Sep
15

Die SPD ist auf der Suche nach sich selbst. Unterm Sofa hat sie schon nachgeschaut: Da war nix!
Ein Bericht von Uwe Schaarschmidt
Gut ein Drittel, nämlich 36 % der SPD-Mitglieder denken gegenwärtig über einen Parteiaustritt nach, fand die illustrierte „Stern“ Anfang Juni heraus. Weitere 37 %, der Sozialdemokraten denken laut der Umfrage positiv über eine Zusammenarbeit mit der LINKEN. nach, so der „Stern“. Unveröffentlicht blieb hingegen, dass die restlichen 27 % der Mitgliedschaft mit der Begründung „das hätten sie schon immer so gemacht“ angaben, überhaupt nicht nachzudenken.
Eigentlich kann sich Deutschlands alte politische Tante gegenwärtig über fehlende mediale Aufmerksamkeit nicht beklagen und über einen Mangel an politischem Personal auch nicht. Die Auswahl ist riesig. Schon was die Kanzlerkandidatur betrifft, geht es im sozialdemokratischen Reihenhaus zu, wie bei einer Casting-Show. Deutschland sucht den Supersozi und auf den Stühlen der Jury fläzt sich neben dem Politikwissenschaftler Franz Walter und CDU-Generalstöpsel Roland Pofalla auch Gerhard Schröder, den die Partei eigentlich schon nach Sibirien geschickt hatte. Get the whole story »
Mrz
16
Uwe Schaarschmidt ist nicht hinters Licht zu führen. Doch wenn es um Anteile und Prozente geht, staunt selbst er. Manchmal.
### 3/2007
Gestern Morgen festgestellt, dass mir jemand in die Regentonne geschissen hat. Sogleich bei „Barrel-Sharing“ in Sacramento angerufen, dem Mehrheitseigner meiner im letzten Jahr verkauften Regentonne. Dort erfahren, dass meine Tonne zwischenzeitlich zur Gemischtbelegung freigegeben und zu 25% an das örtliche Pflegeheim weiterverkauft wurde. Mache auf Basis meiner 5% Anteile am Gefäß gewisse Eigeninteressen geltend, ernte aber Gelächter Get the whole story »
Mrz
13
Draculas Sarg als ideales Reisemobil. Die Schäublette des Monats von Jayne-Ann Igel
Für Sportler gibt es Wanderpokale, dem Bundesinnenminister folgte Anfang Januar ein Sarg auf seiner Fahrt nach München, wo die Parteischwestern mit dem hohen „C“ im Namen, ihr Dreikönigstreffen abhielten. Darin aufgebahrt die verfassungsgemäß verbrieften bürgerlichen Freiheiten, die ob des neuen Telekommunikationsgesetzes nun den Bach runter sollen. Da sollte der Mann von Vertretern des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung unsanft aufgestört werden. Man mochte annehmen, ihn verfolge der Leibhaftige. Der Sarg, ideal als Reisemobil, in dem er unerkannt zum nächsten unbekannten Ziel unterwegs, gleich Graf Dracula … Ohne Handyortung, der ideale Raum, Gesetze zu ersinnen, ohne dass die Justizministerin vorab davon Wind bekommt. Allein man hat die Aktivisten nicht vorgelassen, die mussten die Übergabe des Möbels auf Ende Januar, den EU-Polizeikongress in Berlin, vertagen Get the whole story »
Mrz
09
Da fehlt den Linken wohl doch noch einiges, um “regierungsfähig” zu sein: Eine Kolumne von Stathis Soudias
In der Bundesrepublik war viele Jahre Manfred Kanther (CDU) Innenminister, Wächter der Ordnung und des Gesetzes. Bis heute hat er nicht begriffen, dass es zwar legitim ist, den Kommunismus zu bekämpfen, nicht aber mit schwarzen Koffern. Der Mann wurde zwar rechtskräftig verurteilt, ist dennoch – nach Meinung von Herrn Pofalla (!) – fähig, Deutschland zu regieren. Wir nicht.
