Eine halbe Kinokarte mehr

Eine halbe Kinokarte mehr

von Susanne Schaper Mit der Anhebung des Eckregelsatzes für eine Einzelperson um fünf auf nunmehr 409 Euro per 1. Januar blieb die Bundesregierung dem seit 2005 zu beobachtenden Grundsatz mehr als treu: Schon bei der Einführung von Hartz IV hatte der damalige Kanzler Gerhard Schröder (SPD) Wert auf die Feststellung gelegt, dass sich das Arbeitslosengeld




Uncle Sam fährt durch Brandenburg

von Stefan Liebich Laut Philip Breedlove, dem Kommandeur des Europäischen Kommandos der US-Streitkräfte, soll es ein „großer Schritt“ werden: Von Februar 2017 an verlegen die USA eine Panzerbrigade in den Osten Europas. Die 4.200 Soldaten sollen rotierend für jeweils neun Monate eingesetzt werden und etwa in den baltischen Staaten an Übungen teilnehmen. Schon im vergangenen




Sozialgeschichte des „Dritten Reichs“

von Dr. Michael Eckardt Nach seiner Studie „Unterm Hakenkreuz: Arbeiter und Arbeiterbewegung 1933 bis 1939“ (1999) legt Michael Schneider, zuletzt Leiter des Historischen Forschungszentrums der Friedrich-Ebert-Stiftung und Honorarprofessor an der Universität Bonn, einen Folgeband vor, mit dem er seine Forschungen über die Arbeiter und die Arbeiterbewegung in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft abschließt. Entstanden ist




Trump und die Folgen – Treffen mit Carlos de Icaza, Mexikanischer Staatssekretär

von Michael Leutert Der neue US-amerikanische Präsident Donald J. Trump macht ernst. Bereits in den ersten Tagen nach seiner Ernennung wurde unter anderem deutlich, dass seine nationalistischen, protektionistischen und auch rassistischen Töne gegenüber dem südlichen Nachbarn Mexiko kein leeres Wahlkampfgetöse waren. Trumps Drohungen, in den USA Strafzölle gegen US- oder internationale Unternehmen, die in Mexiko




Demo für ein besseres Bundesteilhabegesetz

von Philipp Drescher Trotz nass-kalten Wetters fanden sich am 7. November 2016 viele Menschen zusammen. Überall vor dem Brandenburger Tor standen sie, hielten Luftballons und Schilder mit Protestworten in der Hand. Ein riesiges Plakat schmückt das Wahrzeichen Berlins mit den Worten „Dem ganzen Volk, Teilhabe statt Ausgrenzung!“ Viele Menschen mit Handicap haben sich auf den




Das Neueste aus dem Landesvorstand Dezember 2016 / Januar 2017

von Bernd Spolwig Ein Hauptschwerpunkt war nochmals der Finanzplan 2017, der dann auch gemeinsam mit den Plänen der Kreisverbände auf dem kleinen Parteitag beschlossen wurde. Zwei Anträge auf ein separates Wahlkampfbudget für LAGs wurden hingegen abgelehnt. Einen breiten Raum nahm die Diskussion mit unseren Parteivorstandsmitgliedern und der Vorsitzenden ein. Wesentlicher Inhalt hier, wie konnte es




Zeit für den sozialen Wechsel

„Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut!“, hat Angela Merkel im Bundestag gesagt – nachdem sie erklärt hatte, ein viertes Mal antreten zu wollen. Ich frage mich: Wen meint sie? Die acht Millionen NiedriglöhnerInnen? Jene Hälfte der Bevölkerung, der eine Armutsrente droht? Die eine Million Beschäftigten in Leiharbeitsverhältnissen? Die Kluft zwischen Arm




Genosse Sokrates und Don Manfredo

Schüler und Mitstreiter erinnern an zwei große Leipziger Gelehrte von Wolf Skaun An der Wiege ist ihnen eine akademische Karriere nicht gesungen worden. Der eine, Jahrgang 1929, kommt als Sohn eines Zimmerers über die Lehre als Verwaltungsangestellter und die Vorstudienanstalt ABF in die Gelehrtenwelt. Der andere, ein Jahr jünger, Sprössling eines Hilfsmaschinisten, erlernt das Schuhmacherhandwerk,




Mähliche Transformation in den Sozialismus?

Michael Brie lotet Bedingungen für einen gesellschaftlichen Richtungswechsel aus von Wulf Skaun Die Linke sucht jenseits gescheiterter „Jakobiner“-Modelle eine tragfähige Konzeption für einen Weg aus entfesseltem Kapitalismus mit allen seinen unseligen Facetten in eine friedliche, freiheitlich-demokratische, solidarisch-ökologische Gesellschaft. Transformation heißt für einen Teil ihrer akademischen Vordenker der für Systembruch wie für Reformbestrebungen innerhalb des Kapitalismus




Dem Trübsinn ein Ende

von Sebastian Scheel Rosa Luxemburg wird das Zitat zugeschrieben: „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten“. Die Orientierung der meisten Parteien auf eine imaginierte Mitte hatte zur Folge, dass die Unterscheidbarkeit der Positionen in vielen Bereichen unscharf wurde. Da die großen sogenannten Volksparteien an Bindungskraft verloren haben, wird auch die Mehrheitsfindung schwieriger. Das Ergebnis