Category: Nachruf

Vor 110 Jahren geboren: Maria Fensky

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 15. Juni 1907 in Wühlrath, trat Maria Fensky gegen den Willen ihrer Familie 1926 in den Kommunistischen Jugendverband ein. Mit 21 Jahren zog sie nach Düsseldorf und verdiente ihren Lebensunterhalt in einer Metallfabrik. Sie wurde Mitglied der »Roten Hetzer«, einer Agitprop-Gruppe der KPD, der sie 1929 beitrat. Im




Chuck Berry – Rock’n’Roll will never die

von Jens-Paul Wollenberg Er befreite die E-Gitarre vom Ruf eines Begleitinstruments und revolutionierte ihre Bedeutung in der Rockmusik, indem er die bis dahin übliche Trennung zwischen Melodie- und Rhythmusfunktion überwand und so eine völlig neue Spielweise ermöglichte. Gesang und Gitarrenriffs ergänzten einander und boten freieren Raum auf dem rhythmischen Fundament von Bass und Schlagzeug. Ein




In memoriam Dr. Dietmar Pellmann (1950-2017)

von Rico Gebhardt Unser langjähriger politischer Weggefährte Dr. Dietmar Pellmann ist im Alter von 66 Jahren überraschend verstorben. Noch beim Parteitag in Glauchau hatte er sich aktiv für die sächsische LINKE engagiert und den Stadtverband Leipzig vertreten. Umso tiefer ist unsere Bestürzung, nachdem er mitten aus dem Leben gerissen worden ist. Wir sind von tiefer




„Du hattest so gar nichts von einer ,großen Wissenschaftlerin‘ an Dir und bist es doch gewesen“

von M. N. Mit einer anrührenden Hommage würdigten Stiftungsvorstand Peter Porsch, Freunde und Schüler am 1. April Werk und Wirken der am 9. Februar verstorbenen Leipziger Historikerin und aufrechten Sozialistin Jutta Seidel. Als gelernte Stenotypistin, Tochter eines Zimmermanns und einer Buchbindereiarbeiterin aus dem Leipziger Osten, gehörte sie zu jener legendären ABF-Absolventen-Generation, die ihre akademischen Sporen




„Am Anfang war der Tango“

von Jens-Paul Wollenberg So beginnt der Leipziger Sänger Peter Wassiljewski über die Gründung und Entwicklung seines „Leschenko-Orchesters“ zu erzählen. Es war seine Lebensgefährtin, die zufällig auf einen Zeitungsartikel über den sowjetischen Chansonnier Pjotr Leschenko stieß. Leschenko wurde als König des russischen Tango bezeichnet. Als sich das Paar eine CD mit authentischen Aufnahmen aus den 30er




Genosse Sokrates und Don Manfredo

Schüler und Mitstreiter erinnern an zwei große Leipziger Gelehrte von Wolf Skaun An der Wiege ist ihnen eine akademische Karriere nicht gesungen worden. Der eine, Jahrgang 1929, kommt als Sohn eines Zimmerers über die Lehre als Verwaltungsangestellter und die Vorstudienanstalt ABF in die Gelehrtenwelt. Der andere, ein Jahr jünger, Sprössling eines Hilfsmaschinisten, erlernt das Schuhmacherhandwerk,




Vor 50 Jahren verstorben: Walter Fisch

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 16. Februar 1910 in Heidelberg, war das Leben von Walter Fisch eng mit der Entwicklung der KPD verbunden. 17-jährig wurde er Mitglied der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) und danach des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland (KJVD,). 1930 trat er in KPD ein. 1931 wurde er politischer Mitarbeiter und Ende 1932




Seine letzte Reise

Worin liegt das Geheimnis, ein gutes Gedicht mit passender Musik zu vereinen? von Jens-Paul Wollenberg In memoriam Leonard Cohen: 21. September 1934 – 7. November 2016 Zugegeben, nicht jedem Songwriter gelingt dieser Spagat so exzellent, wie es Leonard Cohen mit seinen Songs vermochte. Es gab für ihn keine Spaltung zwischen Text und Komposition. Schon während




Merkwürdige Nachrufe auf Manfred Krug

von Ralf Richter Im Deutschlandradio Kultur erklärte ein junger Moderator, womit Manfred Krug seinen großen Durchbruch als Schauspieler in der DDR gehabt habe: mit dem Film „Spur der Steine“. Der MDR bezeichnet „Spur der Steine“ als bedeutendsten Manfred-Krug-Film in der DDR. Was? „Spur der Steine“ kannte man in der DDR praktisch nicht. Der Film lief




Vor 135 Jahren geboren: Arthur Lieberasch

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 20. Oktober 1881 in Döbeln als drittes der zehn Kinder eines Zigarrenmachers, und von Beruf Werkzeugschlosser, trat Arthur Lieberasch 1900 dem Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) und 1905 der SPD bei. Als DMV-Vertrauensmann und Mitglied von Arbeiterausschüssen wurde er wiederholt gemaßregelt. Aus Protest gegen die von der SPD betriebenen „Burgfriedenspolitik“