Stefan Hartmann mit einem Kommentar zum Ausschluss von Ronald Weckesser in ## 10/2008
Dr. André Brie ist seit vielen Jahren als Freund des klaren Wortes bekannt, als einer, der Gedanken auch außerhalb der eingefahrenen Bahnen entwickelt. Mit dieser im politischen Bereich eher selten anzutreffenden Fähigkeit haben wir Mitglieder der (ehemaligen) PDS ihn ins Europaparlament geschickt, um für unsere in Programm und Wahlprogramm gemeinsam erarbeiteten Ziele zu streiten.
Nun ermöglicht uns ein Interview in der Freien Presse vom 9. September seinen Blick auf den sächsischen Landesverband nachzuvollziehen. Darin wirft er dem Landesvorstand nicht weniger als „SED-Machenschaften“, „Gleichschaltung“ und den „Verstoß gegen das Grundgesetz“ vor.
Benny aus der Olsenbande würde sagen: „Mächtig gewaltig, Egon!“ Uns Mitgliedern sollte daran gelegen sein, zu prüfen, ob derart schwere Vorwürfe, die nun von einem wahrlich nicht unbedeutenden Genossen öffentlich vorgetragen werden, zutreffen.
Was hatte sich ereignet? In Dresden wurde der Kandidat der LINKEN für einen Beigeordnetenposten nicht gewählt. So etwas kann passieren. Gleichzeitig aber wurde statt seiner der Vorsitzende der Linksfraktion.PDS auf eben diese Position gehoben. Dies ist nun weniger schön, denn dieser Fraktion gehören auch einige Mitglieder unserer Partei an, bis dahin sogar zwei Landtagsabgeordnete. In Folge dieses Vorgangs beschloss der Landesvorstand, diese Genossinnen in Zukunft bei Wahlvorschlägen nicht mehr zu berücksichtigen und dies auch anderen Gremien zu empfehlen.
Sind dies SED-Machenschaften? Vielleicht ist André Bries Blick in die Vergangenheit getrübt, aber wenn dies so wäre, würde die DDR vielleicht sogar noch existieren. Denn das nach zahlreichen öffentlichen Diskussionen, die inzwischen Jahre währen, ein Landesvorstand, der alle zwei Jahre neu gewählt wird, eine Entscheidung fällt, jemanden nicht mehr zu Wahlen aufzustellen, ist nicht im Ansatz mit der Funktionsweise der SED zu vergleichen. Vielmehr erinnert der Avantgardismus der wenigen Altfraktionäre, denen das Wort der vielen entweder nichts gilt oder das als Ergebnis von Manipulation dargestellt wird, an das von der gesellschaftlichen Realität abgekoppelte Politbüro. Wahrscheinlich sind für diese die Beschlüsse der Parteitage Resultat der politisch-ideologischen Diversion und politischen Untergrundtätigkeit der reaktionären „Jugendbrigade“ und ihrer Helfershelfer.
Ist dies „Gleichschaltung“? Eigentlich kann diese Frage nicht erörtert werden, ohne vorauszusetzen, dass an dieser Stelle der Gaul mit Dr. Brie durchgegangen ist. Denn wenn er diesen Begriff aus der nationalsozialistischen Terminologie wirklich ernst meinen würde, der „die Einschränkung oder den Verlust der individuellen Persönlichkeit beziehungsweise der Unabhängigkeit, Mündigkeit und Freiheit eines Menschen durch Regeln und Gesetze“ beschreibt, dann wären die Grenzen des politischen Anstandes durch Dr. Brie deutlich überschritten worden.
Wurde gegen das Grundgesetz verstoßen? Dr. Brie bezieht sich auf das im Grundgesetz verbriefte passive Wahlrecht. Allerdings ist bei bestem Willen nicht erkennbar, dass im Grundgesetz irgendein Recht steht, von einem Vorstand o.ä. vorgeschlagen zu werden. Und ebenso ist kein Verbot einer Kandidatur durch den Vorstand beschlossen worden, was im übrigen ein klarer Satzungsverstoß wäre. An dieser Stelle schlägt Dr. Bries Argumentation ins Bizarre um.
Hauptsache mächtig gewaltig auf den Schlamm gehauen, koste es, was es wolle. Mit diesem Interview hat sich André Brie in eine Ecke begeben, in der er nicht zu vermuten war. Denn für einen Apologeten schien er bisher zu klug zu sein. Schade.
Nachsatz: Wenige Momente, bevor ich diesen Text an die ###-Redaktion absenden wollte, erschien ein Interview mit MdL R. Weckesser nach seiner Abwahl von allen Funktionen der Landtagsfraktion. Im folgenden Zitat spitzen sich seine Anwürfe am meisten zu: „Wenn, wie in meinem Fall, im Stundentakt vorformulierte Empörungsschreiben aus den Kreisverbänden eintreffen, die dann bündelweise den Fraktionsmitgliedern vorgelegt werden, dann kann ich nur sagen: Die alte Organisation beherrscht man noch perfekt.“ Dies ist im Kern derselbe Vorwurf von SED-Machenschaften, wie er bei Brie zu finden ist. Es wäre zu prüfen, ob die Schreiben „vorformuliert“ wurden und in Erfüllung einer Aufforderung durch verantwortliche Genossinnen entstanden. Ich persönlich halte das für unwahrscheinlich. Denn jeder, der sich auch nur ein wenig mit der Meinung der Genossinnen in den Kreisen, besser: außerhalb der Fraktionsflure, befasst, weiß, dass diese sich einer solchen Vorgehensweise verweigern würden. Aber wie gesagt: die Meinung der vielen wird offensichtlich als manipuliertes Machwerk verstanden. Dieser Realitätsverlust ist offensichtlich inzwischen irreversibel.
Anmerkung:
Diskutiert wird auch im Blog linke sach(s)en. Die angesprochenen “Empörungsschreiben aus den Kreisverbänden” finden Sie hier.

Wie werden eigentlich inhaltlich solche Anträge der Nazis begegnet?
Nur weil sie Nazis sind kann man keinen Antrag ablehnen oder nicht behandeln. Dafür braucht man keine seriösen und studierten Personen wählen. Da reichen Wackeldackel auch aus.
Karsten Dörre
Obwohl ich nun wirklich kein Freund der Nazis bin, sollte über Anträge der gewählten Abgeordneten demokratisch abgestimmt werden. Der Antrag auf ein Schweigeminute war aus meiner Sicht in Ordnung. Weniger in Ordnung finde ich es, dass nicht zuvor DIE LINKEN oder eine andere Partei diesen Antrag eingebracht hat. Auch finde ich es nicht in Ordnung, wie mit MdL Weckesser umgegangen wird.
Doch so wie es hier im Kleinen ist so ist es auch im Großen. Wenn DIE LINKEN im Bundestag gute weiterbringende Anträge einbringen, dann werden sie aus Prinzip von den anderen abgelehnt. So kommen wir im Kleinen und im Großen nicht vorwärts.
Naja, sieht aber nun aus, als sei an Bries These was dran. Schaut man sich die Machtverhältnisse in der Linken in Sachsen an, sieht man Jugendbrigade (konzeptionslos, neuerdings scheinsozialradikal) vs. Alt- & Konformkader neben schweigenden WASG-Hütchenspielern. Die radikale WASG-Flanke ist zum Vorderausgang am Freitag raus und der Weckesser-Flügel seitlich abgehackt. Wie fliegt man ohne Flügel so hoch, wie Sie es wollen?
Die Sächsische Einheitspartei Döblen bläst zum Kampf gegen die SPD. Wohl eher nicht.
Schade, Kollege Hartmann, daß ihre Pläne immer so brilliant offen liegen, obwohl sie sie doch dauernd zudecken wollen.
Das wird kein spannender Wahlkampf – leider. Und langweilig sind schon andere Parteien in Sachsen.
Zu den Konflikten in Sachsen:
Ich hätte mir gewünscht, wenn in Sachsen beide Seiten aufeinander zu gegangen wären und eine breitestmögliche Einbeziehung von Menschen, von verschiedenen Generationen und Erfahrungen gelungen wäre. Dass dies immer weniger gelingt und die Auseinandersetzungen aus Dresden jetzt auch auf Sachsen überschwappen, ist … einfach nur schade.
Grüße von Andreas
Lieber Andreas,
Na, dann liegts wohl an der Parteiführung in Sachsen, nicht wahr?
Vielleicht trägt es zur Beruhigung bei, daß der Genosse M. nun doch kein V-Mann war:
4_Drs_12966_-1_1_3_.pdf der Staatsregierung Sachsen. (dort Anhang)
Insegsamt findet die Debatte zu den grauseligen Vorgängen um Külow, Pellmann und Jennicke des Leipziger Stadtvorstandes hier statt und hier.
IGR
@Andreas W.
Das letzte was die Linke braucht, sind faule Kompromisse. Wo diese hinführen, kann der Interessierte am “Schicksal”
der SPD studieren.
.
Wer diese Art Politik mag, kann gerne dorthin wechseln. Viel Spaß beim Untergang
Der Ausschluß von Herrn Weckesser hat der Linken ein gutes Stück Glaubwürdigkeit und vor allem BERECHENBARKEIT (und damit Wählbarkeit!) zurückgebracht.
Man käme sich doch sonst als Wähler veräppelt vor, wenn man links gewählt hat und sich dann von Herrn Weckesser rechte Politik gefallen lassen muß.
Wenn er dann noch versucht, die Linke in Mißkredit zu bringen und ihren gegnerischen Propagandisten zum Fraß vorzuwerfen, indem er in Nazi-Hörner tutet, dann ist das Maß übervoll!
Interessant ist es nun, zu beobachten, wer ihm nach alledem(!!) DENNOCH die Steigbügel zu halten versucht.
Auch die Linke ist nicht vor Unterwanderung gefeit, politische Wachsamkeit also nach wie vor das Gebot der Stunde. Hätte die Linke auf Weckessers Zustimmung zu diesem Nazi-Antrag NICHT konsequent reagiert, dann hätte die bürgerliche Propaganda die Linke ein für allemal “im Sack” gehabt!
Ich persönlich betrachte das Verhalten von Herrn Weckesser als feigen und überaus(!) hinterhältigen Angriff auf die Reputation der Linken in der Öffentlichkeit. Der Rauswurf war also das Mindeste …
Im Firmenalltag hätte man zusätzlich noch Schadenersatz verlangt …
An der Stellungnahme Einzelner zur “causa Weckesser” ist nun auch leicht abzulesen, wer links ist und wer sich nur links gebärdet. Die “Kuh” ist also nach wie vor “nicht vom Eis”, Wachsamkeit nach wie vor nötig! Denn die politischen Gegner (auch in den eigenen Reihen) schlafen nicht und werden nie aufgeben, konstruktive linke Politik zu diffamieren, solange sie noch die Spur einer Chance wittern.
Die Linken sollten nie vergessen, warum sie sich einst von der Sozialdemokratie trennten!! )
Leute, die diesen Kräften Steilvorlagen liefern, sind m.E. im Interesse des Erfolges linker Politik konsequent und ohne Anseheung der Person auszuschließen, wenn erkennbar wird, daß Lernbereitschaft nicht vorhanden ist, oder gar Vorsatz im Spiele war. (Auf die bitteren Erfahrungen der SPD mit diesbezüglicher, eigener Inkonsequenz,Unentschlossenheit und völlig falsch verstandenener Humanität möchte ich noch hinweisen, solange es die SPD noch gibt
Wir leben nicht auf der Märchenwiese, sondern haben uns der Realität zu stellen.
