Category: Kunst

Neues vom Herrn b

Jour fixe 37 widmet sich Stephen Parkers neuer Brecht-Biographie. Von Wulf Skaun Haben wir mit Mittenzwei, Hecht, Schumacher und Co. nicht schon zu DDR-Zeiten alles über Bert Brecht gewusst? Die 37. Runde des Leipziger „unkonventionellen Gesprächskreises“ Jour fixe an der RLS Sachsen belehrt uns eines anderen. Im beinahe privatimen Café-Ambiente der „Kleinen Träumerei“, für den




„Die Wölfe sind zurück“

Von René Lindenau Kunst ist im besten Sinne nicht nur Genussmittel, sondern auch Mittel zum Zweck; sie soll Denkprozesse in Gang setzen, auf gesellschaftliche Missstände und Gefahren hinzuweisen sowie für deren Beseitigung zu mobilisieren. Davon lässt sich offenbar der Künstler Rainer Opolka in seinem Engagement gegen Rechtsextremismus leiten. Schon 2014 wurden er und sein Bruder




Ostrock meets Classic

Von René Lindenau Das war ein guter Anfang für ein Wochenende, dieser 21. September in Cottbus. Mit den handelsüblichen Rockmusikern brachte Ostrock meets Classic Liedgut der DDR-Rockszene gemeinsam mit einem Sinfonieorchester auf die Bühne der Stadthalle. Es ging an diesem Abend nicht nur um musikalische Erinnerungen an verflossene Jugendtage, sondern auch um wirklichen Musikgenuss und




Hans-Beimler-Stele in neuem Glanz

Von Jonny Michel Nach vielen Jahren der Vorbereitung, Diskussionen und Mittelbereitstellung durch die Stadt Chemnitz wurde am 31. August 2018 die Stele „Hans-Beimler-Gedenken“ zum zweiten Mal eingeweiht. Eigentlich sollte die Stele im gleichnamigen Chemnitzer Wohngebiet vor rund fünf Jahren zugunsten neuer Bebauungen abgerissen werden. Die Pläne wurden durch die Fraktion DIE LINKE im Stadtrat öffentlich.




Immer wieder wächst das Gras…

Ein Beitrag von Uwe Schaarschmidt zur Premiere des Gundermann-Films bei den Filmnächten am Elbufer Irgendwann im Herbst 1994, hinter der Bühne des Studentenclubs Bärenzwinger in Dresden. Wir stehen vor Gundermann, nach dem Konzert. Schwitzend kaut der schlaksige Liedermacher an einer Körnersemmel und hört sich an, was wir wollen: Ihn, als Musiker, im nächsten Frühjahr, für




Plakatstadt mit Tradition

Dr. Volker Külow sprach für „Links!“ mit Grit Fiedler (GF), Vorsitzende des Vereins zur Förderung visueller Kultur e.V. und Wolfgang Blaschke (WB), Diplomfotograf und Vereinsmitglied. Beide betreiben mit anderen Vereinsmitgliedern die Plattform www.plakat-sozial.de Leipzig ist eine internationale Plakatstadt mit Tradition, die bis in die Gegenwart lebendig geblieben ist und an die Sie beide augenscheinlich anknüpfen




Seiltänzer auf den Buchstaben

Jens-Paul Wollenberg mit einer Hommage an Hans-Eckardt Wenzel „Schreib Lieder, sagen die Gedichtemacher, schreib Gedichte, sagen die Liedermacher, schreib Prosa, fordern die Essayisten … eine Mixtur der Genres, fließende Grenzen.“ Mit diesen Worten leitete Steffen Mensching sehr zutreffend im Schutzumschlag den ersten Gedichtband Wenzels „Lied vom wilden Mohn“ aus dem Jahr 1984 ein. Denn Hans-Eckardt




Songwriter und Satiriker: Randy Newman

Jens-Paul Wollenberg über den bissigsten Texter unter den US-Sängern Einen einmaligen Vorstoß in die Hitparade erzielte er mit einem Song, der mit einem Irrtum verbunden ist. 1977 erschien auf einem seiner besten Alben, „Little Criminals“, und als Single ausgekoppelt der Hit mit dem Titel „Short People“. Der war arg umstritten, nicht nur in den Medien.




Sag, wolltest Du nicht noch …

Von Michael Grunst Es war ein trauriger Juni, Sommeranfang 1998: Überall die Meldung, dass der Liedermacher Gerhard Gundermann tot ist. Gundi ist tot? Warum gerade er, ging es mir durch den Kopf. Warum schon wieder ein Guter? Hatten wir nicht im August 1998 noch eine Konzertverabredung auf der Freilichtbühne Weißensee? Zur Verabredung kamen dann viele,




Lieder gegen Dummheit und Ignoranz

Von Jens-Paul Wollenberg Lothar Lechleiter ist mit seinem Künstlernamen „Black“ immer noch auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum unterwegs. Zweifelsohne ist er ein bekennender Achtundsechziger, der sich stets, wenn auch humorvoll, gesellschaftskritisch engagiert. Seinen bissigen Humor hat er sicherlich nicht allein für seine Kunst entdeckt, bereits 1965 gründete er mit Wolfgang „Schobert“ Schulz, den er