Wenn Menschen überflüssig werden

Wenn Menschen überflüssig werden

von Ralf Richter Wir erleben eine Zeit der Re-Politisierung. Auf den Straßen, in den Köpfen. So ist „Der überflüssige Mensch“ von Ilija Trojanow auch kein literarischer Text, sondern eine politische Stellungnahme. Kurz und bündig auf 85 Seiten – um das zu lesen braucht es keine gebundene Ausgabe, ein Taschenbuch genügt vollkommen. Es erschien bei dtv




Ein Meisterstück weiblicher Diplomatie

von Pieter Potgieter Es gehört sich, die Meisterstücke des politischen Gegners zu würdigen und anzuerkennen – besonders in Zeiten, wo es an großen Leistungen im eigenen Lager mangelt. Man merkt es in Sachsen nicht so richtig, aber es ist Wahlkampf und dieser wird 2016 von äußerster Wichtigkeit sein, auch wenn es im März „nur“ um



Gebundene Realsatire

Helge-Heinz Heinker glossiert die Tagebücher von Kurt Biedenkopf „Kann man die Lektüre empfehlen?“ Mit dieser rhetorischen Frage wendet sich Moderator Manfred Neuhaus an Helge-Heinz Heinker. Der Publizist hat für den zehnten Jour fixe im Dezember 2015 am Leipziger Stammsitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Ochsentour auf sich genommen, Kurt Biedenkopfs Tagebücher von Juni 1989 bis September 1994




Ein Experiment mit ungewissem Ausgang mit Herz und ohne Verstand

von Pieter Potgieter Stellen wir uns einmal vor, in Brasilien würde eine Massenauswanderung von Frauen stattfinden. Abertausende Mulattinnen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren würden sich aufmachen, um ins gelobte Land zu reisen, mit Schiff oder Billigflieger, nach Deutschland! In kurzer Zeit wären 800.000 junge Frauen da. Deutsche Männer würden sich im Schlaraffenland wähnen,



Istanbul-Anschlag und Merkel-Rede – Friedensdemonstrationen jetzt!

von Pieter Potgieter Nach der Tagesschau gibt es bei schlimmen Ereignissen Brennpunkte. Und es gibt Statements – es wird über alles geredet, außer über das, was geschehen ist. Seit Anfang des Jahres ist das so – damals wurde drei Tage lange die Abwehr eines Terrorangriffs in München gefeiert von den Staatsmedien, den es gar nicht



Ein Mann aus Lahore kommt nach Deutschland

von Ralf Richter Es ist kalt an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich. Besonders kalt ist es für die, die nicht im warmen Auto nach einer kurzen Kontrolle durch fahren können sondern zu Fuß dort gestrandet sind und nicht wissen ob es noch Tage, Woche oder Monate dauert, bis sie die Grenze überschreiten werden. Er



Im Teehaus bei Hassan – warum arabische Migranten auch ohne ehrenamtliche Helfer in Sachsen prima zurecht kommen würden

von Pieter Potgieter Es ist ein großes Jammern und Stöhnen Anfang 2016, glaubt man der Sächsischen Zeitung: 10.000 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer gibt es allein in Dresden. Viele stehen kurz vor dem Burnout und sind frustriert – nicht wenige wegen der „Undankbarkeit“ ihrer Schützlinge. Wäre ich ich ein junger Migrant aus Syrien, Libyen oder dem Irak und