Afrika in Moabit

Afrika in Moabit

Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz widmete sich dem Nachbarkontinent. Ralf Richter hat sie besucht Für den Anfang war es schon ganz gut: „Amandla! Awethu!“ Die Schauspielerin Gina Pietsch, Sängerin, Schauspielerin und Brecht-Interpretin, die neben Dr. Seltsam im Hotel Mercure in Berlin-Moabit durch das Programm der Konferenz führte, übersetzt das Motto des Tages: „Amandla, wie es Nelson Mandela




Die Bundeswehr bekommt einen neuen „Traditionserlass“

von René Lindenau Der österreichische Dirigent und Komponist Gustav Mahler nannte Tradition „Schlamperei“. Diesen Eindruck könnte man haben, wenn man bedenkt, dass der letzte Traditionserlass der Bundeswehr 1982 von Hans Apel (SPD) verabschiedet wurde. Was ist nicht alles seitdem passiert? Helmut Kohl, die Deutsche Einheit, eine rot-grüne Episode, erneut Kriege mit deutscher Beteiligung. Letzteres ist




Sie lehrte ihre Schüler, die Fußnote zu ehren

Publikation der RLS Sachsen erinnert an die Historikerin Jutta Seidel Was wüssten wir über Wilhelm Bracke, außer dass er Adressat von Marxens Kritik am Gothaer Programm gewesen ist? Wohl nicht viel mehr, hätte ihn nicht Jutta Seidel als einen der ersten Arbeitervertreter im Deutschen Reichstag neben August Bebel ins Zentrum ihrer Forschungsarbeit gestellt. Wer Jutta




Vor 75 Jahren ermordet: Dagobert Lubinski

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit seinem Namen verbindet sich das Wirken einer der größten Widerstandsgruppen im faschistischen deutschen Reich. Geboren am 17. Juli 1893 in Breslau, wurde Dagobert Lupinski achtzehnjährig Mitglied der SPD. 1917 trat er zur USPD und von dieser 1921 zur KPD über. Zunächst als Buchhalter tätig, wurde er 1927 Wirtschaftsredakteur des




Mehr als 50 Jahre Tete-a-tete mit Rosa Luxemburg.

Annelies Laschitza und ihr Leben auf den Spuren der großen Sozialistin Von Holger Czitrich-Stahl Denkt man an Annelies Laschitza, so gilt der nachfolgende Gedanke umgehend Rosa Luxemburg. Wohl niemand kann der gebürtigen Leipzigerin in Sachen Luxemburg-Forschung das Wasser reichen. Und „Sich treu bleiben und heiter sein“, diese Maxime passt genau. Als ich sie vor einigen




„Man muss selber brennen, wenn man auf andere zündend wirken will“

Prof. Dr. Horst Schneider erinnert an Max Seydewitz, der am 19. Dezember 1882 geboren wurde Sachsen, die sich um ihre Heimat sorgen, können stolz sein auf jene „Aktivisten der ersten Stunde“, die im Mai 1945 inmitten der Trümmer und verzweifelter Menschen das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Sie waren nicht von Machtstreben und




Was ein Parfüm erzählt

Jour fixe 30 erkundet Karl Schlögels „Das sowjetische Jahrhundert“. Von Wulf Skaun „,Das Rote Moskau? in der Flasche“. So ist eine kurze Geschichte in meinem Buch „Lauter Leben“ überschrieben. Die 92-jährige Elsa Wolf aus Wurzen hat sie mir 2012 erzählt. Ein dankbarer Rotarmist hatte der Geschäftsfrau 1945 ein kleines Parfümfläschchen geschenkt. Wie ein Juwel rettete




Geht noch was im Osten?

Ein Gespräch mit Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, und Susanna Karawanskij, Ostdeutschland-Koordinatorin der LINKEN-Fraktionsvorsitzendenkonferenz, zu Aufgaben und Möglichkeiten für DIE LINKE in den neuen Bundesländern Im Osten wurde DIE LINKE bei der Bundestagswahl ziemlich flächendeckend ungefähr doppelt so stark wie in den alten Ländern, für die AfD gilt ähnliches. Seit diesem Ergebnis wird




Europa-Rückblick auf 2017

Von Cornelia Ernst Insgesamt gesehen war 2017 eher tragisch. Es erinnert mich an König Lear, der einsam mit seinen Getreuen durchs Land zieht und dabei wahnsinnig wird. Dafür gibt es auch genug Gründe. Ein orangener Vollidiot zieht ins Weiße Haus, in Nordkorea wirft ein dicker Junge mit Raketen herum, in Ankara ruft sich ein Despot




„Ich kann nicht aus Hass schreiben“

Der Leipziger Schriftsteller Norbert Marohn war zu Gast bei Jour fixe. Von Wulf Skaun Jour fixe einmal anders: Für die 29. Auflage wagten Manfred Neuhaus und Michael Zock ein Experiment. Und so kam der unkonventionelle Gesprächskreis in der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen Mitte Dezember als gestaltetes Interview daher. Mikrofon-Profi Michael Zock befragte den einheimischen