Konrad-Adenauer-Stiftung und CDU versuchen Janukowitsch zu stürzen

von Pieter Potgieter

Etwas ist schon merkwürdig in unseren bürgerlichen Medien, wozu auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört. Seit Wochen werden wir nun überschwemmt mit Nachrichten aus der Ukraine – besser gesagt mit Nachrichten vom „Lautsprecher“ Klitschko. „Klitschko fordert“, bei google eingegeben, bringt satte 134.000 Ergebnisse am 30. Januar.  Ist Klitschko auch so eine große Nummer in den polnischen, tschechischen, russischen oder ukrainischen Nachrichten oder wirkt hier der deutsche Medien-Zerrspiegel? Wie es scheint, bekommen wir eine Sonderberichterstattung – wer wissen will, was in der Ukraine passiert oder berichtet wird kann sich die Kosten für die Leitung nach Kiev sparen – und im Konrad-Adenauer-Haus anrufen.

Erhellend wirkt ein Blick auf die Homepage der Klitschko-Partei „Udar“ und ihren Partnern. Außer der „Klitschko Brothers Foundation“ findet man dort zwei US-Partner: Das International Republican Institute und das National Democratic Institute. Der deutsche Partner ist, wen wundert das, die CDU.  Was im Adenauer-Haus erdacht wird verkündet Klitschko und ist unmittelbar darauf in unseren Medien. Die US-Einrichtungen haben beim „Arabischen Fühling“ bereits eine herausragende Rolle gespielt.

Ist es nicht an der  Zeit, dass der außenpolitische Arbeitskreis der Linkspartei im Bundestag eine Aufklärung über das anti-russische Engagement verlangt, welches sich auch gegen den rechtmäßig gewählten Präsidenten der Ukraine richtet und einmal nachfragt, inwieweit die Kanzlerin hinter dem geplanten „Regime-Change“ in Kiew steckt? Haben wir im Moment keine anderen Probleme, als mit Russland, aus dem wir große Teile unserer Energielieferungen bekommen, die Konfrontation zu suchen? Die CDU unterstützt nicht nur Udar (Schlag) sondern auch eine weitere Oppositionsgruppe mit dem Namen „Vaterlandspartei“ – beide Parteien stehen im engen Bündnis zu „Svoboda“, einer rechtsextremen Partei, die ihrerseits  Kontakte nach Deutschland zur NPD hat.

Einen interessanten Artikel über die deutschen Aktivitäten findet man auf der Homepage der Deutsch Russischen Nachrichten unter der Überschrift: „Mit allen Mitteln“: Merkel will Janukowitsch stürzen