Category: Termine

Von Krisen in Natur und Gesellschaft

Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerung thematisiert globale Umweltzerstörung und Marx-Jubiläum. Von Wulf Skaun Mit einem Nachruf auf den bekennenden Marxisten Elmar Altvater eröffnet die Juni-Ausgabe der Vierteljahresschrift Marxistische Erneuerung (Z 114) ihr wiederum breit gefächertes Rezeptionsangebot. Der Zufall will es, dass eines der politikwissenschaftlichen Kernthemen des Vorreiters ökomarxistischen Denkens den inhaltlichen Schwerpunkt des Heftes




Zurück zu den Wurzeln!

Zum 20. Todestag von Gerhard Gundermann. Von Heinrich Ruynat Sieben Tage vor dem 21. Juni 1998 zog der Dichtersänger beim Konzert im Kraus noch einmal Bilanz, ahnungslos, was ihm bevorstand. Doch unbedingt wissend, worauf es zukünftig ankommen würde, zum Beispiel: „Auch im Leben eines Mannes gibt es eine Art Sommersonnenwende. Es ist sein 42. Geburtstag.




Überall Concert, Publicum, Komponisten, Dirigenten und Klavierfabriken

Jour fixe geht mit Hohelied auf Leipzigs Musikleben im 19. Jahrhundert in die Sommerpause. Von Wulf Skaun Roter Oktober und rote Epoche, Krieg und Frieden, Götterdämmerung alter und Geburt neuer Weltmächte: Polittheoretische Sujets wie diese hatten die Agenda der bisherigen Jour fixe-Runden 2018 bestimmt. So gönnte sich der 35. unkonventionelle Gesprächskreis im Juni ein eher




„Angetreten, die Welt zu verbessern“

Wie Jour-fixe-Teilnehmer die 68er Bewegung erlebt haben. Von Wulf Skaun Aufrührerische Studentendemos. Ho, Ho, Ho Chi Minh-Sprechchöre. Polizei und Wasserwerfer. Flower-Power der Hippies: „Make love, not war!“ Nackte Ärsche der Kommune 1. Des niedergeschossenen Rudi Dutschkes Fahrrad. Beate Klarsfelds Kanzler-Ohrfeige. Bilder wie diese entschlüsseln eine Chiffre: 1968. Peter Porsch ruft sie auf, die jener Bewegung




Schwach

Ralf Richter über die Rassismus-Ausstellung im Dresdner Hygienemuseum Rassismus – die Erfindung von Menschenrassen. Unter diesem Titel ist bis Anfang Januar 2019 eine Ausstellung im Dresdner Hygienemuseum zu sehen. In vier Abteilungen werden im Wesentlichen folgende Fragen behandelt: Wie unterschiedlich sind wir? Wo sehen wir „Rassen“? Wer sind wir bzw. die anderen? Und letztlich: Wie




Karl Marx, sein 200. Geburtstag und wie ich ihn erleben durfte

Von Kathleen Noack 5. Mai 2018. Chemnitz, ehemals Karl-Marx-Stadt. Der deutsche Philosoph Karl Marx ist in aller Munde. Nicht nur heute, ganz im Gegenteil, aber heute besonders. Wir feiern seinen 200. Geburtstag, direkt am Karl-Marx-Monument in der Brückenstraße, dem „Nischel“. Ganz früh schon, gegen sieben, sind fleißige Helfer am Werk. Karl bekommt sein erstes Geburtstagsgeschenk,




Fluchtpunkt Lissabon

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Am 10. Mai 1940 überschritt die deutsche Wehrmacht die Westgrenze Deutschlands. Sie besetzte in kurzer Zeit Belgien, Luxemburg, die Niederlande und Nordfrankreich. Ein gewaltiger Strom von Flüchtlingen brach auf in Richtung Südwesten, um den Kampfhandlungen und Verfolgungen zu entkommen. Vor allem Juden sahen die Gefahr, in der sie sich befanden,




Herausragender Lied-Poet von internationalem Format

Jens-Paul Wollenberg über deutschen Folk, das Plattdeutsche und den Niederländer Helmut Debus Es war die Zeit der Rückbesinnung auf eigene Identität in Sachen Volksmusik, die Geburtsstunde des deutschen Folk-Revivals, Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger. Bis dahin gab es zwar auch schon Folkmusik, aber mehr oder weniger wurde irische, schottische oder amerikanische Folkmusik nachgespielt




„Die Farbe Rot“ ? nur eine verfehlte Metapher?

Streitbare Debatte bei Jour fixe über Gerd Koenens Geschichte des Weltkommunismus. Von Wulf Skaun Gerd Koenens „Farbe Rot“ ist zweifellos eine brillante Erzählung über ein vielgesichtiges gesellschaftliches Phänomen: die kommunistische Weltbewegung. Das dickleibige Buch des Historikers und Publizisten ist zugleich eine opulente Bildungsreise durch Jahrtausende menschheitlicher Kulturgeschichte. Für den Autor eine unabdingbare Konsequenz ganzheitlicher Geschichtsschreibung,




Von Sachsen in finnischen Wäldern bis zur ersten Arabischen Republik

Ralf Richter mit Randentdeckungen auf der Leipziger Buchmesse Ein Dichterstreit hat in diesem Jahr noch vor der Buchmesse die Literaturfreunde aufgeschreckt. Wenn das nicht für Sachsen und seine Landeshauptstadt spricht: Eintausend Menschen kommen, um einem Dichterstreit zu lauschen, dem zwischen Durs Grünbein und Uwe Tellkamp – am Ende steht ein Verlierer fest: Es ist weder