Erfreuliches, Kritisches und etwas Eigenlob

Andy Sauer mit Gedanken zum vergangenen Landesparteitag in Chemnitz

Ziemlich viel ist im Vorfeld des Landesparteitages vom 4. und 5. November geschrieben worden – vieles auch in der Nachbetrachtung. Wir hatten uns bisher kaum zu den Geschehnissen geäußert und wollen das mit einigen wenigen Gedanken nun fix ändern, bevor der Landesparteitag gänzlich in Vergessenheit gerät.

Zunächst: Wir sind doch ziemlich happy mit unserem neuen Landesvorstand. Mit Elisa Gerbsch aus Leipzig, Franziska Fehst aus Dresden und nicht zuletzt Christopher Colditz, der neuer jugendpolitischer Sprecher wurde, haben es gleich drei aktive linksjugend-Mitglieder in den neuen LaVo geschafft. Auch über die Wahl von Antje Feiks zur Landesvorsitzenden und vom Thomas Dudzak – ebenfalls ehemaliges Mitglied des Jugendverbandes – zum Landesgeschäftsführer freuen wir uns und hoffen, in den nächsten Monaten und Jahren gemeinsame Projekte wie Neumitgliederbetreuung, Bildungsangebote, Herbstakademien und nicht zuletzt die Vorbereitung der Kommunal,- Europa,- und Landtagswahlen anzugehen.

Und weiter geht es mit erfreulichen Dingen: In unserem Jugendwahlkampf haben wir uns klar zur Idee der Republik Europa positioniert, weswegen wir es begrüßen, dass sich die Mehrheit der Delegierten für ein solches Projekt ausgesprochen hat und dem Änderungsantrag zum Leitantrag nicht zustimmte.

Nun ja, ganz so Friede Freude Eierkuchen war dann aber doch nicht alles. So fanden wir es schon ziemlich daneben, dass für die „Parteiprominenz“ wie Bernd Riexinger offensichtlich nicht die gleichen Regeln gelten wie für „die Kleinen“. Wir denken da an die ausgeschaltete Redezeit-Ampel und das fehlende Abklingeln beim zum Teil deutlichen Überziehen der Redezeit.

Zu guter Letzt noch ein wenig Eigenlob: Gerade am Sonntag lichteten sich die Tischreihen doch ziemlich stark und das auch schon, als man sich noch innerhalb der regulären Sitzungszeit befand. Besonders auffällig ist, dass doch ein recht großer Teil der Delegierten vornehmlich nach der abgeschlossenen Wahl der gemischten Liste des Landesvorstands wohl ihren wichtigsten Auftrag am Wochenende für abgeschlossen erachteten und sich schnurstracks nach Hause machten. Finden wir nicht so cool! Unsere Delegation war tatsächlich sehr diszipliniert und trotz vorabendlicher Feier mit wenig Schlaf noch fast komplett bis zum Ende anwesend. Wir klopfen uns mal selbst auf die Schulter.