Erfahrungen mit Öffentlichen Bürgersprechstunden

von Frank Dahms

Der Erzgebirgskreis hat eine Längsausdehnung von 74 km und eine Breite von 46 km. In unserer Kreistagsfraktion sitzen vier Frauen und zwölf Männer; drei Mitglieder sind parteilos; kein Mitglied gehört dem Land- oder Bundestag an. Die CDU-Mehrheit schafft es beständig, mit vier Kreistagssitzungen im Jahr die anstehenden Aufgaben abzuarbeiten. Die Diskussion von Entwicklungsfragen des Erzgebirgskreises kommt kaum vor, höchstens in den Ausschüssen. Wir als Kreistagsfraktion haben uns gefragt, wie wir zu Anregungen für unsere Arbeit kommen und unsere Standpunkte verbreiten können. Natürlich ist jeder von uns gehalten, sich öffentlich zu positionieren. Wir versuchen aber auch mit dem Potential der gesamten Fraktion in der Öffentlichkeit zu wirken. Seit 2015 gehen wir nach jeder Kreistagssitzung in jeden der vier Altkreise, und insbesondere unsere Kreisräte aus der Region veranstalten öffentliche Diskussionen.

Um den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, laden wir gezielt unsere Mandatsträger (einschließlich Nachrücker) aus den Stadt- und Gemeinderäten ein. So bieten wir uns sechzehnmal im Jahr öffentlich zum Meinungstausch an; es vergeht keine Veranstaltung, wo wir nicht neue Anregungen für unsere Arbeit erhalten.

Richtigstellung zum vorangegangenen Artikel: Natürlich gab es auch bisher Bürgersprechstunden, aber bürgerunfreundlich am Ende der Kreistagssitzung.