Category: Kunst

Ändere die Welt, sie braucht es!

Zum 60. Todestag: Brief eines Nachgeborenen an den Klassiker der Vernunft Lieber Bidi, werter Genosse Brecht! Die erste Anrede erlaube ich mir, weil Du in meinem Leben immer ein Kraftgeber und ein zum Nach- und Weiterdenken Anregender warst. Die zweite Anrede gestatte ich mir, obwohl Du nie Mitglied einer linken Partei warst, Dich aber immer




„Souverän und ursprünglich – von Blues aus Polen bis Diestelmann“

von Jens-Paul Wollenberg Wie kam es eigentlich dazu, dass gerade in der DDR und Volksrepublik Polen unabhängig voneinander Blues eine nicht unbedeutende Rolle in der modernen Musikszene spielte? Der Auslöser für diese Entwicklung könnten die Gastspiele des Ensembles „American Folk Blues Festival“ sein, das 1964 und 1966 in beiden Staaten auftrat. Diese Gruppierung aus namhaften




Gabriel Yacoub und Malicorne: Bestes aus Frankreich

von Jens-Paul Wollenberg Es gab und gibt in Frankreich zahlreiche großartige Sängerinnen, Sänger und Musikgruppen aus dem Rock-, Pop-, Jazz-, Folk-, Chanson- und Weltmusikbereich, die in Deutschland bestenfalls als Geheimtipp gelten. Dabei verstehen sich viele der französischen Künstler als scharfe Widersacher der kommerziellen Amerikanisierung in den Kulturlandschaften. So wurde zum Beispiel ein Kontingent von 40




Wieder da! Chansontage im Kloster Michaelstein

von Jens-Paul Wollenberg Pfingsten 1975: In der Kultur- und Forschungsstätte Kloster Michaelstein bei Blankenburg am Harz fanden die ersten DDR-offenen Chansontage statt. Die Idee für diese Initiative kam aus den Reihen des im Kloster ansässigen Telemannkammerorchesters unter Leitung eines gewissen Dr. Eithel Friedrich Thom, und zwar vom jungen Orchestermitglied Wolfgang Schlemminger, der in seiner Freizeit




Richard Thompson – britischer Folkrocker mit herzzerreißendem Gesang

von Jens-Paul Wollenberg Anfang der fünfziger Jahre entwickelte sich in Großbritannien das sogenannte Folkfestival, das seinen Ursprung in der Tradition der städtischen Skifflemusik sowie durch die Wiederentdeckung alter irischer bzw. schottischer Volkslieder fand. In den Sechzigern entdeckten auch erste britische, oft linksorientierte Liedermacher den Folk für sich und es entstand, fast parallel zu den Vereinigten




Juliette Gréco – unbeugsam bis zum Schluss

von Jens-Paul Wollenberg Eine der beachtlichsten Chanson-Interpretinnen Frankreichs war und ist ohne Zweifel Juliette Gréco, die „schwarze Diva“, wie ihr Publikum sie liebevoll nannte – was sicherlich dem Umstand zu verdanken ist, dass sie stets mit schwarzem Pullover und schwarzer Hose bekleidet war, wenn sie die Bühne betrat, um mit ihrer unvergleichbar warmen Stimme ihre




Wandlung

von Ralf Becker Ich mag keinen Punk-Rock. Und ich mag schon gar keine Tätowierungen, am allerwenigsten, wenn der ganze Körper damit bedeckt ist. Die Freunde von Cuba Si sind immer irgendwie aktiv: Sammeln, Veranstaltungen machen … So auch beim Neujahrstreff im Chemnitzer Rothaus am 29. Januar 2016 und am 31. Januar 2016 im Alternativen Jugendzentrum




Gerhard Schöne feiert 50jähriges Bühnenjubiläum

von Ralf Richter Im Meißner Stadttheater begann Gerhard Schöne 1965 als „Junges Talent“ Er ist ein Meister der leisen Töne: Gerhard Schöne. Es war der Anregung der Intendantin des Meißner Stadttheaters Renate Fiedler zu verdanken, so der Künstler, dass er sein 50. Bühnenjubiläums mit dem Sonderkonzert „Junge Talente und noch kein Ende“ am 3. Oktober




Poet und Wolken mit Charakter

Willi Beitz stellt bei Jour fixe Andrej Platonow und eigene Pastelle vor Jour fixe ist zurück: In stimmungsvoller Atmosphäre strebt die siebte Auflage am 17. September neuen Ufern zu. Rund 50 Freunde und Interessierte haben sich in der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingefunden, um deren langjährigen Aktivisten Willi Beitz zu seinem 85. Geburtstag die Ehre




Eric Bogle – australischer Songpoet mit schottischen Wurzeln

von Jens-Paul Wollenberg Anfang der achtziger Jahre fiel mir während einer Liedermacherveranstaltung im Rahmen der Blankenburger Chansontage im Kloster Michaelstein, an der ich mitwirkte, ein junger Sänger auf. Er trug ein Lied vor, dessen pazifistischer Text mich tief berührte, ebenso wie dessen musikalische Umsetzung. Es thematisierte Fragen eines Beobachters an einen Soldaten aus dem Ersten