Warum aber sollte diese Realität für die “Weckessers” unter uns weniger hart sein, als für die von deren “Politik” Betroffenen??
(Es wird allerdings Aufgabe der Partei sein, sich Klarheit zu erarbeiten bei der Frage, wo Wachsamkeit aufhört und kontraproduktive Paranoia anfängt, damit man nicht wieder in die alten Fehler von vor 1989 zurückfällt, wo unter der deutschen Linken die nackte Paranoia grassierte, die Freund und Feind nicht mehr auseinanderhalten konnte – mit den bekannten Folgen… )
Im Falle, wie jenes des Herrn Weckesser (und anderer …), hätte ich mir übrigens den Rauswurf schon lange vor 1989 gewünscht, denn es waren vor allem derartige, für meine Begriffe gegenüber der damaligen “gemeinsamen Sache”
arrogante Haltungen wie die seine, die diesen Sozialismusversuch so kläglich und unwürdig scheitern ließen. Denn: Was richtet ein Heer Gutwilliger aus, gegen einen Unfähigen, oder gar Böswilligen in einer Machtposition!?
In einem Falle gab es nun also eine saubere und faire(1) Lösung – die Problematik aber bleibt uns natürlich erhalten und fordert von uns dauernde Wachsamkeit, Umsicht (gerade auch in Personalfragen!) und klare Stellungnahme
meint
U.
(1)(vielleicht treffen wir den Ausgeschlossenen eines Tages in der CDU – wo er ja offenbar Lob geerntet hat, seine Karriere ist also von dem selbstverschuldeten “Rausschmiß” keineswegs beeinträchtigt – im Gegensatz zu anderen, die nun Dank seiner Politik die Miete nicht mehr zahlen können …)
Da hätten wir sie wieder; die gute alte WOBA-Frage. Was sagen uns die wachen Geister? Richtige Lösung, komischer Anlaß?
Wollen sehen, wie lange DIE LINKE. das Debakel durchhält und wann auch der letzte Genosse versteht, daß Entkommunalisierung, CBL, PPP und Privatisierung, Verhökern, Korruption und LBO nette Verwirrspielchen sind, die über den Finanzsektor hereinfließen, um das Gehirn auf Trab zu halten?
Ob wir nun aber rekommunalisieren, enteignen oder nur progressiv entstaatlichen oder vergenossenschaftlichen ist nicht so ganz unterschiedslos, wie uns mancher Linke glauben lassen möchte.
[...] ich denke, wir sehen uns alle wieder , ….
IGR
Da hätten wir sie wieder; die gute alte WOBA-Frage. Was sagen uns die wachen Geister? Richtige Lösung, komischer Anlaß?
Wollen sehen, wie lange DIE LINKE. das Debakel durchhält und wann auch der letzte Genosse versteht, daß Entkommunalisierung, CBL, PPP und Privatisierung, Verhökern, Korruption und LBO nette Verwirrspielchen sind, die über den Finanzsektor hereinfließen, um das Gehirn auf Trab zu halten?
Ob wir nun aber rekommunalisieren, enteignen oder nur progressiv entstaatlichen oder vergenossenschaftlichen ist nicht so ganz unterschiedslos, wie uns mancher Linke glauben lassen möchte.
[...] ich denke, wir sehen uns alle wieder , ….
IGR
Unternehmner
“Das letzte was die Linke braucht, sind faule Kompromisse.”
Ganz bestimmt richtig, was Sie da zu den Kompromissen schreiben.
Aber ich glaube, man ist leider schon einige faule Kompromisse eingegangen.
Zum Beispiel, welcher Bürger kann der Linken denn heute noch glauben, dass sie für radikale oder zumindest notwendige Arbeitszeitverkürzungen steht, wenn sie gleichzeitig
einen Mindestlohn von etwas über 8 Euro fordert?
Wenn sie heute eine Regelsatzerhöhung auf 435 Euro für alleinstehende Erwerbslose fordert, nach anfänglichen Regelsatzforderungen in 2005 von 420 Euro und das bei der erlebten t a t s ä c h l i c h e n Inflation der letzten Jahre. Das wären dann Erhöhungsforderungen im Jahr von unter 1% bezogen auf die anfängliche Forderung von 420 Euro.
Es gibt Berechnungen, wonach bei einer Regelsatzerhöhung auf 435 Euro im Monat, zusätzliche 2 Millionen erwerbstätige Menschen in Hartz IV fallen mit all den negativen Konsequenzen.
Offiziell lautet aber die Forderung der Linken: “Hart(Z)IV muss weg!
Meiner Meinung nach müssen konsequente linke Forderungen lauten:
“Her mit der repressionsfreien Grundsicherung und weg mit Hartz IV!”
“Her mit radikalen Arbeitszeitverkürzungen bei entsprechenden ausreichenden Tariflöhnen!”
“Verbot der so genannten 400 Euro-Jobs, zumindest als Erstarbeitsverhältnis!”
Doch leider liest man in der so genannten bürgerlichen Presse kaum so wichtige linke Forderungen!
Bestimmt sollte die Forderung der Basis in der Linken lauten:
“Keine faulen Kompromisse machen!” Oder muss die Forderung vielleicht doch schon heißen: “Keine faulen Kompromisse m e h r machen?”
Mit freundlichen Grüßen und für eine starke und glaubwürdige Linke
Hans-Dieter Wege
Lieber Hans-Dieter Wege,
Wir haben das 21. Jahrhundert mit neuen Problemen. Das braucht etwas Zeit, vielleicht werden wir 2010 fertig, vielleicht 2011, auf jeden Fall werden wir das in Ruhe ausdiskutieren.
Soweit steht ja alles in den Eckpunkten …
IGR
Ich vergaß die Quelle der lapidaren Politikvorstellung:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/820019/.
‘Tschuldigung
@IGR, I. (W)ASG!
Sicherlich, Herr Bisky braucht nicht von 351 Euro – Stromkosten – Telefonkosten – Praxisgebühr – Medikamentenzuzahlungskosten – eventueller Eigenanteile aus dem Regelsatz zu den Mietkosten, usw. usw. zu “leben”!
Da kann man schon mal ganz lässig sehr viel Zeit haben, zumal man ja anscheinend trotz alledem mit fast allen Stimmen wieder gewählt wird, zumindest zum Bundesvorstand der Linken.
Ich hoffe doch sehr, dass das Sein nicht das Bewusstsein trübt?
Ansonsten wird das eventuell ganz schnell zu einer bitteren Pille, sollte die Linke unglaubwürdig werden. Irgendwie will das wohl noch niemand in der Führungsetage der Linken wohl glauben obwohl es ja die “Vorbilder” Italien, Spanien und Frankreich
gibt.
Ich hoffe doch sehr, dass das Büro Bisky mir jetzt nicht wieder schreibt, ich würde
“Eulen nach Athen tragen”!
Aber im Gegenteil zu meiner Kritik zum Fehlen öffentlicher Forderungen nach radikalen Arbeitszeitverkürzungen steht das von mir oben beschriebene ja ganz bestimmt nicht in den Programmatischen Eckpunkten der Partei die Linke.
Mit freundlichen Grüßen
für eine starke freiheitlich demokratisch internationale sozialistische Linke
Hans-Dieter Wege, Gegner asozialer Politik
Sozialistische Linke?
Hans-Dieter, es ehrt Sie durchaus, den Begriff eingesetzt zu haben. Man lese nach:
http://www.sozialistische-linke.de/cms/upload/pdf/SozialistischeLinke_Langfassung-8-8-06.pdf [SL]
“Eine neue linke Partei im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts muss parteilich und
kämpferisch sein. Sie muss realistisch von der Gesellschaft und den Menschen ausgehen, wie sie sind, aber gleichzeitig muss sie radikal – an die Wurzel gehend – die Verhältnisse in Frage stellen und auf Alternativen hinarbeiten, die strukturell soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten.”
“Die Debatte um die
Utopie einer nicht kapitalistisch bestimmten Gesellschaft darf aber nicht den Kampf für die
Verbesserung der Alltagsbedingungen im Hier und Jetzt in den Hintergrund treten lassen.
Die Menschen brauchen und wollen eine Politik, die von ihren unmittelbaren Interessen
ausgeht und aktuelle umsetzbare Konzepte anbietet.”
aber:
“Die Überwindung der Massenarbeitslosigkeit ist daher die zentrale gesellschaftspolitische
Herausforderung und Bedingung sozialen Fortschritts. Es ist die Erwerbsarbeit, die in
letzter Instanz alle Einkommen schafft und deren steigende Produktivität wachsenden
Wohlstand ermöglicht. Alle Kapitaleinkommen beruhen letztlich auf Ausbeutung von
Erwerbsarbeitskraft. Der Sozialstaat beruht auf der solidarischen Umverteilung der in
Erwerbsarbeit geschaffenen Werte – egal wie seine Finanzierung konkret organisiert ist.”
Fragen:
Gibt es danach im Sozialstaat keine Kapitaleinkommen mehr?
Hat sich dann die Ausbeutung erledigt, nur, weil alle arbeiten?
Ist Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen, solange Produktivitätsfortschritt=Einkommenssteigerungerwartet wird?
“Durch
sozialstaatliche Regelungen und Dienstleistungen sind gleiche Chancen für Männer und
Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.”
Chancen fördern…. Aha.
“Der nächste Anlauf zur Überwindung der Vorherrschaft des Kapitals wird Neuland
betreten. Alte Antworten sind hinfällig, das neue Gelände ist nicht ausreichend vermessen,
und in den kommenden Auseinandersetzungen müssen wir uns auf die richtigen
Forderungen und neue Strategien einigen. Auch wir haben auf viele Fragen noch keine
Antworten.”
Bumm, alles eben gesagte ist vage.
“Wir lehnen fundamental-oppositionelle wie auch umstandslos regierungswillige
Auffassungen ab. Ob Regierungsbeteiligung oder Opposition richtig ist, ist nicht pauschal,
sondern von Fall zu Fall und auf Basis von Diskussionen mit den betroffenen Menschen
zu entscheiden. Wofür man sich auch entscheidet: Es ist zu begründen, dass sich die
Lebenslage gerade der sozial Schwächeren durch die jeweilige Politik nachhaltig besser
entwickelt und ein größerer Beitrag zu einem grundlegenden Politikwechsel erbracht wird,
als es mit dem alternativen Verhalten der Fall wäre. Pauschalfestlegungen, die zu
Spaltungen und Selbstisolation führen, schaden unserer politischen Handlungsfähigkeit.”
Wir wissen auch nicht so recht, was wir wollen, aber das macht schon Sinn.
Und so werden wir dnn einfach behaupten, daß der Machtwille der Veränderung dient (“für sozial Schwächere”) und ihn einfach fleißig weiter betreiben.
Wiessen Sie, Hans-Dieter, ich befürchte den Einzug solcher Monologproduzenten, die sich ständig in einer Debatte glauben – davon gibt es auch im sächsischen Landesverband recht viele – in die Parlamente.
Das werden die ersten sein, die uns wieder erzählen, daß Hartz IV eine Bundesangelegenheit ist und alle Menschen ein kostenloses Mittagessen benötigen und zwar sofort und noch bevor die Ärmsten eins bekommen. Hatten wir schon; gibt es in Leipzig und im sächsischen Landtag: Googeln Sie mal nach: “Wer will schon arm sein”, 20 Thesen, Pellmann/Hahn, S. 11, These 14.
