DIE LINKE bleibt dabei: Sorbische Institutionen erhalten und fördern!

Text von Caren Ley

Nachdem letztes Jahr das sorbische Theater massiven Kürzungen ausgesetzt war, soll es jetzt die Forschung treffen: 500.000 Euro sollen dem Sorbischen Institut gestrichen werden. – Das, obwohl das in Bautzen ansässige Forschungsinstitut Jahr für Jahr eine gute Arbeit bescheinigt wurde. Das Sorbische Institut bildet zudem Lehrerinnen und Lehrer aus. Es ist die einzige außeruniversitäre Einrichtung, die sich mit der Standardisierung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kulturgeschichte befasst. Ich habe das Sorbische Institut diesen Monat gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Heiko Kosel und meinem Bundestagskollegen Dr. Ilja Seifert besucht. Ich konnte mich von der wichtigen Arbeit des Instituts überzeugen.

Die vorgesehenen Kürzungen sind völlig inakzeptabel. Schon jetzt leidet das Sorbische Institut unter Finanznot. Und obwohl Gutachten im Auftrag der Sorbenstiftung eine Intensivierung der Lehr- und Forschungsarbeit empfehlen, will die selbe Stiftung nun drastisch die Gelder kürzen. Die Arbeit des Forschungsinstituts ist damit eklatant bedroht. Ein Ringen um zusätzliche Projektmittel Dritter wird die Lücke nicht annähernd füllen können. Die bisherigen Erfahrungen zeigen das mehr als deutlich.

Eines der Hauptprobleme ist, dass die Bundeszuschüsse für die Sorbenstiftung seit Jahren stagnieren. Trotz steigender Personalkosten bewilligt die Bundesregierung der Sorbenstiftung bisher nicht einmal einen Inflationsausgleich. Einsparungen und Entlassungen bei vielen sorbischen Einrichtungen sind die Folge. Dennoch wundere ich mich über das Ausmaß der aktuellen Kürzungspläne der Stiftung, da doch die Bundeszuschüsse zumindest konstant geblieben sind.

DIE LINKE bleibt dabei: Die Einrichtungen und Projekte der sorbischen Minderheit brauchen ausreichend finanzielle Unterstützung. Die Politik muss sich entscheiden: Will sie die sorbische Sprache retten, dann gilt es jetzt in die sorbische Sprache zu investieren, statt ausgerechnet dort zu sparen. Die Bundes- und Landesregierung müssen daher ihrer Verpflichtung, die sorbische Kultur und Sprache zu fördern, auch finanziell nachkommen. Deshalb bringt DIE LINKE auch dieses Jahr wieder einen Haushalts-Antrag zur Erhöhung der Mittel für die sorbische Stiftung in den Bundestag ein.

Quelle: Flickr: Autor: guukaa Lizens: