Category: Rezension

Silly auf „Wutfänger-Tour“

von René Lindenau Im Rahmen ihrer „Wutfänger“-Tour machte die Rockgruppe Silly auch Station in der Lausitzmetropole Cottbus. Dank eines Tickets konnte ich in der hiesigen Stadthalle als Tour-Gast einchecken. Es war ein in vielerlei Hinsicht tolles Erlebnis! Altersbedingt krochen mal mehr, mal weniger Erinnerungen hoch, suchten ihren Ausgang und fanden ihn in Emotionen. So ging




„Volkes Lied und Vater Staat“

Das erste allumfassende Buch über die DDR-Folkszene von Jens-Paul Wollenberg Wie groß war die Freude, als ich von einer guten Bekannten des Musikjournalisten Wolfgang Leyn erfuhr, dass seine Publikation über die DDR-Folkbewegung von 1976-1990 erscheinen sollte! Mir war schon damals klar, dass gerade dieser Autor kompetent genug schien, sich mit jener beinah in Vergessenheit geratenen




Zeithains Gefängnisdirektor erzählt

Thomas Galli regt zum Nachdenken über die Institution Gefängnis an – das passt nicht allen von Ralf Richter Der Ort Zeithain bei Riesa war in der DDR für sein Rohrwerk III bekannt, in dem die einzigen „nahtlosen Rohre“ hergestellt wurden – mit dem Markenzeichen „Made in GDR“. Bald gab es dann dort auch ein Gefängnis




Statt sozialem Klassenkampf tobt der nationale Existenzkampf

von Andreas Haupt Selten in der Geschichte der Europäischen Union haben die Mitgliedsstaaten ihre Ressentiments offener gezeigt, als dies derzeit im Wettstreit um Staatsfinanzierung, Flüchtlingsquoten und Wirtschaftswachstum geschieht. Und seltener hat der nationale Konkurrenzkampf das fehlende emanzipatorische Potenzial Europas so offengelegt. Dabei war die Emanzipation das Ideal, der Gründungsmythos der EU – ist die Geschichte




Die Arbeit fängt gerade von vorne an

Zum 100. Jahrestag: Eine kritische Neuausgabe von Lenins Imperialismusstudie von Daniel Sieben Während Hugo Ball und seine Freunde im Zürcher „Cabaret Voltaire“ im Februar 1916 den Dadaismus aus der Taufe hoben, formulierte ein russischer Emigrant im Nebenhaus eines seiner wirkungsmächtigsten Werke. In den ersten Monaten des dritten Kriegsjahres brachte W. I. Lenin in einem spartanisch




„Faschismus-Diagnosen“ – ein Buch als Denkhilfe

von Jonny Michel Wer sich mit der Entstehung des historischen Faschismus, dessen Entwicklung und den Umständen, die dazu führten, befasst, der kommt nicht am international renommierten Historiker Kurt Pätzold vorbei. In zahlreichen Publikationen stellte der Autor bereits seine außerordentliche Sachkenntnis zum Thema unter Beweis. Mit dem jüngst erschienen Buch „Faschismus-Diagnosen“ setzt er diese erfolgreiche Arbeit




Einzigartiger „Weltgenuss“: Die CD Hyphnophonic

von Ralf Richter Auf Tour auch in Sachsen – Al Jawala aus Freiburg kommt nach Chemnitz, Dresden und Leipzig Es ist der Sound für den Freitagabend – wer die Wochenqualen erst einmal abschütteln und völlig in eine andere Welt eintauchen will, die des Balkan-Orient-Western-Sounds, der wird begeistert sein. Bei nicht wenigen Titeln der CD „Hypnophonic“




Zauberwort „Transformation“

von Jonny Michel Im Juni 2015 rief das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden e. V. (OKV) eine Veranstaltungsreihe ins Leben, die sich mit gesellschaftlich relevanten Fragen befassen soll, um neue Erkenntnisse und Diskussionsthemen in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Ergebnis dieser ersten Konferenz legen der Ökonom Klaus Blessing und der Gesellschaftswissenschaftler Matthias Werner einen Reader vor,




„Wer flüchtet schon freiwillig“

von Axel Troost Viele BürgerInnen und Politiker in der „Berliner Republik“ sehnen einen Politikwechsel in der Flüchtlingsfrage herbei, d.h. einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik. Das bürgerliche Lager und auch die Sozialdemokratie waren hin und wieder zu einem solchen abrupten Kurswechsel bereit: Atomausstieg, Ende der Wehrpflicht, Mindestlohn. Vom glatten Nein zum glatten Ja. Also jetzt ein




Gebundene Realsatire

Helge-Heinz Heinker glossiert die Tagebücher von Kurt Biedenkopf „Kann man die Lektüre empfehlen?“ Mit dieser rhetorischen Frage wendet sich Moderator Manfred Neuhaus an Helge-Heinz Heinker. Der Publizist hat für den zehnten Jour fixe im Dezember 2015 am Leipziger Stammsitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Ochsentour auf sich genommen, Kurt Biedenkopfs Tagebücher von Juni 1989 bis September 1994