Sie werden Ihren Augen nicht trauen.
@IGR, I. (W)ASG!
Sie dürfen mir glauben, ich bin ganz bestimmt einer der Ersten gewesen, die in 2004 auf den Montagsdemos Suppenküchen, Tafel usw. immer schon abgelehnt hat, da solche Einrichtungen immer nur die Symthome lindern aber niemals die Ursachen beseitigen werden. Aber trotzdem helfen diese Einrichtungen zur Zeit noch vielen Menschen, sollte aber niemals eine Dauerlösung werden.
Auch der “Widerspenstigen Zähmung des Kapital” halte ich für Unmöglich.
Aber gleichzeitig halte ich es heute auch für einen großen Fehler, dass so viele Leute aus der ursprünglichen WASG n i c h t der Linken beigetreten sind. Ich selbst war ja auch schon zwischenzeitlich einmal ausgetreten, und zwar, obwohl ich immer für eine starke Linke in Deutschland war und bin. Und jeder der mich kennt, der weiß auch, das ich ganz bestimmt nicht der Mensch bin, der immer schön mit dem Strom schwimmt, ganz bestimmt ist das Gegenteil der Fall.
Und gerade deshalb, sollten alle Linken, die an einer wirklich sozialistischen Politik interessiert sind und diese eines Tages verwirklichen wollen, zurückkehren in die Linke und auch immer wieder den Mund aufmachen und die basisdemokratische Umsetzung fordern und unterstützen. Nur So lassen sich auch eines Tages neue Mehrheiten verwirklichen, hin zu einem wirklich freiheitlich demokratisch internationalen Sozialismus.
Gerade im Moment, sind doch die Chancen hierfür, so groß wie noch nie.
Ausschließlich scharf linke Diskussionen und Selbstverwirklichung werden ebenso wenig Erfolg haben, wie die Annahme einiger Linken, die Partei wäre ein reiner Selbstzweck!
Deshalb meine Meinung:
MACH MIT! In einer starken freiheitlich demokratisch internationalen sozialistischen Linken!
Hans-Dieter Wege, Gegner asozialer Politik
Die Assoziation “Linke” ist derart beschädigt und beschmutzt durch die Sünden der SED und deren angeblichen Sozialismus und dem “realexistierenden Sozialismus” in der DDR und auch international durch die Unterdrückungssysteme der Sowjetunion, in Kuba und in Afrika und natürlich immer noch in China, dass es längst überfällig ist, sich davon zu lösen.
Es muss eine neue, ehrliche, auf die Veränderung der bestehenden Gesellschaft hin zu einem menschenwürdigen Gesellschaftsgefüge gerichtete Bewegung her, ausgehend von den Arbeitnehmern – früher Proletariat – mit dem konsequenten Ziel der Anerkennung und Respektierung der Gleichwertigkeit aller Menschen, unabhängig von Geld, Bildung und gesellschaftlichem Wirken. Das hat nichts mit Gleichmacherei der Menschen zu tun. Die kreativen Unterschiede bei den Menschen müssen eine Gesellschaft bereichern und dürfen sie nicht spalten. Menschenwürdiges Lebensrecht für alle! (nicht das alte SED-Motto: jeder nach seinen Leistungen …)
Bildung und Wissen nicht etwa als Waffen gegen andere – fatales Motto: Wissen ist Macht – sondern als Werkzeug für eine bessere Welt!
Hallo Klaus,
Guter erster Abschnitt, aber dann wird es nur ein wirkungsloser Appell ohne Lösungsansatz.
“Es muss eine neue, ehrliche, auf die Veränderung der bestehenden Gesellschaft hin zu einem menschenwürdigen Gesellschaftsgefüge gerichtete Bewegung her, ausgehend von den Arbeitnehmern – früher Proletariat – mit dem konsequenten Ziel der Anerkennung und Respektierung der Gleichwertigkeit aller Menschen, unabhängig von Geld, Bildung und gesellschaftlichem Wirken. Das hat nichts mit Gleichmacherei der Menschen zu tun. Die kreativen Unterschiede bei den Menschen müssen eine Gesellschaft bereichern und dürfen sie nicht spalten.”
Es fehlt nur noch das alles absegnende “Amen”.
Woher bitte schön, aber vor allem wie, soll denn eine solche Bewegung entstehen. Und selbst wenn es eine Bewegung gibt, wo bewegt sie sich hin?
Ein neuer Sozialismus, wie soll er aussehen?
Macht denn hier keinen die z.Z. herrschende Finanzkrise an?
Merkt denn keiner, dass es ohne eine Veränderung des bestehenden Geldsystems keine menschenwürdige Gesellschaft geben wird.
Wie schlittern von einer Krise in die andere und suchen krampfhaft nach den Schuldigen.
Jetzt haben wir sie in vermeintlich verantwortungslosen und profitgeilen Bankern gefunden. Das nächste mal sind es die Politiker oder die bößen Kapitalisten.
Merkt denn kein Linker, dass das alles nur Oberfläche ist, nur ein Kratzen an der Fassade?
Warum nur begiebt sich kein Linker mal auf Ursachenforschung?
Merkt denn keiner dass dieses verdammte zinsbedingte Geldsystem die Ursache allen Übels ist?
Das die Geldbesitzer diese Ordnung nicht ändern wollen kapiere ich ja noch, aber warum die Besitzlosen und über den Zins ausgebeuteten Menschen diesen Fehler des Geldsystems nicht erkennen oder sich zu erkennen weigern, dass will einfach nicht hinein in meinen Schädel.
Freundlichst
F.W.
Lieber HDW,
“Und gerade deshalb, sollten alle Linken, die an einer wirklich sozialistischen Politik interessiert sind und diese eines Tages verwirklichen wollen, zurückkehren in die Linke und auch immer wieder den Mund aufmachen und die basisdemokratische Umsetzung fordern und unterstützen. Nur So lassen sich auch eines Tages neue Mehrheiten verwirklichen, hin zu einem wirklich freiheitlich demokratisch internationalen Sozialismus.
Gerade im Moment, sind doch die Chancen hierfür, so groß wie noch nie.”
Wer sagt Ihnen, daß die Chancen so groß, wie nie sind?
Ich habs probiert, M. wurde geschlachtet mit Billigung der WASG-Landesvorstände im Beisein des Landesgeschäftsführers; was glauben Sie, soll da an Lust und Laune hängen bleiben, für Politausbeuter in Sachsen zu arbeiten? Hat jemand einen anderen Begriff? Dann bittesehr ….
IGR
Hallo F.W.,
“… ein wirkungsloser Appell ohne Lösungsansatz.”
Auf den ersten Blick trifft das tatsächlich zu. Aber wer in sich hineinhört, nimmt vielleicht das Murren jenes Untiers in einem selbst wahr, welches “Innerer Schweinehund” heißt. – Dieser Charakterzug ist der eigentliche von mir gemeinte “Lösungsansatz”. Und solange wir nicht bereit sind, sich selber als Mitverursacher allen Übels zu sehen und anzuerkennen, wird jedweder Appell an die Vernunft und Menschlichkeit wirkungslos verhallen. (Amen)
Eitelkeit ist der schlimmste Feind der Vernunft. – Bildung und Wissen nicht etwa als Waffen gegen andere – fatales Motto: Wissen ist Macht – und zur Abgrenzung, sondern als Werkzeug für eine bessere Welt! Das kann eigentlich nicht so schwer sein. (klaus)
Wie eine uns Menschen würdige Gesellschaft letztendlich genannt werden soll ist egal. Selbst Kapitalismus könnte die heißen. Kapitalismus mit einem menschlichen Antlitz vielleicht. Es kommt auf die Regularien an. Ohne solche funktioniert keine noch so freie Gesellschaft. Vielleicht in tausend Jahren, wenn die Evolution es geschafft hat, unseren zerstörerischen Egoismus auf das lebensnotwendige Maß abzuschleifen.
Es ist nicht leicht, “klug” zu schei … Aber ich versuche es trotzdem, weil ich der (törichten) Auffassung bin, das Patentrezept steckt in jedem von uns.
Die Auswirkungen unserer Geldgier will ich jetzt nicht auch noch aufs Korn nehmen. Nur das: Wegen des Geldes ein Leben lang Rücksichtslosigkeit verübt – und dann stinkreich gestorben. Gereicht das zu Ansehen oder Peinlichkeit?
Die Kraft der Besitzlosen verpufft in der Gier. Und Gier ist ein Anzeichen von Schwäche … ich weiß- alles nur substanzloses Geschwafel. Auch die Gier ist ein Fall für die unendlich langsame Evolution … lassen wir doch lieber die gegen unseren Inneren Schweinehund ankämpfen. (Amen?)
@IGR, I.
Ich will mal meine Erfahrung zu den V-Leuten des Verfassungsschutzes in der Ex-WASG MeckPom zum besten geben.
Bei uns saß bis zum bitteren Ende ein V-Mann im Landesvorstand. Erste Gerüchte dazu wurden von WASG-Mitgliedern gestreut, die ab Anfang 2006 permanent bei der Linkspartei ein- und ausgingen und denen auf den Sack gingen (sie fühlten sich berufen, gaaanz wichtig zu sein).
Uns Landesvorständlern war es einerlei, ob wer im Verfassungsschutz oder beim FSB (russischer Geheimdienst) angestellt war. Wichtig war die politische und gesellschaftliche Grundeinstellung. Und da sie unserem gesellschaftlichen und politischen Anliegen (eine neue! Partei aufzubauen und nicht den Namen zum x-ten Mal wechseln) nicht im Wege standen, haben wir auch nicht tagein-tagaus nach dem V-Mann gefahndet.
Das kann allerdings nur gutgehen, wenn man nicht von einer anderen Partei adoptiert wird. Und wenn diese Partei auch noch über 50 Jahre alt ist, entsprechende politische und sonstigen Erfahrungen hat und an Mitgliedern deutlich überlegen ist sollte man rechtzeitig die Koffer packen oder ganz hinten in deren Versammlungen hocken und von diesen Adoptiveltern deren Parteipolitik an den Lippen hängend erklären lassen.
Klappt letzteres nicht zur Zufriedenheit wird dem Adoptivkind erzieherisch beigekommen (Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte).
Lieber Ingo,
Wir haben eine andere/neue politische Vorstellung als Ex-Stasispitzeln eine politische Karriere und Plattform oder politische Wiedereingliederung zu ermöglichen. Da redest du gegen eine Mauer. Wir in MeckPom haben uns nie zu Don Quichottes hinreissen lassen und geglaubt, die alte Partei (mittlerweile namensgewendete Partei) können wir erneuern. Warum auch. Dann wären wir schon viel früher ohne WASG da eingetreten. Frag mal im Westen die neuen Linken, was die zum Thema Stasi meinen. Es sei lange her und eigentlich verjährt. Du merkst, es ist nichts neu hier. Viele Links-Wähler sind Stasifreunde, -gefährten oder DDR-Nostalgiker – die will man nicht verlieren. Dafür wird denn auch deutsche Geschichte und Unrecht durch den Kakao gezogen.
Karsten Dörre
Hallo Klaus,
ich denke nicht, dass wir uns in unseren Wertevorstellungen derart “positv” (moralisch fragwürdiger Begriff) aus uns selbst heraus ändern können, so wie Sie das beschreiben oder wie Sie und auch ich dies gerne hätten.
