„Landesjugendplenum ist nur zweimal im Jaaahr …“ ??

…aber anders als im bekannten Smash-Hit von Peter Wackel wurde bei uns natürlich weder gefeiert noch irgendwie anderweitig Spaß gehabt, sondern nur straff durchgearbeitet – wir hatten ja schließlich auch Einiges zu tun!

Vom 29. September bis zum 1. Oktober trafen sich gut 70 Linksjugendliche aus ganz Sachsen in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden, um das zweite Landesjugendplenum des Jahres 2017 abzuhalten. Im Mittelpunkt standen diesmal, wie das halt manchmal so ist, Wahlen, Wahlen, Wahlen. Die Durchführung der Wahlgänge für unsere neue Landeskassenprüfung und die neue Landesschiedskommission waren neben den stets notwendigen Konstituierungsvorgängen unser Tagwerk für den Freitag, bevor wir uns gestärkt durch ein Abendbrot von „unserer“ wunderbaren und heißgeliebten Kochcrew Eisenberg in die WIR AG aufmachten, um dort den Abend gemütlich ausklingen zu lassen und mit ein paar Oi’s in die Solikasse an der Bar auch noch was für das gute Gewissen zu tun. Das Geld ging an Solidarität mit Oli – für einen jungen Aktivisten aus Dresden, der sich mit hohen Repressionskosten konfrontiert sieht, weil er an einem regnerischen Tag im November 2016 angeblich einen Polizisten mit einem Regenschirm verletzt haben soll.

Fit, munter und sensationell ausgeschlafen begannen wir den Sitzungssamstag, in dessen Fokus die Wahl des Beauftragtenrates für die nächsten zwei Jahre stand – das ist gewissermaßen der Quasi-Vorstand, der die Geschicke des sächsischen Jugendverbandes zwischen den Landesjugendplena lenkt und Obacht gibt, dass alles so läuft wie es soll. Wie schon für die letzten zwei Jahre entschied sich das Landesjugendplenum dafür, dass sich der Beauftragtenrat aus zehn Mitgliedern zusammensetzen soll, wovon eine_r als Schatzmeister_in extra gewählt wird. Der BR wird in den kommenden Jahren demnach aus Andy (Leipzig), Bianca (Leipzig), Elli (Meißen), Jacob (Leipzig), Marius (Leipzig), Nele (Leipzig), Nikos (Chemnitz), Sinah (Leipzig) und Sophie (Dresden) bestehen, während sich Daniel aus Westsachsen bzw. Meißen auch die kommenden zwei Jahre als Schatzi ansprechen lassen darf. Und weil Namen ja bekanntlich nur Schall und Rauch sind, haben wir unser Klassenfoto (mit Lieblingstieren!) gleich mit abdrucken lassen. 😉

Während der letzte Beauftragtenrat ziemlich Dresden-lastig war und der jugendpolitische Sprecher aus der Messestadt kam, haben wir diesmal den Spieß umgedreht! Steffen wurde in einer herzzerreißenden Zeremonie, wie es bei uns Tradition hat, aus seinem Amt der letzten zwei Jahre verabschiedet, während Christopher aus Dresden mit 86 Prozent vom Landesjugendplenum das Votum erhielt, vom Landesparteitag als unser neuer JuPo gewählt zu werden. Zuvor wurde noch ein gemeinsamer Antrag der beiden mit großer Mehrheit angenommen, der unter anderem eine Verpflichtung des BR beinhaltete, künftig die politischen Gruppen in den Flächenkreisen noch stärker zu unterstützen und außerdem an einem Bildungs- und Empowermentprogramm für die zahlreichen Partei- und Jugendverbandsneumitglieder zu arbeiten. Zudem hatten wir am Samstag die Möglichkeit, an einer wirklich beeindruckenden Führung durch die Gedenkstätte teilzunehmen (an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür, dass ihr uns bei euch habt tagen lassen). Die Gruppen haben sich über ihre Aktionen, Situationen und Probleme ausgetauscht und wir hatten Besuch von lieben Genoss_innen aus Bayern!

Nachdem wir am vorigen Abend allesamt im Roten Baum kräftig zu den Klängen der 60er Jahre sämtliche Extremitäten geschüttelt hatten, standen uns am Sonntagvormittag noch zwei interessante Workshops bevor: Der eine behandelte die Auswertung unser Jugendwahlkampagne „Make Solidarity Great Again“, der andere diente der Vorbereitung des Abschlusswochenendes der drei Bildungsfahrten ins europäische Ausland (Griechenland, Polen, Ukraine), die wir dieses Jahr organisiert hatten. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen und solidarischer Aufräum- und Putzarbeit blieb uns noch die Verabschiedung übrig. Zufrieden und geschafft waren wir. Aber: In ’nem halben Jahr geht der Spaß ja wieder von vorne los. Und vielleicht gab’s ja doch ein kleines bisschen Spaß und Feierei. 😉