Rettungskräfte in Not

von Simone Hock

So könnte man die Situation der Rettungskräfte des DRK in Glauchau beschreiben, die bereits seit vergangenem Herbst im Arbeitskampf stehen. Mirko Schultze, Sprecher der Landtags-Linksfraktion für Rettungswesen, war vor Ort. Bis zu 72 Stunden Arbeitszeit, ein Tarifvertrag, der aus Kann-Leistungen und Ausschlussklauseln besteht und unzureichende Versorgung mit Arbeitsschutzkleidung (Schutzwesten) sind nur einige der Punkte, die zur Debatte stehen. Die MitarbeiterInnen des DRK Glauchau befinden sich zu Recht im Arbeitskampf, wofür der Arbeitgeber über elf Abmahnungen an den Betriebsrat verschickte. Mirko Schultze: „Wer tagtäglich das Leben anderer Menschen beschützt und rettet, muss für seine Arbeit zumindest ordentlich bezahlt und anständig behandelt werden. Auf Landesebene stellen wir vermehrt Schwierigkeiten bei Leistungserbringern des Rettungsdienstes fest. Eine Lösung muss landesweit gesucht werden. Wir werden dementsprechende Initiativen ergreifen. Solche Probleme dürfen nicht als Argument für die Ausbeutung von Beschäftigten herhalten. Kolleginnen und Kollegen des DRK Glauchau haben unsere Solidarität verdient – ohne fairen Tarifvertrag geht’s nicht!“