Tag der (Neu-)Mitglieder in Leipzig

Infostand Mittweida

Alle Rechte vorbehalten von DIE LINKE

Der erste Arbeitsblock ist vorbei, aus den Töpfen dampft die Kartoffelsuppe, an den Tischen haben sich die TeilnehmerInnen bunt gemixt. Viele führen die offene Debatte fort, die den Tag der (Neu-)Mitglieder eröffnet hatte. Eben noch hatten Julia Schramm, Antje Feiks und Kevin Scheibel auf dem Podium Platz genommen, moderiert von Tilo Hellmann, der die TeilnehmerInnen an diesem Tag durch das Programm führen sollte, um die Frage zu klären: „Sind Parteien noch zu retten?“ Eine provokante Fragestellung, doch die Antwort darauf aus dem Saal war klar: Ja, zumindest DIE LINKE ist es, zumindest, wenn es ihr gelingt, gemeinsam mit den vielen Neumitgliedern und jenen, die schon länger in der Partei sind mit ihren verschiedenen Erwartungen, Ansprüchen und Vorstellungen an die Partei, diese zu organisieren.

Wie kommen neue Mitglieder in der Partei an? Wie schaffen wir den ortsübergreifenden Kontakt der Neumitglieder mit den „alten Hasen“, die schon seit Jahren in der politischen Praxis und auf den verschiedenen Ebenen arbeiten? Als ein Angebot dafür hat der Landesverband den Tag der (Neu-)Mitglieder nun zum wiederholten Mal am 13. Mai durchgeführt. Diesmal traf man sich in Leipzig, im Pavillon der Hoffnung auf dem alten Messegelände. Dort, im ökumenischen Zentrum der Leipziger Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde unweit des großen Messe-Ms, sollten den ganzen Tag die interessierten Mitglieder der Partei im Mittelpunkt stehen. Rund 50 waren gekommen, zum allergrößten Teil eben jene Neumitglieder. Im Auftaktpodium – wahrscheinlich keine Überraschung, wenn unter den anwesenden Neumitgliedern eine ganze Anzahl von Ex-PiratInnen zu finden war – ging es schnell auch um die Frage, wie sich Partei gerade vor den Herausforderungen der Digitalisierung organisieren und vernetzen sollte.

Klar wurde schnell: DIE LINKE ist bei dieser Frage eine Partei der zwei Geschwindigkeiten. Während viele GenossInnen klassische Parteikommunikation betreiben, wächst der Anteil derer stetig, die sich vor allem online austauschen und wie selbstverständlich das Internet zur Parteiarbeit nutzen. Das eine zu tun, ohne das andere zu lassen, bleibt also Anspruch und Aufgabe der Partei. Wie schnell man angesichts der großen Lücken in der Breitband-Infrastruktur des Freistaates auch an Grenzen digitaler Arbeit kommen kann, nahm so auch sehr viel Raum in der Debatte ein.

Nach dem Mittagsblock sollte es aktiv weitergehen: Der Bundestagswahlkampf steht vor der Tür und die GenossInnen wollten sich fitmachen für die kommende Wahlauseinandersetzung. In vier Workshops – Argumentieren, Infostand, Plakatieren und richtig Flyer stecken – ging es nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch an die Arbeit. Kein Wunder, dass die Umgebung des Tagungsortes dabei plakatiert und wieder entplakatiert wurde, die Kunden des benachbarten Einkaufszentrums junge Mitglieder beim Infostandtraining beobachten konnten oder in den Nachbarstraßen an diesem Tag Material der Partei im Briefkasten gefunden werden konnte. Nach der Abschlussrunde mit der Vorstellung der Ergebnisse der Workshopphase sollte dieser erfolgreiche Tag schließlich im Leipziger Projekt- und Abgeordnetenbüro bei einem Kneipenquiz und gemütlichem Beisammensein ausklingen.

Doch auch nach dem Tag der Neumitglieder geht es weiter: Der Landesverband veranstaltet nämlich für die kommende Bundestagswahl drei dezentrale Wahlkampfschulungen: Am 24. Juni 2017 zwischen 10 Uhr bis 18:30 Uhr für die Kreisverbände Zwickau, Vogtland, Erzgebirge und Chemnitz im „Aktiv ab 50“, Kopernikusstraße 7 in Chemnitz. Die Kreisverbände Mittelsachsen, Westsachsen und Nordwestsachsen treffen sich zur selben Zeit im E-Werk, Lichtstraße 1 in Oschatz. Für Verbände Dresden, SOE, Meißen, Bautzen und Görlitz findet der Schulungstag am 1. Juli 2017, 10 Uhr bis 18:30 Uhr in Dresden statt. Angefragt ist das Haus der Begegnung in der Großenhainer Str. 93. Für weitere aktuelle Informationen besucht unsere Homepage www.dielinke-sachsen.de