»…lass uns wortbrüchig werden, Lügen unters Volk streuen, Spenden…transferieren, am Volks-
vermögen uns bereichern. Ich will auch regierungsfähig werden!«
Der Bundeskanzler a.D., auch „der Dicke“ genannt, hat seinen Eid verletzt, sein Gerichtsurteil herbeigeführt – um nicht „gekauft“ zu sagen -, schweigt immer noch beharrlich, hat der Bundesrepublik die größte Schuldenlast der „Gechichte“ beschert, das Volk schamlos belogen, ist aber regierungsfähig. Wir nicht! Get the whole story »
Feb
04
Um einen Wettkampf geht es, und unser Trojaner liegt da ganz weit vorn. Jayne-Ann Igel mit der Schäublette des Monats
Mit dem Bundestrojaner ist das so eine Sache, da verlegt sich unser Bundesinnenraumausstatter resp. -beleuchter doch lieber gelegentlich auf Nebenschauplätze, die Rente mit 70 z.B.: Da gäbs ‘ne Anzahl Leute, bei denen man sich die Rentenzahlung gleich sparen kann. Das hätte was werden können, wenn ihm nicht ein gewisser Herr die Show gestohlen, der professoral über einen Renteneinstieg mit 77 sinnierte, vielleicht, weil die Zahl was hermacht. Nur, was machte dann Schäuble? Schon jetzt gehen ihm doch jede Menge Daten verloren, erinnert sei nur an die Verantwortlichkeit für die Vorratsdatenspeicherung. Und dieser Datenverlust scheint bei ihm zwanghaft mit einem Realitätsverlust einher zu gehen: „Nie war die Freiheit nur vom Staat bedroht. Im Gegenteil: Unter den Bedingungen moderner Staatlichkeit bedrohen grundsätzlich nur nichtstaatliche Akteure das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Auch die persönliche Freiheit und die Bewegungsfreiheit sind weit mehr von nichtstaatlicher Gewalt bedroht als durch den Rechtsstaat.“ (W.S. bei der Justizpressekonferenz am 7.11.2007 in Karlsruhe). Verwechselt er da was? Wäre kein Wunder …
Der Bundesinnenminister privat
Nehmen wir die Sache mit der Telekommunikationsüberwachung, die ist ja nun Anfang November beschlossen worden. Während Telefonate mit Abgeordneten, Seelsorgern und Strafverteidigern auch künftig nicht abgehört werden dürfen, sieht das bei Journalisten, Rechtsanwälten, Ärzten und Therapeuten anders aus. Das gilt im Übrigen auch für die Online-Überwachung. Wollen wir hoffen, dass unser Innenminister nicht eines Tages einen Psychotherapeuten aufsuchen muss, um sich seelisch zu entlasten, möglicherweise würde seinen Leuten vom BKA beim Abhören schwarz vor Augen Get the whole story »
Dez
15

Uwe Schaarschmidt ist empört. Denn: Rauchen ist neuerdings subversiv. Die Dezember-Kolumne
sachsens linke! 12/2007 Bild Incinerator @ Flickr CC-License
Ein Jahr geht zu Ende und ich mag mich auf seinen Nachfolger nicht so recht freuen. Das Rauchen ist jetzt bald fast überall strafbar. Nicht nur in Speisehäusern und Schankwirtschaften, sondern auch im Freien. Dort wird der Genussmensch zwar nicht mit Geldbuße, dafür aber inzwischen immer öfter von fundamentalistischen Säuerlingen mit gespieltem Hüsteln, gequältem Handwedeln sowie dümmlichem Genöle gestraft.