Unsere gegenwärtigen sogenannten menschlichen Werte speißen sich aus dem wirtschaftlichen Zusammenleben dieser Gesellschaft. Und dieses Zusammenleben wird geprägt durch das Streben nach Geldbesitz und der damit verbundenen Macht.
Und dieses Streben prägt uns und prägt damit unsere Werte und dies seit Jahrtausenden (mit wenigen zeitgeschichtlichen Ausnahmen).
Und für Geld gehen wir notfalls über Leichen.
Eine Änderung zum moralisch sauberen und besseren Menschen u.a. durch Appelle etc. versuchte und versucht nicht zuletzt das Christentum seit beinah 2000Jahren, den Erfolg sehen wir ja tagtäglich.
Allein die Tatsache, dass Sie auf die Bank gehen, hundert Euro dort abgeben und nach einem Jahr 3% Zinsen, also drei Mark zusätzlich erwarten, also 103,-€, ist dies in Ihren Augen ethisch sauber?
In meinen nicht. Das heißt zwar nicht, dass ich es nicht auch mache, aber ethisch sauber ist es dennoch nicht, denn diese 3,-€ an zusätzlichem Geld hat ja jemand anderes für mich erarbeitet.
Ich habe also ein leistungsloses Einkommen erhalten und damit andere “ausgebeutet”.
Eine menschenwürdige Gesellschaft zu schaffen geht nur mit einem anderen Geldsystem (www.nwo.de). Dann und nur dann werden sich auch unsere Wertevorstellungen ändern.
Freundlichst
F.W.
Lieber Karsten,
in ASG-Kreisen (WASG) haben wir weder nach Verfassungsschützern, noch anderen Geheimdienstlern gefahndet. Es ist nur blöd, daß gerade die PDS sich dafür benutzt. geradezu komisch, wenns nicht so widerlich wäre. Und dazu ist es dümmlich, wenn Landesvorstände mithampeln, als hätten sie nichts Besseres zu tun. Na gut, haben sie wohl offensichtlich auch wirklich nicht.
Ein Satz der “Götter” und ein Hartz IV-Empfänger (M.) hätte heute nicht die sinnlosen Kosten zu tragen, einen mittelmäßigen Kleinstpolitiker und seine lächerliche Crew in Leipzig abgemahnt haben zu müssen.
Da zerfetzt man sich im Landesvorstand das Maul und trifft, wenn Anträge vorliegen, keine Entscheidung.
Die Mittelmäßigen erobern die Gremien – seit Jahren. Gerade die Stimmanteile der belanglosen Gremiensitzer halten sich Jahr für Jahr.
IGR
Hallo F. W.,
„Unsere gegenwärtigen sogenannten menschlichen Werte speisen sich aus dem wirtschaftlichen Zusammenleben dieser Gesellschaft.“… schreibst Du.
Aber „wirtschaftliches Zusammenleben“ ist doch kein selbständiges Wesen. Das bist Du, das bin ich. Nur wenn wir endlich diese einfachen Zusammenhänge wahrnehmen (warum alles akademisch-wissenschaftlich unverständlich machen?) und wir uns als Bestandteil dieses Treibens sehen, nur dann ist eine spürbare Änderung und eine Normalisierung dieses Zusammenlebens möglich. Dagegen halten wir uns gerne, ja leidenschaftlich daran auf, was nicht zu ändern sei. Hundert Argumente sollen dafür herhalten, dass wir so bleiben wie wir sind. Es gibt kein Argument dafür, endlich bei den Ungereimtheiten mit dem Ausräumen anzufangen, die von jetzt auf sofort abzustellen sind – ohne auf die sooo langsam fortschreitende Evolution zu setzen und auf einen erdrutschartigen Wandlungsprozess unserer Denkweise und Verhaltensweise zuwarten.
Alles auf einmal ist tatsächlich nicht drin. Aber kleine Veränderungen bei sich selber schon. Und wenn’s bei den Fleischessern der Vorsatz ist, ein Schweinelendchen in der Woche weniger zu genießen, oder statt 3 eben nur 1 Grillbratwurst am Wochenende zusätzlich zum Mittagessen in sich reinzustopfen. Genauso kann ich mich als Geschäftsmann statt mit 300% Rendite auf 250% bescheiden. Das macht 50% weniger Schlechtigkeit. Beim ersten Beispiel ergibt sich trotz Verzicht auch noch ein Gewinn: einen Gichtanfall weniger! Und die Gemeinschaftskasse der Krankenversicherung? – Kosten eingespart. –Ich weiß …, Klugscheißer gibt’s auch ohne mich genug.
Übrigens, auch nach der Lektüre der interessanten Vorstellung zweier Gymnasiasten (in nwo) über den 3. Weg zur Lösung gesellschaftlicher Probleme durch eine Änderung im Umgang mit Geld, sehe ich kein Licht im Tunnel. Aber das liegt eindeutig an mir. Ich fürchte, dieser Denkansatz führt in einen Strudel, wo wir uns nur im Kreis bewegen. Geld ist nicht die Ursache allen Übels. Unser Innerer Schweinehund ist es wohl eher. Nur gibt es die noch unüberwindbaren Berührungsängste. – Zinsen, Rabatte, Gewinne oder sonst was in der Art sind für mich ohnehin der Ausdruck des stattfindenden Betrugs.
Hallo Unternehmer, Sie schreiben am 1.10.:
“Der Ausschluß von Herrn Weckesser hat der Linken ein gutes Stück Glaubwürdigkeit und vor allem BERECHENBARKEIT (und damit Wählbarkeit!) zurückgebracht.”
Na ja, er hat jedenfalls eine Mitschuld an der Situation, in der er geraten ist. Weil das Abstimmungsverhalten tatsächlich eine falsche ENTSCHEIDUNG ist.
“Interessant ist es nun, zu beobachten, wer ihm nach alledem(!!) DENNOCH die Steigbügel zu halten versucht.”
Das ist kein Steignügel-halten, sondern die Aufforderung, auf Fehler mit menschl. Maß zu protokollieren. Riecht nach einem Ruf nach politischer Säuberung.
“Auch die Linke ist nicht vor Unterwanderung gefeit, politische Wachsamkeit also nach wie vor das Gebot der Stunde.”
Riecht auch nach einem Ruf nach politischer Säuberung.
“Ich persönlich betrachte das Verhalten von Herrn Weckesser als feigen und überaus(!) hinterhältigen Angriff auf die Reputation der Linken in der Öffentlichkeit.”
Meinetwegen können oder sollen Sie das so sehen.
” die Problematik aber bleibt uns natürlich erhalten und fordert von uns dauernde Wachsamkeit, ”
Was soll das Misstrauen in die Mitgliedschaft der sächsischen Linken?
Euer Ehren, sehr geehrter Herr “Unternehmer”:
>An der Stellungnahme Einzelner zur “causa Weckesser†ist >nun auch leicht abzulesen, wer links ist und wer sich nur >links gebärdet. Die “Kuh†ist also nach wie vor “nicht >vom Eisâ€, Wachsamkeit nach wie vor nötig!
Ich bin ja gerne bereit, dazuzulernen und Fragen mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als man es bisher getan hat. Wenn Sie aber nun mehr “Wachsamkeit” und zwischen echt links Denkende und falschen Linken unterscheiden und die falschen Linken mittels Säuberung entfernen wollen, sind Sie wirklich nur ein schlechtes Plagiat der SED.
Komischerweise habe ich zum Teil vernünftigere Beamte, Technokraten, Wissenschaftler und Kombinatsdirektoren aus und in der SED kennengelernt, als mir mitunter als selbsternannte Linienrichter in der “neuen” Linken begegnen.
Auf diese SED-Leute, die mit dafür gesorgt haben, dass die Wende friedlich verlaufen ist, bin ich nach wie vor stolz. Auf ideologisch Verblendete kann ich verzichten, denn die hätten uns schon im Oktober 1989 am liebsten in ein Blutbad gestürzt.
still’standen:
U.: “die Problematik aber bleibt uns natürlich erhalten und fordert von uns dauernde Wachsamkeit, â€
Geil, das ist DIE LINKE.?
Nu Jungs aus (dor Heldenstadt) Leipzsch, nu lasst ma den Unternehmer in Ruh’ – irgendwie isses schon lästsch, wie sich plötzlich IGR und Konsorten mit verschiednen Kürzeln auf U. stürzen, weil ihre Streit’kultur’ darin besteht, immer Recht und das letzte Wort zu haben. Nu wird sogar der heiße Herbst ’89 bemüht, ach isses schee. Und an andrer Stelle wird der FOCUS gelinkt auf den qualvollen Hungertod von Holger Meins – naja (Danke Karsten Dörre für den weiteren Link zu Hr. Sondermann). Eurer Tun kommt mir ä bissl vor wie Internet-Terrorismus: Leute werden nu solange mundtot gemacht und zugemüllt mit bissigem Auseinandernehmen ihrer Beiträge, dass sie ni mehr schreiben. Als ob System dahintersteckt.
Nu gutt: Mike, lass’n Hammer stecken und nimm heut’sches, politsches Handeln als Gradmesser. Und U.: Lass’n sich ni mundtot machen!
@Uschi Diesl
Wie werd’ ich denn?
Herzlichst
U.
@IGR
Sie schreiben:
>”still’standen:
U.: “die Problematik aber bleibt uns natürlich erhalten und fordert von uns dauernde Wachsamkeit, â€
Geil, das ist DIE LINKE.?”
Es hindert Sie niemand daran, weiterzupennen.
Tun Sie das bitte aber außerhalb linker Politik.
Die Linken brauchen aufgeweckte Leute …
Bezeichnend für Sie, daß sie den Linken Wachsamkeit als Untugend unterjubeln wollen…
U.
“Tun Sie das bitte aber außerhalb linker Politik.”
Lieber Mittelständler,
in welcher Art Kampf befinden Sie sich denn? Gibt es da noch ein Praktikum?
Hier geht es gar nicht um Untugend, sondern um denunziatorische Erwartungen. Was Sie hier reden und fordern, ist doch längst linke Politik in Leipzig und Sachsen. Kleben Sie Ihre Thesen an die Bürotür des Abgeordneten Külow – da und im Umfeld werden sich Leute finden, die Ihnen applaudieren.
Das ist also keineswegs bezeichnend, sondern allerhöchstens ein Augenblick, den ich der Sache widme. Bevor Sie sich nun weiter mühen, mich aus der Partei auszuschliessen – ich bin ausgetreten, schon vergessen?
Und von Ihnen werde ich mir ganz sicher nicht linke Politik erklären lassen, selbst wenn Sie aus der Ecke kommen, in der ich Sie vermute. Grüßen Sie die Jungs und Mädels!
Beste Grüße
IGR
Die Uschi, Du klingst bekannt
. Deine Schützenhilfe ist nicht untypisch, mein Bester; die Betroffenen diffamieren, einen Haufen Sülze reden aber nichts sagen, hört sich wie Landesvorstand oder noch berufener an. Hat hier irgendwer Fakten außer Lutz, Maximilian, Andreas …? Warum laßt Ihr Euch so schicken, habt Ihr keine Meinung, wachsame Genossen?
Uschi, ich bin keine “Konsorte”. Das ist SED-sprech! Grüße, Andreas
Ingo:Wahrscheinlich ist U. im Gebäude- und Wachschutz tätig
) , da ist “Wachsamkeit” gegenüber Dieben und Eindringlingen gefragt. Abet nur da.
