Personalmangel im Krankenhaus gefährdet Ihre Gesundheit

LINKE Meißen organisierte Aktionswoche gegen Pflegenotstand
von Harald Kühne

Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht und Erlebnisberichte über Krankenhausaufenthalte gelesen? Im Internet kann man das tun. Zum Beispiel über die Behandlung in den Elblandkliniken. Viel Positives ist da zu lesen. Aber das ganze Gegenteil auch. Es hält sich ungefähr die Waage. Und wenn es negativ wird, liest man vor allem von zu wenig Personal. Pflegenotstand! 100.000 Pflegekräfte fehlen laut Experten in Deutschland. In der Praxis kommt dann schon mal eine Schwester in der Nachtschicht auf 40 Patienten. Unzumutbar für das Personal und für die Betroffenen. Auf diesen Umstand machte die LINKE Meißen unter Federführung der Kreistagsfraktion und des Kreisvorstandes mit einer Aktionswoche Anfang April aufmerksam. Zum Auftakt gab es neben einem Fachgespräch in den Elblandkliniken ein Podiumsgespräch mit dem gesundheitspolitischen Sprecher unserer Bundestagsfraktion Harald Weinberg, der Gesundheitsexpertin von ver.di Gisela Mende und dem Verwaltungsdirektor der Elblandkliniken Peter Zeidler.

Der Grundtenor des Abends: Die Finanzierung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ist ungenügend. Die Pflegestandards in der Personalbemessung sind zu benennen und die Bürokratie muss weiter ausgedünnt werden. Dem Auftakt am 3. April folgte eine Infotour über Wochenmärkte in Großenhain, Coswig, Riesa, Meißen und Radebeul. Leider machte uns das Wetter in dieser Woche ganz schön zu schaffen. Sicherlich hätten wir sonst mehr Unterschriften für eine Petition zum Pflegnotstand sammeln können. Denn viele Bürgerinnen und Bürger haben aus eigener Erfahrung begriffen, wie schwer es fällt, wenn bei einer ernsthaften Erkrankung die nötige Pflege nicht geleistet werden kann. Leider sahen das nicht alle so. Mancher Zeitgenosse konnte nicht über seinen Schatten springen, weil ausgerechnet die LINKE Unterschriften zu diesem Thema sammelt. Die Petition wurde am 12. Mai, dem Tag der Pflege, abgeschlossen.