Staatsregierung und DIE LINKE diskutieren: Die neue soziale Dimension des Wohnens

Wohnungspolitische Konferenz der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag „Die neue soziale Dimension des Wohnens“ am 21.11.2015, 10-16 Uhr in Dresden, Volkshaus, Schützenplatz 14

Das wohnungspolitische Konzept der Staatsregierung und die Forderung der Linken nach bezahlbarem Wohnen: Wie geht das zusammen? Was bleibt strittig? Zu diesen Fragen lädt die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag zur Wohnungspolitischen Konferenz in das Dresdner Gewerkschaftshaus am Schützenplatz ein. Eine hochkarätige Expertenschaft hat ihr Kommen ermöglicht. So werden der Abteilungsleiter Wohnraumförderung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, Ulrich Menke, zudem Prof. Dieter Rink vom Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ), Dr. Axel Viehweger vom Sächsischen Verband der Wohnungsgenossenschaften (VSWG), Dr. Kris Kaufmann, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Elke Pohl vom Paritätischen Sachsen, Arne Myckert von der KommWohnen Görlitz, Anke Matejka vom sächsischen Mieterbund, Marlen Försterling von „Stadt für alle“ Leipzig, Michael Stellmacher vom Haus und Wagenrat e. V., Heidi Lüth (LAG Seniorinnen) und Hannes Heise vom Initiativkreis Menschen.Würdig die zentralen Fragen des Wohnungsbaus, der Mietengerechtigkeit und der menschenwürdigen Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in den Kommunen mit Vertretern der LINKEN diskutieren.
Nicht erst die öffentliche Debatte zur Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen, verbunden mit dem Streit um Leerstand und Rückbau in Sachsen, zeigt die Herausforderungen in der Wohnungspolitik und die Versorgung mit angemessenem Wohnraum zu bezahlbaren Mietpreisen. Auch die weitere demografische Entwicklung im ländlichen Raum und der Zuzug in den Ballungszentren sowie Fragen der Energiewende haben Konsequenzen für Wohnungsbau und Stadtentwicklung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren in einer Podiumsdiskussion, eingeleitet durch kurze Impulsvorträge, gespickt mit Kurzinterventionen, und in Workshops über Anforderungen bzw. Bedarfe an die politische Steuerung und Förderung des Wohnungsbaus und der Stadtentwicklung. Logischerweise steht im Kontext gesellschaftlicher Anforderungen an das Wohnen und steigender Kosten bei Neu- und Umbau in Verbindung mit einer unzureichenden Einkommensentwicklung in Sachsen die Bezahlbarkeit der eigenen vier Wände im Mittelpunkt. Hierzu werden sowohl die Konzepte der Staatsregierung und der Fraktion DIE LINKE, als auch die Positionen aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Sozialverbänden sowie von Basisinitiativen zur Diskussion gestellt werden. Die Vertiefung findet in drei parallelen Workshops statt: Wie kann zukünftig bezahlbarer Wohnraum bereitgestellt werden, der den veränderten Anforderungen an energetische Sanierung, Modernisierung und Barrierefreiheit entspricht? Wie können Segregationsprozesse insbesondere in Ballungszentren vermieden werden, im Kontext unzureichender Einkommensentwicklung? Welche Herausforderungen durch den demographischen Wandel und steigende Zuwanderung kommen auf den Freistaat zu und wie können diese im Hinblick auf die Gestaltung einer lebenswerten Stadt der Zukunft gemeistert werden?
Neben Fachvorträgen und Diskussionsbeiträgen aus Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Sozialverbänden wird die Debatte den eigentlichen Schwung durch die Beteiligung der interessierten Bürgerinnen und Bürger, der Kreis-, Stadt- und Gemeinderätinnen und -räte aus den sächsischen Kommunen sowie der Aktivistinnen und Aktivisten von Wohn-Basisinitiativen und Flüchtlingsinitiativen erhalten.
Enrico Stange

Wer Interesse hat, kann sich frühzeitig einen Platz sichern. Das geht telefonisch unter 0351-4935800 oder per E-Mail unter linksfraktion-geschaeftsstelle@slt.sachsen.de