“Schaut man sich die Machtverhältnisse in der Linken in Sachsen an, sieht man Jugendbrigade (konzeptionslos, neuerdings scheinsozialradikal) vs. Alt- & Konformkader neben schweigenden WASG-Hütchenspielern. Die radikale WASG-Flanke ist zum Vorderausgang am Freitag raus und der Weckesser-Flügel seitlich abgehackt.”
Rück-links, in WASG-Kreisen haben wir das schon erfasst. Ideen und Ideengeber – ham wa nich. Dafür haben wir jede Menge Brett- und Hüttchenspieler als Superstars, die sich wie David Copperfield eine Liste herbeizaubern. Nebst dem schau-spielernden Peter Sodann. Für die darfste Dich dann ausbeuten lassen, aber wehe, Du stellst dich ihnen in den Weg;-
Also steht uns nur ein Weg offen: Wassergraben. Und Friedhof der Kuscheltiere.
@ U.D.: Mal neben dem Thema: Ich finde es nicht gut, einen Namen einer bekannten Person hier als Pseudonym zu verwenden. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr das so gar nicht recht wäre. Selbst wenn Sie wirklich so heißen würden, sollten Sie sich da lieber ein anderes Pseudonym zulegen. Und wenn Sie es wirklich selbst sein sollten, was ich mir kaum vorstellen kann: Uschi, grüß mir die Loipe!
Ansonsten habe ich ein wenig Probleme, ihre beiden Statements zusammenzuführen. Das eine mal “Hü”, das andere mal “Hott”? Was denn nun? Für das Schweigen der Lämm…, äh Vorstände? Oder gegen das Schweigen der Vorständler? Ich bin kurzzeitig irritiert.
@Mike
Wenn Sie mir hier öffentlich in (wie ich meine) deutlich verleumderischer und verächtlichmachender Weise die Verwendung eines Begriffes der Nazi-Ideologie und -nomenclatura, wie den, in sowohl politischen Zusammenhängen, wie auch linguistisch und historisch klar menschenrechtsverletzend besetzten Begriff “Säuberung” unterschieben wollen, obwohl ich ihn nie benutze, dann können wir den Disput auch gerne vor einem ordentlichen Gericht weiterführen!
Ich empfinde Ihre Äußerung gerade vor dem Hintergrund meiner Lebensgeschichte als ehrenrührig und beleidigend.
Ich gehe davon aus, daß sie volljährig und voll geschäftsfähig – für das, was Sie hier posten also auch voll verantwortlich sind!
Soweit von meiner Seite zur juristischen Dimension Ihres Postings.
Zur politischen (und damit auch gleich @Andreas W.):
Entscheidend ist wieder die Frage:
Wem nützt das?
Wem nützt es, wenn jemand, über dessen Person und deren Identität und Integrität ernste Fragen aufgekommen sind, dazu hartnäckig schweigt?
(Oder gar zu Antworten, sofort aus der Partei austritt, wie unter den angegebenen Links zu lesen war.)
Wem nützt es, wenn Entscheidungsträger innerhalb einer Partei hier von einigen Wenigen nachhaltig öffentlich verantwortlich gemacht werden, für Veröffentlichungen, die eindeutig und zweifelsfrei im Verantwortungsbereich der Presse liegen?
(Warum das geschieht? Für meine Begriffe wohl aus Feigheit, weil man möglicherweise glaubt, einem Parteimitglied in vorgeschobener Position leichter und mit geringerem eigenen Risiko am Zeuge flicken und sich dabei selber “profilieren”
zu können, als den scheinbar “allmächtigen” Medien, an die man sich nicht “rantraut” … Ich will nicht ausschließen, daß es noch andere Erklärungsmodelle geben könnte ….
Ist es z.B. wirklich blanker Zufall, daß gerade in Leipzig jetzt Konfusionen und Störungen aufkommen – in einem Parteibereich, dem es bisher ganz erklecklich gelungen zu sein scheint, “Dresdener Verhältnisse”
zu vermeiden? )
Wem nützt es, wenn hier (für meine Begriffe nur noch “angebliche”??) Linke so tun, als hätte sich der Leipziger Vorstand eines Fauxpas schuldig gemacht, wenn er öffentlich Dinge diskutiert, die die Öffentlichkeit auch tatsächlich angehen?
Es kann weder außerhalb, geschweigedenn innerhalb(!!) der Linken jemandem demokratisch gleichgültig sein, wenn z.B. auch nur eventuell(!!) ehemalige Rechtsradikale, aber auch Personen mit anderen Überzeugungen und Zielen nun die Linke zu infiltrieren suchten – einem Vorstande aber gleich garnicht! Er HAT nachzufragen, wenn ihm Unklares zu Ohren kommt – dafür ist er schließlich da.
Und er HAT öffentlich Alarm zu schlagen, wenn er mit kategorischem Schweigen abgespeist wird.
Und er kann sich nicht mit den unmaßgeblichen, weil unverbindlichen Statements Dritter zufriedengeben, während der Befragte schweigt.
Politik ist kein Kindergarten!
Und ein Vorstand wäre ein schlechter Vorstand, ließe er sich von einzelnen Mitgliedern auf derlei Niveau herunterziehen.
Und: In jeder Partei sollte schon das drin sein, was draufsteht, will man nicht Demokratie zur Farce verkommen lassen und so ihre gesellschaftliche Akzeptanz untergraben!!
Das KANN nicht Ihr Ziel sein!!
Dies festzuhalten, muß man kein LInker sein!
Und wer das Prinzip politischer Verläßlichkeit einer Partei und ihrer Mitglieder als “Säuberung” zu diffamieren trachtet, beschädigt die Grundlagen der Demokratie und hat deshalb mit Linker Politik nichts gemein, weil er moderne Linke Politik böswillig auf die Fehler von vor 1989 festzunageln versucht!
Ich kann darin kein freundliches Verhalten gegenüber den Linken und ihrer Wählerschaft erkennen.
Bei der Häufung der permanenten und bei Lektüre ohne Weiteres erkennbaren Halb- und damit Falschdarstellungen von Sachverhalten aus einer bestimmten Richtung, wird doch für jeden, der auch nur mal was von der Gaußschen Normalverteilung gehört hat klar, daß es sich nicht mehr um Zufälle, oder Irrtümer handeln KANN.
Hier wird eine politische Tendenz deutlich, die erkennbar gegen die Linke und ihre Reputation in der Öffentlichkleit gerichtet ist, vor allem aber auch geeignet ist, das erfolgreiche Miteinander innerhalb der Partei, aber auch das zwischen Partei und Wählerschaft empfindlich zu stören.
Und die erkennbar aus deren eigenen Reihen kommt.
Das kann sich eine Partei (wie jede andere “definierte Gruppe” auch) nicht kommentarlos gefallen lassen, will sie weiterhin erfolgreich bleiben.
Eine Partei, die mit derartig niveauloser, weil erkennbar (!) absichtlich mit unsachlichen Scheinargumenten an Problemkernen vorbeizielender Polemik zumindest partiell vom Arbeiten abgehalten und auf Nebenthemen abgelenkt werden soll, ist also gut beraten, sich über ihre innere Struktur, Mitgliederzusammensetzung und vor allem über die Regeln des internen Umganges miteinander ernsthaft(!) Gedanken zu machen.
Auch sollte sie, um einen Lernprozesß zu triggern, sich die Ursachen der Kritik und der “Kritik”, und auch die Kritiker einerseits und die “Kritiker” andererseits und deren Motive sehr genau ansehen um das eine vom anderen unterscheiden zu lernen.
Da scheint es nach wie vor Defizite zu geben, wie die Diskussion hier unschwer erkennen läßt!
Dies will ich unterstützen, weil nur nach genauer Diagnose auch die Behebung von eventuellen Fehlern möglich ist.
Fatal aber wäre, aufgrund unsachlicher Kritik “Fehler” zu beheben, die garkeine sind. Das würde einen Rückschlag bedeuten, den es zu vermeiden gilt.
Die Partei sollte sich also nicht von unsachlicher Kritik aufs Glatteis führen lassen und weiter lernen, sachliche Einwände von gegnerischer Rabulistik zu unterscheiden.
Dies umso mehr und umso schneller, als das politische Tagesgeschäft praktisch nie dafür die genügende Zeit zuläßt.
Ein heikler Punkt, der in der Historie mehr als einmal zu krassen Fehlentscheidungen geführt hat.
viel Sorgfalt und systematisch betriebene methodische Forschung halte ich deshalb an dieser Stelle für unverzichtbar.
Wo bitte ist also die Linke Universität, die sich solcher Themen annimmt???!!
Kein ernsthafter Mensch wähne sich gegenüber den Formen einfacher systemischer Logik erhaben, denn dahinter steckt knallharte Mathematik, also Naturgesetz, dessen richtige Anwendung über Erfolg oder Mißerfolg entscheidet.
)
(Wäre mal ein schöner Vortrag: “Die Kybernetik komplexer Systeme” – wenn ich wieder mehr Zeit habe, bin ich gern bereit diesbezüglich mal etwas “Butter bei die Fische” zu geben
Das Strickmuster des Vorgehens einiger “Linker” hier(1) – ist für mich (Fußnote 1a) jedenfalls eindeutig kontraproduktiv und den Zielen linker Politik erkennbar abträglich. (2)
Das macht mich Mißtrauisch und sie werden mein Vertrauen nicht mit Unterstellungen und Rabulistik zurückgewinnen.
Dies sollte ihnen klar sein.
Was also wollen sie erreichen, wenn sie dennoch mit Unterstellungen weitermachen?
Da kanns doch nur eine Antwort geben: Leute verprellen.
Fragt sich nur: WEN?
Für mich erkennbar: Alle jene, die sich um Sachlichkeit und Aufklärung drängender und wichtiger Fragen bemühen.
Wem nützt dies?
Der Linken und ihrer Wählerschaft wohl kaum!
Ich jedenfalls werde meine Beobachtungen auch weiterhin nicht für mich behalten.
Das ist mein gutes Recht als Wähler. Punkt.
Wollen Sie mich meiner Aufmerksamkeit halber schelten?
Wiederum: Wem nützte dies??? Welcher Absicht stünde dahinter?
Einfache Fragen, die sich jeder stellen kann und sollte!
Sie schreiben mehrfach, daß meine Vorschläge nach einem “Ruf nach politischer Säuberung” röchen.
Was meinen Sie mit “röchen”???
Ist Ihr Geruchssinn o.k.?
Konkrete Frage gleich hinterher:
Habe ich irgendwo in meinen Postings eine “Säuberung” gefordert? Nein?
Richtig! Ich sprach von “Ausschluß”. Niemals von “Säuberung” – aus aus eigenem Erleben gespeistem Wissen um die Inhumanität, die dem Begriffe “Säuberung” und den dahinterstehendne Denk- und Handlungsmodellen eignet.
Warum hängen Sie mir dennoch und wider beßres Wissen dan dennoch sowas an!!??
Aus purer Freundlichkeit und Konstruktivität? Oder doch wohl eher aus Niedertracht?
Ich harre Ihrer Antwort.
Hier geht es also nicht um “Säuberung”, sondern um methodische Klarheit, Integrität und Verläßlichkeit des (zunächst innerparteilichen, aber gleichzeitig auch öffentlichen,) demokratischen Miteinanders.
