Ökonomischer Schwachsinn

Ökonomischer Schwachsinn

von Ralf Becker Eine Studie der Commerzbank hat herausgefunden, dass sächsische mittelständische Unternehmen gar nicht so schlecht mit der Eigenkapitalausstattung dastehen, im Ost-West-Vergleich auch mitunter besser. Investitionen würden deshalb vorwiegend auch aus Eigenkapital finanziert. Außerdem gehe es den Unternehmen vorwiegend um Substanzerhalt und zu wenig um Wachstum. Dabei bestehe doch in Maschinen- und Werkzeugbau, Nanotechnologie




Japanische Reise im März

von Klaus Tischendorf Immer, wenn der Sächsische Ministerpräsident auf Reisen geht, ist der Sächsische Landtag mit zwei Landtagsabgeordneten dabei – jeweils eine bzw. einer von den Regierungsparteien und von der Opposition. Am 20. März dieses Jahres begab sich Ministerpräsident Tillich auf eine einwöchige Reise nach Japan, an der ich als Oppositionsvertreter teilgenommen habe. Für mich




Die Satzungsdebatte auf dem Bundesparteitag

von Tilman Loos Auf dem Programm des Bundesparteitags standen unter anderem diverse Satzungsänderungsanträge sowie Anträge zu weiteren grundlegenden Formalia der Partei DIE LINKE. Die Behandlung von Satzungsänderungsanträgen musste auf anderen Parteitagen immer wieder verschoben, abgesagt oder unfertig abgebrochen werden, zuletzt beim Bundesparteitag in Dresden. Das hat dazu geführt, dass sich diverse Satzungsänderungsanträge bis zu diesem




Alle Jahre wieder

Resignierte Anmerkungen zu einer Serie schlechter Trivialliteratur von Kerstin Köditz Manchmal ändert sich etwas im Freistaat Sachsen. Langsam, und nicht immer zum Besseren. Und vieles bleibt einfach, wie es schon immer gewesen ist. Als endlose Kette von Wiederholungen. Wie im Fernsehen. Jedes Jahr zu Sylvester fragt Butler James in der Komödie „Dinner for one“ eher




Peter Reichel, Direktkandidat für den Wahlkreis 9 (Zwickau 5)

Warum will ich für den Sächsischen Landtag kandidieren? In meinem Wahlkampf zum Bürgermeister der Gemeinde Callenberg, den letztlich ein auswärtiger CDU-Kandidat gewann, hörte ich immer wieder folgenden Satz: „Mit der CDU sind wir seit Jahren gut gefahren!“ Eine Antwort auf das „Wohin“ bekam ich nie. Der Stand des Freistaates nach 23 Jahren CDU-Herrschaft mit wechselnden




Aufklärung des NSA-Skandals wird blockiert

von André Hahn Die im Bund regierende Koalition unternimmt seit Wochen fast alles, um im Bundestag die Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses zu torpedieren. Das begann beim Umgang mit dem Antrag von LINKEN und Grünen, Edward Snowden, der den Überwachungsskandal aufgedeckt hat, als Zeugen in Berlin zu vernehmen. Die Entscheidung hätte schon im April fallen müssen, aber




Der 22. Juni 1941: Verdammt lang her – doch nicht vergessen

von René Lindenau Für den preußischen Kriegsphilosophen General Carl von Clausewitz (1780-1831) war der Krieg ein Akt der Gewalt, um dem Gegner zur Erfüllung (unseres) Willens zu zwingen (siehe in „Vom Kriege“). Doch jener Krieg war anders und sollte alles bisher gewesene Kriegsgeschehen in seiner Grausamkeit und Heftigkeit in den Schatten stellen. Der Krieg Hitlerdeutschlands




Vor 100 Jahren starb Bertha von Suttner

von Una Giesecke Rolf Hoppe hat einmal bekannt, welche drei Bücher ihn geprägt haben: die Bibel, der Bauernkalender und die von Bertha von Suttner. Die ersten beiden kennt man, aber Bertha von Suttner? Schon mal gehört, bloß wer war das gleich noch mal? So reagierten selbst Vorsitzende von Parteien, die zur vorigen Europawahl angetreten waren,




Mut zu leisten Tönen – Reinhold Andert zum Siebzigsten

von Jens-Paul Wollenberg Das Weltmusikmagazin „Folker“ bezeichnet ihn in der Ausgabe 3.14 als bemerkenswertesten Liedermacher aus der DDR, als leisen Poeten mit ganz eigenem Stil; „seine satirischen Liedtexte von scharfem Verstand stecken voller Parabeln und feiner Ironie“. Reinhold Adert lernte ich anlässlich eines Musikprojektes im Herbst 1988 in Berlin kennen. Die ostberliner Klezmerband „Aufwind“, der




Ukrainische Linke – gibt’s da was?

von Nelia Vakhovska Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 tut sich die Ukraine mit dem Begriff der Linken schwer. Trotz permanent steigender Arbeitslosigkeit, Armut und Korruption ist das Land nur bedingt für linke Kritik offen. Dafür gibt es zwei Ursachen: Die Geschichte der ukrainischen Spaltung und das Agieren der Kommunistischen Partei (KPU). In den jetzigen