Category: Soziales

Blockierte Menschlichkeit

Das EU-Parlament arbeitet daran, die Dublin-Regeln zu verbessern. Nicht nur Cornelia Ernst setzt auf innereuropäische Solidarität. Vor 27 Jahren unterzeichneten zwölf EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, einen völkerrechtlichen Vertrag. Der sollte regeln, welcher EU-Staat in welchem Fall für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist. Benannt wurde das Übereinkommen nach dem Ort seiner Unterzeichnung, Dublin. Die vereinbarten Regelungen




Zum 100. Jahrestag an der Newa

Von Reinhold Gläß Es war ein seit langem gehegter Wunsch, den 100. Jahrestag der (früher so genannten) „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ in der Stadt zu verbringen, die am unmittelbarsten mit diesem Ereignis verbunden ist. Weil wir beide die Stadt aus touristischer Sicht schon mehr oder weniger gut kannten, machten wir uns erst am 5. November auf




Warum rechts? Der Versuch einer Erklärung

Von Juliane Esser Wieso sympathisieren immer mehr Menschen mit Rechtspopulist*innen? Warum gewinnen Parteien wie die AfD und Bewegungen wie Pegida immer mehr Menschen, wo doch die rechtsextreme NPD nie eine solche Massenmobilisierung erreichte? Diesen Fragen nahm sich der Politikwissenschaftler und Psychologe Prof. Thomas Kliche von der Hochschule Magdeburg-Stendal auf der vierten fds-Akademie in der Leipziger




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




100 Jahre Oktoberrevolution – Last und Chancen für Linke

von Volker Külow Am 7. November jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Wie immer über dieses Ereignis beurteilt wird: Es bildet eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Erstmals wurde der Versuch unternommen, aus dem imperialistischen Weltsystem auszubrechen. Er sollte das Ende von Profitmacherei und Krieg bringen. Zunächst in Russland, dann in der




Warum wir eine feministische Mobilisierung brauchen!

von Malin Björk Ich bin mir sicher, dass einige von Ihnen die #metoo-Kampagne verpasst haben. Sie hat das Ausmaß der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs deutlich gemacht, der Frauen auf der ganzen Welt, in allen Klassen, zu Hause, bei der Arbeit und in der Öffentlichkeit täglich ausgesetzt sind. Obwohl die schrecklichen Statistiken zu Gewalt und




1,5 Millionen Überstunden

Der Personalmangel in der Pflege gefährdet Menschenleben, warnt Susanne Schaper Die demografische Entwicklung spiegelt sich in der Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen. 2016 wurden über eine Million Patientinnen und Patienten in den 78 sächsischen Krankenhäusern behandelt. Die Aufwüchse beim Personal dagegen halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Das belegen die 1,5 Millionen Überstunden, welche die Pflegekräfte




Mehr Gerechtigkeit für alleinerziehende Familien?

In diesem Jahr sind rückwirkend zum 1. Juli neue Regelungen im Unterhaltsgesetz in Kraft getreten: Zahlen Ex-Partner keinen Unterhalt für Kinder, werden die Leistungen durch die Kommunen übernommen. Doch das Gesetz hat Lücken. Von Pia Barkow In Familien, in denen beide Eltern mit den Kindern in einem Haushalt leben, kommen sie gemeinsam für die Fürsorge




Kälte und Krankheit in Fushe Kosove: Abgeschobene Roma in Not

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen verleiht ab sofort jährlich den „Christel-Hartinger-Preis für Zivilcourage und beherztes Engagement.“ Der Preis kommt Gruppen und Einzelpersonen projektbezogen zugute, die im Geiste eines aktiven solidarischen Humanismus vor Ort mit hohem persönlichem Einsatz und Mut Menschen unterstützen, die in Not sind und unter Diskriminierungen zu leiden haben. Erster Preisträger ist Richard Gauch vom




Der Ungeist der Evaluierung

Leipziger Dingsda-Verlag bringt die konfliktreiche Geschichte der Familie von Sarah und Rainer Kirsch heraus. Von Rudolf Scholz Es ist keine Seltenheit, dass Verleger zu Autoren ihres eigenen Verlages werden. Das trifft auch auf den Leipziger Verleger Joachim Jahns zu, der sich mit dem Dingsda-Verlag für ostdeutsche Literatur engagiert. Welche Risiken sich damit verbanden, zeigte sich