Lassen Sie mich also zunächst und bis auf weiteres davon ausgehen, daß Sie dies nicht in böswilliger Absicht geschrieben haben, sondern einfach ein wenig über den üblen historischen Hintergrund des Begriffes “Säuberung” im Unklaren sind und geben Sie mir Gelegenheit, die Dinge aus ihrer im Alltagssprachgebrauch platten Begrifflichkeit etwas differenzierter herauszuarbeiten:
Der Begriff der “politischen Säuberung” ist historisch eindeutig negativ besetzt und dies vollkommen zu Recht.
Weil er historisch untrennbar verknüpft ist, mit – und DAS ist der entscheidende Knackpunkt- rechtsstaatswidrigen, weil unangemessenen Repressalien(!!) gegen Menschen, die innerhalb einer definierten Gruppe als “fremd” oder “unerwünscht” wahrgenommen werden – warum auch immer.
Der (im Gegensatz zum Alltag) in politischen Zusammenhängen negative Beigeschmack des Begriffes “Säuberung” rührt also eindeutig daher, daß er historisch (und übrigens völlig unabhängig von der jeweiligen sachlichen Zielsetzung) untrennbar verbunden ist mit Phänomenen wie
Unangemessenheit, Unrecht, ja sogar Gewalt und Mord.
Wenn sie mir tatsächlich derlei unterstellen wöllten, dann rate ich Ihnen, statt sich ins Internet, zweckmäßigerweise eher an eine Staatsanwaltschaft, oder eine Strafkammer zu wenden. Viel Glück!
(Schade, daß Ihnen das alles in Ihrer Schulzeit scheinbar noch niemand vermittelt hat. Sonst würden Sie mit diesem Begriffe unter Gleichgesinnten (???) mit Sicherheit sensibler umgehen! Oder haben sie ihn absichtlich als sogenanntes “Totschlagargument” gegen mich gebraucht? Das würde meinen Verdacht dann eher erhärten, daß Sie es nicht auf konstruktives Miteinander unter den Linken anlegen, sondern auf störende “Bambule”. Na, Sie haben ja jederzeit die Möglichkeit, dies klarzustellen.)
Es ist also sowohl begrifflich, wie auch inhaltlich zu unterscheiden zwischen einer – in JEDEM FALLE verwerflichen “Säuberung” (3) einer definierten Gruppe und dem völlig legitimen Vorgange der dynamischen Gruppenbildung nach bestimmten Regeln, wie er überall täglich tausendfach in unserer gesamten Gesellschaft vorkommt.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn Menschen, die mit derarigen “Säuberungen” historisch schon leidvolle Erfahrungen gemacht haben, nun aus gutem Grunde argwöhnisch werden, wenn wieder von Ausschlüssen die Rede ist, weil Ausschlüsse eben früher AUCH ein TEIL (!!) von sogen. “Säuberungen” waren, meist mit verheerenden Konsequenzen für dei Betroffenen, weil frühere Systeme – im Gegensatz zu heute – für die Betroffenen dann kaum noch vernünftige Alternativen zuließen.
Sie sollten aber beachten, daß es zwischen einer “Säuberung” und einem Ausschluß einen ganz gravierenden Unterschied gibt:
Während eine “Säuberung” (3a) Rechte der Betroffenen verletzt, tut es ein Ausschluß, indem er die dafür aufgestellten Regeln erfüllt, nicht.
Es ist schließlich nicht nur in Parteien legitim, Menschen, die gegen die entsprechenden Regeln verstoßen, zeitbegrenzt, oder dauerhaft auszuschließen.
Das hat nichts mit jenen berüchtigten und in jedem Falle abzulehnenden, ja zu bekämfpenden “Säuberungen” nach historischem Muster zu tun, sondern ist eine Frage des Gruppenzweckes.
(Auch Parteien sind kein Selbstzweck, das sei allen Karrieristen und Personalroulettespielern, EGAL welcher Partei(!) ins Stammbuch geschrieben.)
Und dies sollte auch jedem Volljährigen, der sich auf dem Gebiete der Politik bewegt, eigentlich schon vorher klar sein, ehe er sich öffentlich zu Wort meldet.
Auch eine Demokratie kann es sich nicht leisten, das Fahrrad jeden Tag wieder neu erfinden zu müssen!
Wenn dies jemandem nicht klar ist, ist zu fragen: Warum nicht?
Aus Unkenntnis – dann muß man ihm helfen, oder aus der bösen Absicht, regelkonformes Verhalten als unzulässig zu diffamieren und damit die Gruppe (hier Partei) in öffentlichen Mißkredit zu bringen? Dann ist harte Auseinandersetzung das Mittel der Wahl.
An der Beantwortung dieser Fragestellung läßt sich leicht die Motivationslage der Akteure ablesen.
Was sollte daran irgendwie Kritisierens wert sein?
Daß diese Methode unlautere Absichten schnell aufzudecken in der Lage ist?
Das wäre nur für Leute mit unlauteren Absichten kritisierenswert.
Für die Lauteren dagegen eher ein Gewinn.
Sie werden bemerken, daß ich meine Formulierungen so wähle, daß sie nicht nur auf den hier konkreten Fall anwendbar sind, sondern auf jede menschliche Gruppe.
Und dies aus guten Grunden:
a) “Komplexe Systeme”, speziell menschliche, sind eines meiner “Hobbys”.
b) Die “Linke” als weltweite Bewegung in ihrer historischen Dimension gibt es nur deshalb, weil sich die Menschheit seit buchstäblich Jahrtausenden uneins ist, bezüglich allgemeinverbindlicher Regeln des Umgangs miteinander.(4)
Würden wir derlei Grundsatzfragen also hier nicht diskutieren, dann brauchten wir überhaupt nicht diskutieren.
Fragt sich nur: Wie? In welcher Weise, mit welchem Ziel diskutieren wir?
Und genau dahin zielen Beschimpfungen und erkennbar unzutreffende
Unterstellungen, wie ich sie hier schon über mich habe er gehen lassen:
Sie sabotieren den EHRLICHEN, zwischenmenschlichen Dialog und das Ringen nach besseren Lösungen (und damit den eigenen Erfolg) genauso, wie jemand, der zu berechtigten(!!) Fragen zu seiner Person schweigt.
Solche Methoden führen also sachlich zu garnichts.
Erhebt sich natürlich sofort die Frage?
Warum werden sie dann angewandt, wenn nicht zu Störungszwecken?
Zurück zum Begriffe der “politischen Säuberung”, denn es ist mir wichtig, daß Sie wissen, mit welchem Begriffe Sie da hantieren:
Man kann es heute aus historischer Sicht eigentlich nur noch mit Dummheit, Inkompetenz und Minderbegabung, oder aber Böswilligkeit erklären, wenn Entscheidungsträger früherer Systeme (aus Arroganz, Niedertracht, Faulheit, Gedankenträgheit oder was auch immer …) nicht in der Lage oder nichteinmal bereit(!)waren, Freund und Feind – selbst in den eigenen Reihen – auseinanderzuhalten.
Das hat in der Vergangenheit, wie wir alle wissen, nicht nur zahlreiches vermeidbares individuelles Leid zur Folge gehabt, sondern, wie sich historisch erwiesen hat, auch zur Beschädigung, ja sogar Pervertierung und schließlich zum Kollaps selbst ursprünglich ethisch vernünftiger und integerer Zielsetzungen geführt.(5)
Der letztlich aus dieser Erkenntnis resultierende Drang der Deutschen Linken, diese Fehler zu korrigieren und sich selbst aus knebelnder ideologischer Engstirnigkeit zu befreien sollte aber nun nicht in das andere Extrem umschlagen, indem selbst zweifelsfrei Schadenstiftende Verhaltensweisen aus falschverstandener Großzügigkeit ohne weiteres toleriert werden.
Ich halte es für vernünftiger, eher einige wenige Störer auszuschließen – natürlich unter strikter Einhaltung fairer Verfahrensweisen (!!), als durch diese die Arbeit und den Erfolg Tausender zu gefährden.
Doch: Lassen sie uns, statt lediglich zu diskutieren, endlich was unternehmen
meint
U.
(1)(ich bin nicht gut genug informiert, um beurteilen zu können, ob es sich dabei wirklich ausnahmslos um ehemalige Mitglieder der WASG handelt, gewinne aber aus deren eigenen Postings hier den Eindruck – ist mir aber auch letztlich schnuppe, weil: Personen in Entscheidungspositionen sind letztlich immer irgendwie austauschbar, auch wenn sich deren Eitelkeit anderes einbilden mag …)
(1a)(ich schrieb: für mich!! – d.h.: andere mögen das ja anders sehen – ich bin doch nur eine Stimme von vielen, warum also das “Geschrei” (sachlich zutreffende Argumente, über die es ernsthaft zu konversieren lohnte, habe ich bei meinen Kritikern bisher wenig gefunden – ich kämpfe aber auchc gern gegen die Mir von Ihnen mutwillig entgegengehaltenen Windmühlenflügel – da braucht es wenigstens die Partei “Die Linke” nicht zu tun – wäre fatal, wenn sie auch noch diese mit unsachlichen Argumenten vom Arbeiten abhielten … Ihr ein wenig solche unsachlichen Diskussionen vom Leub zu halten, damit sie genügend Freiraum für die Lösung der wirklich wichtigen Fragen bekommt, darin sehe ich für mich eine lohnende Altersaufgabe …
– insofern stelle ich mich gern der Niveaulosigkeit in den Weg … )
(2)(Nein, jetzt kommt nicht wieder “Weckesser”, die Sache dürfte ja nun irgendwann endlich mal zu den Akten zu legen sein …
– die zu ziehenden Lehren daraus aber übrigens nicht! Aber es gibt eben auch andere Beispiele, wie sich aus der Gesamtschau der Postings ergibt …)
(3)(die Anwendung des Begriffes in Bezug auf die Entfernung von Menschen aus einer Gruppe, verletzt übrigens grundlegende Menschenrechte, denn sie unterstellt Begrifflich, bei den Betroffenen handele es sich um “Schmutz”. Insofern werden Sie solches weder aus meinem Munde, noch aus meiner Feder, noch in meinem Verhalten erleben. Mir derartiges aber zu unterstellen, halte ich gerade deshalb für strafrechtlich relevant und justiziabel.)
(3a)(nehmen Sie die Gänsefüßchen als die sprachliche “Kohlenzange”, mit der ich derlei dreckige Begriffe zu gebrauchen gewohnt bin)
(4)Übrigens ein komplexes System also, das sich noch in der “Strukturierungsphase” befindet – gut für uns, denn wenn die Struktur gefunden und fixiert ist, dann hat ein solches System nur noch eine Entwicklungsrichtung:
Erstarrung und damit – wegen Kollision mit der unaufhaltsamen Zeit – Untergang.
(5)(5)Es kann nicht Sache der Linken allein sein, die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser überaus komplexen Vorgänge zu betreiben. Ich halte dies für eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, gerade auch weil ich bemerke, daß an einer derart sachlichen Analyse und Aufarbeitung offenbar nur eine Handvoll Personen ein wirkliches Interesse hat, während sich das Gros der Bevölkrung mit Klischees zufriedengibt, die Ihren Vorurteilen und ihrer durch propagandistische Indoktrinierung über Jahre hinweg eingeübten “Überzeugungen” – besser: Glaubensinhalten am bequemsten entsprechen.
