Category: Dokumente

Anmerkungen zum Weißbuch 2016

von René Lindenau Weder liest es sich als Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ noch als Lenins „Dekret über den Frieden“: das „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“, das die Bundesregierung unlängst der Öffentlichkeit vorlegte. Irgendwie scheint es aus der Zeit gefallen. Obwohl, kriegerisch, gewalttätig, mörderisch war es immer. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel schrieb




Austausch über den Gräbern

Seit 1985 gibt es in Zeithain bei Riesa eine Gedenkstätte für 35.000 im sogenannten „Russenlager“ verstorbene Menschen. Es war die erste Gedenkstätte für sowjetische Kriegsgefangene auf deutschem Boden überhaupt. Dass es sie gibt, ist im Wesentlichen der Forschungsarbeit eines Mannes zu verdanken: Egon Förster, Geschichtslehrer und ehemaliger Schuldirektor von Wülknitz, Jahrgang 1928. Er war sowjetischer




Sind wir zu „ungefährlich“?

von Rico Gebhardt Wer wählt, will Veränderung. Und sei es die, dass es zu einer aus eigener Sicht bedrohlichen Veränderung nicht kommt. Wer uns nicht wählt, erwartet von uns entweder falsche oder gar keine wirkliche Veränderungen, ja sieht uns nicht mal als Adresse für Protest gegen bestehende Unterdrückung. Das, was sich nach unserer Meinung insbesondere




Zeit für einen Aufbruch

von Rico Gebhardt Die Edition von Kurt Biedenkopfs Tagebüchern wurde aus dem Budget der Staatskanzlei mitfinanziert. Sie wollte offenbar sicherstellen, dass auch der Ex-Ministerpräsident anlässlich der 25. Wiederkehr der Gründung des Freistaates ein wenig Aufmerksamkeit erhält. Pikant: Die 307.900 Euro flossen direkt an die Konrad-Adenauer-Stiftung. Das riecht förmlich nach politisch motivierter Korruption. Auch Antje Hermenau




Ein Geschwätz von gestern?

von Peter Porsch Niemand wird abstreiten, dass die Zahl der in Europa Zuflucht und Sicherheit suchenden Menschen sehr groß ist. Das kann nicht ohne Probleme abgehen. Auf diese wird sehr unterschiedlich reagiert. Zwischen dem „wir schaffen das“ und dem „Grenzen dicht“ oder dem „refugees welcome“ und dem „das Boot ist voll“ ist vieles möglich –




Nach 25 Jahren – Der Chor muss auf die Bühne!

von Peter Porsch Es mag vielleicht merkwürdig klingen, aber ich behaupte, mit der Wende 1989/90 gerieten die Ostdeutschen gegenüber den Westdeutschen in einen Vorteil, der bis heute wirkt: Wir im Osten Gebliebenen waren allesamt gezwungen nachzudenken – nachzudenken über unser bisheriges Leben, unser Verhalten, unsere Verantwortung, unsere Visionen und Utopien, unsere Kleinbürgerlichkeiten, Opportunismen, Kompromisse und




Die Sache mit der Befreiung

von Peter Porsch Wir haben Mai und in diesem Mai den 8. Mai als einen besonderen Tag. Das ist unwiderruflich der 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – vom Faschismus der besonders brutalen nationalsozialistischen Prägung. Da beißt die Maus keinen Faden ab, wie man mit dem Volksmund sagen kann. Doch es beißen einige am Faden,




betrieb&gewerkschaft bei der 7. DGB Bezirkskonferenz in Dresden

von Jens Thöricht Erstmalig war die Landesarbeitsgemeinschaft betrieb&gewerkschaft (b&g) bei einer DGB-Bezirkskonferenz mit einem eigenen Stand vertreten. An diesem stellten Sven Scheidemantel (Bundessprecher von b&g), die Landessprecher von b&g Klaus Tischendorf, Jenny Mittrach und Torsten Steidten sowie Jens Thöricht die Positionen der Arbeitsgemeinschaft in und bei der LINKEN. Sachsen vor. Dank geht an dieser Stelle




Porschs Kolumne: Der Horcher an der Wand

Von Peter Porsch „Der Horcher an der Wand … …hört seine eigene Schand’“. Das weiß wieder einmal der Volksmund, und er weiß es seit langem. Kommt man als Wanderer oder Wanderin z.B. zur Burg Stolpen in der Sächsischen Schweiz, so findet man gleich am Eingang eine kleine Öffnung, die in einem Rohr mündet, das in




Porschs Kolumne

Vom Yeti und der Nagelsuppe Deutschland hat 357.121 km² und knapp 82 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das gibt eine Bevölkerungsdichte von 230 Menschen pro km². Jeder Bewohner, jede Bewohnerin Deutschlands kann also statistisch etwa 4.340 m² für sich in Anspruch nehmen, um zu wohnen, sich zu ernähren und sonstige Dinge, die sie oder er noch