“Öhuöhuhöhu, wedelwedelwedel – können sie, öhuöhu, bitte woanders, wedelwedel, rauchen, öhuwedelöhu?” Und obwohl man losbrüllen möchte: “Nein, Du elendes Meerschwein, kann ich nicht, will ich nicht und mache ich auch nicht!” drückt man die Kauleisten ganz fest aufeinander, antwortet mit geschlossenen Augen “Hm” und geht einen Meter zur Seite. Get the whole story »
Dez
02
Da fehlen einem die Worte: Der Bundesinnenminister sieht uns um die Ecke fahren. Jayne-Ann Igel mit der Schäublette des Monats
### 11/2007
Ist unser Gewehrsmann etwa sauer, weil er auch diesmal keinen Big – Brother – Award abbekommen hat? – Den haben ihm die Minister Zypries und Steinbrück glatt vor der Nase weggeschnappt, letzterer für den Vorschlag der „Einführung einer lebenslangen Steuer – Identifikationsnummer (Steuer-ID) für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland“ [SPIEGEL →]. Da wird sich Schäuble etwas mehr anstrengen müssen. Hatten wir überhaupt schon einmal einen Innenminister, der bis zum Äußersten gegangen ist? Ich hätte da einen Vorschlag parat: Wie wäre es z.B. mit der Wiedereinführung des Abschnittsbevollmächtigten (ABV), neben Rechtsabbiegepfeil, Tageskrippe und Ampelmännchen sicher ein weiterer lohnenswerter Rückgriff auf den Fundus östlicher Erfahrungen. Der ABV kannte seine unsicheren Kantonisten im Revier, wusste, wie sie ticken (oder was möglicherweise in ihrer Hose), man hätte alles unter Kontrolle, auch die Tiptopterroristen in ihren waschechten Jeans …

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VIDEO: Auch preisverdächtig ist die kabarettreife Wolfgang – Schäuble – Präsentation. Hier preist er den neuen ePass an, der seit November ausgegeben wird. Alles ist viel einfacher, das Verfahren “komfortabel”, und wir können nun sicher sein, dass niemand, nur weil er uns “ähnlich sieht”, mit unserem Pass nach Rio fliegt. Und: Wir sind dabei auch noch Weltspitze. ### sagt: Bravo! (ca. 5 Minuten, Volumen 16 MB)
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Nov
13
Gefahr für alle Sachsen! Nur welche? – fragt Uwe Schaarschmidt besorgt
### 11/2007
Es ist schön, wenn sich jemand um einen persönlich sorgt. Die sächsische CDU zum Beispiel, will gar alle friedlichen sächsischen Bürger schützen und deshalb „potentielle Gewalttäter präventiv an der Ausübung von Anschlägen hindern“. Es sei „dringend notwendig, auf veränderte Bedrohungslagen entschlossen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger und der Freiheit zu handeln“.[1] So jedenfalls erklärte es am 21.10.07 Volker Bandmann, CDU-MdL und – laut Web-Präsenz – Träger des Gedenktellers „Gute Freunde der Polizei“ Get the whole story »
Okt
25
Nach der documenta 12: Ein Fazit von Ivar Bahn
### 10/2007
Alle Messen sind gelesen. Vorerst! Am vierten Septemberwochenende also der Abpfiff des Spieles, welches nur Sieger hatte. Schluss also mit Lustig, was so ausnahmslos lustig nun auch wieder nicht war. Die Documenta zwölf ist Vergangenheit, Kassel wird aufgeräumt und hat doch in einigen Besuchern jene Unaufgeräumtheit hinterlassen, wozu Kunst taugen sollte, die Presse hat sich gesund gestoßen und der interessierte Leser ist mit einem feuilletonistisch aufgeblasenen Für und Wider im Regen stehen gelassen worden, in dem sich nun, oder auch nicht, seine eigene Meinung zum Event herausbilden möge Get the whole story »
Okt
05
Zu Paulis 7-Jahre-Ehe. Von Stathis Soudias
### 10/2007
Die lieb ich, die Frau. Ob das auch für die gelten soll, die mehr als sieben Jahre schon …? Aber meine Frau hat mich aufgeklärt:
„Kannst du mit der Waschmaschine umgehen?“
„Eeh …“
„Aha! Kannst du bügeln? Die Mikrowelle bedienen, deiner Tochter die Haare flechten, deine Schuhe putzen, kochen, deinen Schreibtisch aufräumen? Mein Liebling, für dich ist dieser Vorschlag nichts, du bist zu alt dafür! Und mal unter uns: Wer will dich schon haben?“ Kapau. Doppelflickflack-mit-Drehung-um-die-eigene-Achse. Bumms.
Sehr geehrte Frau Pauli, ich werde doch nicht bestellen, so leid es mir auch tut. Sie sind nichts für mich, sagt meine Frau Get the whole story »