Eigenes Beobachten, analysieren und differenzierendes Denken strengt an, deshalb scheinen davor so viele zurückzuschrecken – mit verheerenden Konsequenzen für uns alle.
Daran hat sich auch nach 1989 nichts geändert. Das beweisen die heute noch nach beinahe zwei Jahrzehnten erhobenen, dümmlich-klischeehaften Vorwürfe gegen die Linken, die ihnen systemische und strukturelle, sowie demokratische und rechtsstaatliche Lernfähigkeit abzusprechen versuchen, wo sie nur können und in Ermangelung sachlicher Argumente, in der Bevölkerung zu Recht tief verwurzelte Antipathien gegen SED-Bonzentum und politische Arroganz einer in DIESER Form längst untergegangenen “Apparatschik-Elite” zu beschwören versuchen – einer Apparatschik-Elite übrigens, die sich aus der Linken längst zurückgezogen hat und nicht nur in Einzelfällen seitdem kräftig mit dem ehemaligen “Klassenfeinde” divertiert, heute wieder – wie damals Nutznießer der selbstgeschaffenen Mißstände ist und im Grunde nie aufgehört hat, sich in paranoider Weise für den ewigen Sieger der Geschichte zu halten – was die vom ehemeligen “Klassenfeind” eingeräumten, materiellen Sicherheiten anbelangt, vielleicht manchmal doch schon wieder nachvollziehbar.
Mich ekelt es jedenfalls, wenn ich pensionierte Mitglieder des alten DDR-Staatsapparates in trauter Eintracht mit pensionierten Mitgliedern des BRD-Staatsapparates gemeinsam feixend bei einem Bierchen über jene “Spinner” herziehen höre, die sich in Ost und West und wie vor, so auch nach 1989 um Besserung der Verhältnisse bemühten und bemühen!
(Ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe solche Gestalten, die mich vor 1989 am liebsten nach Bautzen gebracht hätten und mir nach 1989 dann die ersten waren, die mir “Investmentfonds” anboten, leider in meiner eigenen (Ex-) Verwandschaft. Gottseidank nun “Ex”!
lol )
Riecht das nun für Sie wieder nach “Säuberung”?
Ach, Lutz H., einfach mal nach Uschi googeln und das kurze ‘i’ betrachten und sportlich nehmen. Und sehen’s: Beitrag zwo ist ein Fake bestimmter Kürzel, die sich selber antworten, um sich wer weiß was vorzumachen – mei Säks’sch is im original ä bissl breeder. Uns Andreas brauch sich och nisch immer gleich a’gsprochen fühln: “SED-Sprech” is ä Worthülse: anscheinend beliebig anwendbar (und von Euch inflationär benutzt, *gähn*). Deshalb blubb, blubb, Kumpel, aufrunden und mal vier nehmen.
Zum Schluss was Inhaltliches: Gudder Ardiggel, Stefan Hartmann!
So, und nun, nachdem ich mich durch die mir hier gestellten Fußangeln und Tretminen gehangelt habe, mal ein fazit- Versuch:
Es ist klar, daß bei der Fusion zweier schon hinsichtlich ihrer Geschichte sehr unterschiedlicher Parteien Differenzen auch hinsichtlich der innerparteilichen Methodik, der Koordinierung unterschiedlicher Wertesysteme und Denkmodelle und Handlungsgewohnheiten, aber auch ganz individuelle, persönliche Rivalitäten jenseits allen politischen Ernstes aufkommen können. Vor allem wenn, wie im konkreten Fall, die Fusion praktisch nur durch ein einziges gemeinsames – wenngleich eklatant dringliches Thema getragen wurde (hier: Agenda 2010 und Hartz IV MÜSSEN wieder weg und durch bessere Lösungen ersetzt werden.) und es sich bei dem Fusionskonstrukt ZUNÄCHST(!!) wohl eher “nur” um eine “Notgemeinschaft” handelt.
– aus dem es gilt, deutlich mehr und Besseres zu gestalten.
Es ist ferner klar, daß sich politische Gegenspieler sozialer Bewegungen derartige Fusionen nicht entgehen lassen, Leute einzuschleusen, die andere Ziele verfolgen, als offiziell vorgegeben.
Dies sollte alle Gutwilligen auf den Plan rufen, GEMEINSAM nach akzeptierbaren, praktikablen UND verläßlichen innerparteilichen Regeln und Modalitäten zu suchen, die einen verläßlichen Grundkonsens über alle, leider unvermeidbar scheinenden, politischen Kleinquerelen hinweg, zu garantieren in der Lage sind.
Denn: Gerade die Geschichte der sozialen und linken Bewegungen zeigt, daß es ihren Gegnern bisher nicht selten(!) gelungen ist, mit der Einschleusung einer Handvoll “agentes provocateurs”, ja mitunter mit nur einem einzigen Manne(!!) durch Spaltung, Verunsicherung, trügerische Versprechungen, dreiste Falschinformationen usw. die Arbeit tausender Konstruktiver und Gutwilliger wieder und wieder(!!) zunichte zu machen.
Ich will nicht nur hoffen, sondern trage in Erinnerung eigener schlechter historischer Erfahrungen gern mein Scherflein dazu bei, daß es endlich gelingen möge, diesem schändlichen Treiben Einhalt zu gebieten, ohne dabei in die alten Fehler stalinistischer Paranoia zurückzuverfallen!
Niemand glaube aber, mittels allzustarrerRegeln, oder lautem Getöse drumherumzukommen, immer und überall und stets aufs neue unaufgeregt, aber genau hinsehen zu müssen, was geschieht, denn: Das menschliche Verhalten ist naturgemäß ambivalent und insofern nie wirklich verläßlich – zu wohlwollender Wachsamkeit gibt es keine vernünftige, erfolgsorientierte Alternative. Dies sei sowohl an meine “Widersacher”, wie “Zustimmer” adressiert
von
U.
@ Uschi: Na, da bin ich ja schon mal beruhigt, dass Die andere sich auch weiter auf ihre Brettl´n konzentrieren kann. Aber nun nach Eigennamen zu goggeln, schien mir dann doch nicht unbedingt so nötig zu sein. Übrigens: Erst mit 4 multiplizieren und dann aufrunden! Ordnung muss sein. Ich habe es heute noch vor meinem geistigen Auge.
@ Unternehmer: Es ist schon ziemlich bitter, immer wieder lesen zu müssen, was Sie so von sich geben. Haben Sie nichts Besseres zu tun, als hier permanent Alle und Jeden mit juristischen Konsequenzen zu bedrohen? Dann sollten Sie sich eventuell erst noch einmal Ihre eigenen Beiträge durchlesen, bevor Sie solche albernen Einschüchterungsversuche von sich geben. Brauchen Sie eine Gedankenstütze? Gern. Wer unseren Antrag zur “Weihnachtsbeihilfe” mit einer Winterhilfe des NS-Regimes auf eine Stufe stellt und uns dabei noch diffamiert, wir würden der bürgerlichen Presse Material für Propaganda liefern wollen, der sollte ganz schnell den Besen aus seiner verstaubten Kammer hervorholen, um ganz, ganz schnell zu kehren.
Auch sonst kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass Ihre Überheblichkeit nur noch von Ihrer Ignoranz überboten wird. (Das ist subjektiv. Es kann auch andersrum sein.) Permanent belehren Sie Andere mal oberlehrerhaft, mal von oben herab, legen Anderen VHS-Kurse nahe – immer aber in unnachahmlicher Überheblichkeit. Glauben Sie, Sie sind Gott? Nur Sie wissen alles und alle Anderen wissen nichts?
In dem ganzen Wust von Zeichen, welche Sie in Ihren armen Computer eingehämmert haben, habe ich leider keinen einzigen Fakt gefunden. Mutmaßungen, Wünsche (auch berechtigte – keine Frage), Unterstellungen, Vorwürfe – aber keine Fakten. Und da sind wir wieder beim Ausgangspunkt unserer Kontroverse, allerdings vom anderen Thread. Die V-Mann-Affäre wird von den Vorständen totgeschwiegen – wie so manch andere Tatsache auch. Doch die Zukunft wird mit Sicherheit die Wahrheit ans Licht bringen.
Lutz H.
Herr Unternehmer: Sie dürften aber aus ihrer Kenntnis der Geschichte heraus wissen, dass “Säuberung” keineswegs eine NS-Terminologie ist, sondern dass es vielfach in den kommunistischen Parteien der 20er und 30er Jahren zu “Säuberungen” kam. Mal ging es gegen Rechts-, mal gegen Linksabweichler.
Und, ich hatte gewiss nicht vor, Sie mit der NS-Geschichte zu vergleichen. Aber schauen Sie, lieber Genosse, wenn sie den Antrag der WASG auf Zahlung einer Weihnachtsbeihilfe als ‘Winterhilfe der Nazis’ denunzieren, dann haben doch wohl Sie mit derartigen Vergleichen angefangen.
Und da Sie ja weiter oben “Wachsamkeit” fordern und Rechtsabweichlern mit Ausschluss drohen, sind derartige Vergleiche schon angebracht.
Und, was ist Ihnen in der Geschichte widerfahren? Dann könnte ja jeder kommen und ähnliches behaupten. Waren Sie mal im echten Knast, von innen?
Lang lebe die WASG Sachsen.
Mike
Wikipedia schreibt dazu: “Der Begriff der Säuberung … Dabei geht es in der Regel um die Ausgrenzung von Personen und Personengruppen … Diese Form der Säuberung kann von der Exklusion bis zur physischen Vernichtung reichen.”
Exklusion ist gleich Ausschluss. Soweit zur Sache.
Herr Mittelständler, außerdem rauben Sie mir meine Lebenszeit mit scheinbaren Wichtigkeiten.
Es geht nicht um “Wachsamkeit”, sondern um den Aufbau und die Entgegenbringung von Vertrauen. Wer nicht in der Lage ist, Vertrauen aufzubauen, muss später das Doppelte in den “Wachschutz” und die “Abwehr von Feinden” investieren, e man sich vorher selber gemacht hat.
Wir in der WASG haben auf Wachschutz verzichtet und das Ganze lieber im persönlichen Duell gelöst.
Mike
@Klaus
Sie schreiben:
>”Die Assoziation “Linke†ist derart beschädigt und beschmutzt durch die Sünden der SED und deren angeblichen Sozialismus und dem “realexistierenden Sozialismus†in der DDR und auch international durch die Unterdrückungssysteme der Sowjetunion, in Kuba und in Afrika und natürlich immer noch in China, dass es längst überfällig ist, sich davon zu lösen.”<
Welche Haltung müssen sie da erst zu den Kirchen und zu den Religionen haben, nach Jahrhunderten “Christen”tum, voll von Ketzerverbrennungen, Kirchenstrafen, Kreuzzügen, systematischen Zerstörungen von Naturvölkern und ihrer Kulturen, Zwangsmissionierungen, Kolonialismus, Rassismus, Militärpfarrern, des systematischen Psychoterrors “Fegefeuer” usw. usw. usw. ….
fragt
U.
@Lutz H
@Mike
Ihre Postings bestätigen das in faktischer Weise, was ich bereits vorher schrieb.
Deshalb hier ein paar nüchterne Klarstellungen:
1.)
Lutz H, Sie schreiben:
>”Haben Sie nichts Besseres zu tun, als hier permanent Alle und Jeden mit juristischen Konsequenzen zu bedrohen?”
a) Ich bedrohe niemanden, sondern erinnere lediglich an durchaus mögliche juristische Konsequenzen. Das KANN für jemanden, der sich nichts zuschulden kommen läßt, garkeine Bedrohung sein. Oder?
