Mit Kompetenzen nicht verstecken

von Rico Gebhardt

Es gibt Veränderungen auf den Landtagsfluren der LINKEN. Genauer gesagt: Ein Büro wurde frei. Sebastian Scheel, unser Parlamentarischer Geschäftsführer, anerkannter Finanzexperte und ehemaliger stellvertretender Landesvorsitzender, hat die Fraktion verlassen. Nicht im Streit – Berlin hat ihn „gerufen“: Er nahm das Angebot von Katrin Lompscher an, Staatssekretär für Bauen und Wohnen zu werden. Das ist gut für Berlin und schade für Sachsen. Sebastian gelten mein Dank für seine Arbeit in Partei und Fraktion und meine besten Wünsche für die bevorstehenden Aufgaben.

Sebastian ist ein aktuelles, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel dafür, dass LINKE Kompetenzen aus Sachsen gefragt sind. Zwei Minister*innen in Thüringen haben ihre Sporen in Sachsen verdient. In so manchem Landesverband ist Personal aus Sachsen gefragt, auch auf der Mitarbeiter*innenebene. Selbst in Bundesgeschäftsstelle und Bundestagsfraktion wird oft sächsisch gesprochen.

Jeder Weggang ist auch ein Verlust für uns. Ich sage ehrlich: Ich würde die Genoss*innen lieber in den Ministerien an der Elbe treffen als in Erfurt oder Berlin. Ja, wir sitzen seit 27 Jahren in der Opposition. Und doch: Wir arbeiten jeden Tag daran, die CDU in die Opposition zu schicken. Ich bin mir sicher, dass der eine oder die andere dann gerne zurückkehrt. Einer hat es schon getan: René Jalaß, der Nachrücker für Sebastian, bringt als früherer Chef des Ministerbüros im Thüringer Bildungsministerium Regierungserfahrung mit. Sage noch einer, wir geben nur ab!