Glossar

Von Anton Hörtels

LSBTIQ*: Aus dem Englischen LGBTIQ. Das „L“ steht für Lesben, also Frauen, die sich zu Frauen hingezogen fühlen. Das „S“ meint Schwule, das heißt Männer, die Männer lieben. „B“ meint Bisexuelle, also Menschen, die sich sowohl zum männlichen als auch zum weiblichen Geschlecht hingezogen fühlen. Von der sexuellen Orientierung ist die geschlechtliche Identität zu unterscheiden. Das „T“ im Kürzel LSBTIQ* steht sowohl für Transgeschlechtliche als auch für Transgender. Transgeschlechtliche empfinden sich selbst nicht ihrem biologischen Geschlecht, sondern dem jeweils anderen zugehörig. Sie wollen diese andere Geschlechtsidentität auch leben und sich dieser häufig auch körperlich angleichen, z. B. durch Hormontherapien oder medizinische Operationen. Daher bejahen die meisten Transgeschlechtlichen die Einteilung in „männlich“ und „weiblich“. Transgender dagegen lehnen das „Zwei-Geschlechter-Modell“ ab und wollen oder können sich keinem der beiden Geschlechterkategorien zuordnen. Das „I“ meint intergeschlechtliche Menschen, das heißt Menschen, die nach der Geburt nicht eindeutig dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht zugewiesen werden können. Der Begriff „queer“ bezeichnet solche Menschen, die ihre Identität als „queer“ zur vorherrschenden heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm benennen. Sie sind durch den Buchstaben „Q“ repräsentiert. Queer-Gruppen wehren sich gegen die Macht geschlechtlicher Normierung schlechthin und lehnen feste Zuordnungen – auch solche wie „schwul“ oder „lesbisch“ – ab. Mit dem „*“ (Sternchen) sind alle Menschen gemeint, die sich den in LSBTIQ nicht einordnen können oder wollen.
Heteronormativ, auch Heteronormativität: Eine Anschauung, welche die Heterosexualität als soziale Norm postuliert. Zugrunde liegt die Zwei-Geschlechterordnung, in welcher das anatomische beziehungsweise biologische Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichgesetzt wird. Andere, von dieser „Norm“ abweichende Aspekte menschlicher Sexualität oder geschlechtlicher Identität werden häufig pathologisiert.

Heterosexismus wertet Homo-, Bi- und Intersexuelle sowie Transgender als „unnormal“ ab und stellt ihnen Heterosexualität als überlegene oder auch einzig natürliche Form gegenüber.

Queerpolitik umfasst als Politikbereich die Vertretung der Interessen von LSBTIQ*. Im Sächsischen Landtag setzt sich für DIE LINKE Sarah Buddeberg für die Interessen von LSBTIQ* ein, im Deutschen Bundestag Doris Achelwilm.