Um eine Erfahrung reicher

Von Antje Feiks

Unser erster Mitgliederentscheid über eine Spitzenkandidatur und unsere erste Mitgliederbefragung im Landesverband sind nun passé. Ich freue mich, dass wir diesen Weg gegangen sind und glaube, hinter die basisdemokratische Bestimmung von Spitzenkandidaturen werden wir in Zukunft kaum mehr zurückfallen können.

Ein großes Experiment war vor allem die Mitgliederbefragung zu den Schwerpunktthemen. Während Personalentscheidungen einfach umzusetzen sind, stellten sich hier viele Fragen: Wie schafft man Raum für Debatte? Welche Thesen kommen in die Abstimmung? Wie genau wird abgestimmt? Das alles war für uns neu und auf die gemachten Erfahrungen können wir aufbauen. Gut funktioniert haben unsere Regionalkonferenzen, auf denen eifrig diskutiert worden ist und bei denen viele Genossinnen und Genossen zahlreiche Ideen eingebracht haben.

Aber es gab auch kritische Stimmen: Die Thesen für die Abstimmung seien nicht zugespitzt genug und eine Entscheidung folglich schwer gewesen. Da ist etwas dran und da müssen wir das nächste Mal nachjustieren. Es gab außerdem einige ungültige Stimmen – vor allem weil die Abstimmungsscheine mit den Eidesstattlichen Erklärungen meist nicht mitgeschickt worden sind. In unserer Anleitung war das Verfahren zwar anschaulich und eindeutig erklärt, aber da war es wohl wie daheim mit dem IKEA-Regal: Auspacken und Loslegen geht über das Lesen von Anleitungen. Den Abstimmungsschein werden wir beim nächsten Mal also besser markieren müssen.

Zum Glück werden wir auch aus kleinen Fehlern klüger und so freue ich mich schon auf die nächsten Urabstimmungen bei uns im Landesverband. Der Anfang ist gemacht.