Wahlauswertung

von Antje Feiks

Die Landtagswahlen mögen gelaufen sein, einfach abgehakt sind sie damit jedoch nicht. Wie schon nach den Landtagswahlen 2009 wollen wir nun in einen intensiven Auswertungsprozess eintreten. Den Auftakt dazu bildeten die letzte Sitzung des Wahlplenums Ende September und die Regionalkonferenzen in Chemnitz, Dresden und Leipzig Anfang Oktober. Bis Ende des Jahres soll eine schriftliche Wahlauswertung entstehen. Wir wollen verstehen, wie sich das Ergebnis im Einzelnen zusammensetzt, um daraus die Schlussfolgerungen für unser zukünftiges Handeln zu ziehen.
Schlussfolgerungen sind notwendig, denn insbesondere DIE LINKE in Sachsen ist von der sich verändernden demographischen Zusammensetzung der Gesellschaft betroffen. So konnten wir zwar 7.000 ErstwählerInnen davon überzeugen, DIE LINKE zu wählen, seit 2009 starben jedoch 38.000 unserer bisherigen WählerInnen. Rund 9.000 Menschen, die seit 2009 nach Sachsen gezogen sind, entschieden sich bei der Wahl für uns, 15.000 unserer Wähler von 2009 sind jedoch seitdem aus Sachsen verzogen. Saldiert heißt das, dass wir 37.000 WählerInnen – 62 Prozent unserer Gesamtverluste – dauerhaft durch Tod oder Umzug verloren haben. Rund 30 Prozent unserer WählerInnen zu den Europawahlen 2014 waren über 70 Jahre alt. Die Herausforderung liegt also darin, Menschen anzusprechen, die bisher keine WählerInnen der sächsischen LINKEN waren, NichtwählerInnen wieder zurück zu den Wahlurnen zu holen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns nicht erst 2019 zu stellen haben. Wir müssen sie jetzt annehmen. Denn: Wahlen werden letztlich nicht in Wahlkämpfen entschieden, sondern durch andauernde gute politische Arbeit in der Zwischenwahlzeit. Wollen wir eine starke LINKE 2019, so müssen wir uns jetzt auf den Weg dazu machen. Lasst uns deshalb solidarisch und gemeinsam über den richtigen Weg diskutieren.