongress Nr. 10 – und noch immer entschieden Links!

von Daniel Peisker Die älteren Semester kratzten sich ungläubig an den Köpfen: „Was? 10 Jahre soll das schon her sein?“ Ja, richtig gehört. Auch die linksjugend [’solid] feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Den Aussagen vieler Gründungszeitzeug_innen zufolge hätten damals nur die wenigsten gedacht, dass es dazu kommen würde. Unüberwindbar schienen die politischen Differenzen, zu unterschiedlich die




„… so hette ich das maul gehalten“

von Wulf Skaun Jour fixe diskutierte Lebens- und Wirkungsgeschichte Martin Luthers Man müsse einen Arsch in der Hose haben, hieß einer von Martin Luthers derb-deftigen Sinnsprüchen. Er selbst hielt sich daran, bot sogar Papst und Kaiser die Stirn. Seine gesellschaftlichen und theologischen Leistungen, im Reformationswerk manifestiert, machten ihn zu einem Geistesriesen, dem höchste Bewunderung zufloss.