GuttenPlag – Die Sünde der Neuzeit ?

Sie wackelt, die „altfränkische Wettertanne“ K.T. zu Guttenberg, der, wie gemeinhin bekannt zur vermeidung weiteren politischen Schadens auf seinen Doktortitel verzichtet hat. K.T. ohne D sozusagen. Soviel ist bekannt.
Was weniger offensiv kommuniziert wird sind die Zusammenhänge dahinter. Guttenbergs Mutter, Galeristin in Hamburg ist eine geborene v. Ribbentropp. Also: Verwandtschaft vom Reichsaußenminister. Da samma wieda! Einer seiner Brüder verwaltet große Waldbestände – daher wohl die Wettertanne und sein Vater ist Dirigent in den baierischen Bergen: Er dirigiert also.
Aber wer dirigiert K.T. ohne D. wohl heute? Noblesse oblige – Adel verpflichtet? Eher nicht – ein CDU-Büroleiter im Westfälischen verlor mit dem Titel auch seinen Job – Ende der politischen Karriere! Und der Prinz zu Preußen berichtet im Internet (t-online – Nachrichten)davon, sich erst nach der Anfertigung einer zweiten Doktorarbeit rehabilitiert gefüht zu haben, als ihm sein erster Titel auf ähnliche Art und Weise abhanden gekommen war. Der Wissenschaft, dem Adel und der deutschen Konservativen scheint KT sich also nur zum Teil verpflichet zu fühlen. Aber er gilt als Transatlantiker, also jemand, der unabhängig von der politischen Großwetterlage, US- und NATO- Kontakte pflegt.
Zuletzt war das Kronprinzenpaar zu Guttenberg mit Johannes B. Kerner zum talken in Afghanistan.
Nun, die deutschen Konservativen – namentlich Merkel und Schäuble – geben zur Begrenzung der Kollateralschäden insgesamt 5,8 Milliarden € (Handelsblatt v. 25./ 26.2.11, S.14) aus, um Guttenbergs Ruf zu wahren, wenn das überhaupt noch möglich ist. Die Bundeswehrreform wird klammheimlich nach hinten verschoben, o.g. Summe findet sich zusätzlich im Wehretat für 2012 bis2014 wieder.
Auch werden vor allem die Bild-Zeitung und Ihre Ableger von der Anzeigenkampagne profiteren, die neue Soldaten gewinnen soll. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass KT´s Mannen sich für die„faire“, d.h. Hof-Berichterstattung in diesem Zusammenhang bedanken möchte.
Aus Verteidigungsministerium wird inzwischen kolportiert, dass der Praktikant auf die Frage: „Wo ist eigentlich der Kopierer?“ die Antwort. „Auf Dienstreise!“ bekommen hätte.

Quelle Flickr Autor fotografiona CC-Lizenz