Für jemanden aber, der nicht bereit ist die Gesetze (auch die über ehrenrührige Äußerungen) zu achten – ja selbst für den wäre es keine “Bedrohung”, sondern bestenfalls eine gutgemeinte Warnung vor Verhaltensweisen, die NIEMANDEM nützen.
Oder wollen Sie meine Grundrechte in Zweifel ziehen?
b) von “permanent” kann nun gleich garnicht die Rede sein, denn meine Postings hier machen nicht einmal ein Prozent meiner Tagesaufgaben aus und wohl auch nicht mal ein Promill der hier abgegebenen Meinungsäußerungen aller.
Das Wort “permanent” ist also wieder eine jener böswilligen Unterstellungen Ihrerseits.
c) Ihre wiederum böswillige, weil erkennbar und nachrechenbar völlig absurde Übertreibung “Alle
)
und Jeden” harrt zunächst des Beweises – meine Postings auf dieser
Website hier sind übrigens Gegenbeweis genug (Sie sollten nicht
glauben, daß Sie “Alle” sind
d) Natürlich habe ich auch “Besseres” zu tun – und tue es auch, was ich übrigens auch von Ihnen hoffe – ich bin mir aber eben auch nicht zu schade, mich mit Tendenzen ERNSTHAFT auseinanderzusetzen, die ich bezüglich linker Politik für erfolgsgefährdend halte und scheue mich eben auch nicht vor den menschlichen Niederungen und Abgründen.
Dies tue ich nicht zuletzt deshalb, weil ich mir selbst vorwerfen muß, bisher vielleicht doch noch nicht genügend getan zu haben, um an einem besseren Deutschland und einer besseren Gesellschaft mitzubauen.
Meine bisherige Zurückhaltung – und das soll keine Entschuldigung sein, sondern nur eine Erklärung – rührte daher, daß ich, um humanistischer Grundwerte Willen in bereits relativ jungen Jahren mein Leben und meine Gesundheit in die Waagschale der politischen Ereignisse werfen mußte, mit Folgen, an denen ich heute noch zu leiden habe (Damit ist auch gleich Mikes Frage beantwortet, ob ich schon mal im Knast gewesen sei: Nein, es war schlimmer, es ging ums nackte Leben. Wobei mich diese Frage nun etwas wundert: Welche Relevanz hat sie für linke Politik?) – und in den folgenden Jahrzehnten dann glaubte, als Mensch, als Bürger und als Deutscher mich von den erlittenen “Blessuren” nun erstmal wieder erholen zu dürfen – nun seien gewiß erstmal andere dran, wenigstens ähnliches zu leisten, wenngleich ich nicht jedem einen derartigen Einsatz abverlangen möchte, wie ich ihn selbst hinter mir habe.
Diese Haltung war wohl ein Fehler. Denn ich muß inzwischen bemerken, daß die einen menschliche Werte unter Einsatz ihres Lebens verteidigen, während die anderen einfach kommentarlos aus der Linken austreten, wenn man nur ein paar dringende Fragen an sie richtet…
Naja.
“Wir leben zwar alle auf derselben Welt, haben aber nicht alle denselben Horizont…” laß ich neulich auf einer Postkarte…
2.)
Wenn Sie von”…albernen Einschüchterungsversuche(n)…” schreiben, dann frage ich mich, wie sie darauf kommen. Denn wer sich immer korrekt verhält, braucht doch eine juristische Überprüfung eigentlich nicht fürchten, oder?
Andererseits habe ich das gute Recht wie jedermann, die Gerichte anzurufen, wenn ich mich zu Unrecht und in verleumderischer Weise mit Dreck beworfen fühle. Eigentlich doch ‘ne ganz klare und faire Sache, fern jeder “Einschüchterung”. Es geht nur darum, deutlich den Unterschied zwischen laxer Unbedachtheit einerseits und verantwortungsloser Unkenntnis, ja Böswilligkeit abererseits herauszuarbeiten. Dazu können juristische Kategorien manchmal ganz nützlich sein.
Und Gerichte sind nun mal auch dafür da, dafür zu Sorgen, wenigstens die gröbsten Formen der Unfairnis im menschlichen Zusammenleben wenigstens zu mildern.
Wir alle(!) leben nicht im rechtsfreien Raum!
Es war mir Wichtig, Sie wissen zu lassen, daß sie für meine Begriffe mit Ihrer Kampagne die Grenzen der Fairnis weit hinter sich gelassen haben um Sie darauf aufmerksam zu machen, daß sie gerade im Begriffe sind, Ihre Vertrauenswürdigkeit zu verspielen.
Sollte dies nicht fair von mir gewesen sein?
Liegt Ihnen so wenig an Ihrer Vertrauens- und Glaubwürdigkeit?
3.)
Sie schreiben:
>”Wer unseren Antrag zur “Weihnachtsbeihilfe†mit einer Winterhilfe des NS-Regimes auf eine Stufe stellt …”
Was heißt hier “…auf eine Stufe stellt …” Woraus schließen Sie denn das???
Ich habe lediglich auf die fatale linguistische Parallele aufmerksam gemacht, die Ihnen, wenn Sie Ahnung von Geschichte haben (und von der Hinterhältigkeit bürgerlicher Propaganda!), nicht entgangen sein KANN und die eben dieser bürgerlichen Propaganda gegen die Linke geradezu einen Steilvorlage liefert.
Und das soll keine Absicht von den Initiatoren dieses Antrags gewesen sein?
Es wäre ein Leichtes Gewesen, dem “Kinde” einen anderen Namen zu geben – abgesehendavon, daß ich den Antrag auch inhaltlich für politisch schädlich halte – wenn die Linke jetzt auch noch anfangen würde, sich mit Almosengeberei zu beschäftigen, wo GRUNDLEGEND andere Lösungen zu realisieren sind, dann würde sie sich so unglazbwürdig machen wie die SPD.
So naiv KANN also kein Linker sein! Mein Argwohn deshalb mehr als gerechtfertigt, oder?
Ich hatte bei Ihnen überdies auch mit mehr Einsichtsfähigkeit gerechnet – ihr Fehlen und ihre eifrigen Attacken gegen meine Einwände bestärken mich in meinen bereits geäußerten Vermutungen…
Ist das vielleicht eine Ihrer vertrauensbildenden Maßnahmen??
4.)
>”Auch sonst kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, …”
Naja, Ihre Gefühle sind schließlich Ihre Privatsache, deshalb werde ich sie nicht kommentieren. Es steht mir fern, Sie missionieren zu wollen.
5.)
Ich glaube es aber auch von niemand anderem. 
>”Sie, Sie sind Gott?”
Ganz klar: NEIN!
Auch von Ihnen nicht.
6.)
>”Nur Sie wissen alles und alle Anderen wissen nichts?”"In dem ganzen Wust von Zeichen, welche Sie in Ihren armen Computer eingehämmert haben, habe ich leider keinen einzigen Fakt gefunden. Mutmaßungen, Wünsche (auch berechtigte – keine Frage), Unterstellungen, Vorwürfe – aber keine Fakten.”"Die V-Mann-Affäre wird von den Vorständen totgeschwiegen ”
Wurde “den Vorständen” im Laufe der einschlägigen Diskussion nicht gerade Kritik zuteil, damit an die Öffentlichkeit gegangen zu sein?
Sie wollen sicher selber ran, nicht wahr? 
Wass’n nu?
Ihnen kann ein linker Parteivorstand es wohl nie recht machen, egal was er tut? Gell?
Dann stellen Sie sich doch zur Wahl, statt auszutreten.
9.)
>”Herr Mittelständler, außerdem rauben Sie mir meine Lebenszeit mit scheinbaren Wichtigkeiten.”
Ich raube garnichts! Es zwingt Sie niemand, meine Postings zu lesen.
Engagement in der Politik ist immer freiwillig!
Und für Ihr Zeitmanagement sind sie ja wohl selbst verantwortlich – so wie ich für meines.
“Euer Ehren”, “Herr Mittelständler” etc. – warum benutzen Sie nicht einfach meinen Nicknamen, wie im Internet üblich? Versuchen Sie mich sprachlich zu zerreißen? Soll ich das als freundliche Geste auffassen?
10.)
>”Es geht nicht um “Wachsamkeitâ€, sondern um den Aufbau und die Entgegenbringung von Vertrauen.”
Nicht “entweder – oder”, sondern: “sowohl als auch”
Blindes Vertrauen hat der Linken IMMER geschadet – genauso wie blindes Mißtrauen.
Nur: Davon kann hier weder in der einen noch in der anderen Richtung die Rede sein.
Was solls also?
Es geht ja gerade darum, genau(!) hinzusehen, was einer tut, das meinte ich mit “Wachsamkeit”.
11.)
>” Wer nicht in der Lage ist, Vertrauen aufzubauen, muss später das Doppelte in den “Wachschutz†und die “Abwehr von Feinden†investieren, e man sich vorher selber gemacht hat.”"Wir in der WASG haben auf Wachschutz verzichtet und das Ganze lieber im persönlichen Duell gelöst.”"Herr Unternehmer: Sie dürften aber aus ihrer Kenntnis der Geschichte heraus wissen, dass “Säuberung†keineswegs eine NS-Terminologie ist, sondern dass es vielfach in den kommunistischen Parteien der 20er und 30er Jahren zu “Säuberungen†kam.”
Da fehlt wohl ein Wörtchen. Es sollte besser heißen: “… keineswegs NUR …”, denn “Säuberungen” gab es auch bei den Nazis – und nicht wenige.
Darum geht mir’s ja gerade: Die Versuchung, sich Andersdenkender mit unfairen Mitteln zu entledigen, ist doch nach wie vor aktuell und eben keineswegs einen Einbahnstraße!!
Worum diskutieren wir denn hier sonst!!??
Wir haben es hier mit einem nach wie vor ungelösten ethischen Problem zu tun, was die Gemüter umso mehr bewegt, als es von existenzieller Bedeutung für das menschliche Zusammenleben ist.
Und dies beschränkt sich ja keines wegs nur auf die Politik, das haben Sie genauso in der Familie und in der Firma.
Wenn Sie “Besseres” zu diskutieren haben – ich halte das Thema schon für sehr(!) relevant, sonst hätte ich mich längst anderem zugewandt …
Wenn es gelänge, Unsachlichkeiten aus der Diskussion herauszuhalten, kämen wir vielleicht sogar zu Lösungen …
14.)
“Und, ich hatte gewiss nicht vor, Sie mit der NS-Geschichte zu vergleichen.”
Akzeptiert!
15.)
>”Aber schauen Sie, lieber Genosse, …”
“Lieb” bin ich manchmal auch, jadoch!
“Genosse” aber war ich nie (mit Ausnahme von ein paar Wochen SPD-Mitgliedschaft – naja, jeder macht mal ‘nen Schusselfehler
)
16.)
>”wenn sie den Antrag der WASG auf Zahlung einer Weihnachtsbeihilfe als ‘Winterhilfe der Nazis’ denunzieren, dann haben doch wohl Sie mit derartigen Vergleichen angefangen.”
siehe 12.)
siehe 3.)
17.)
>”Wikipedia schreibt dazu: …”
Na, so ähnlich hatte ich es ja auch formuliert.
Wir haben es mit einem sehr relevanten, weil sehr allgemeinem Problem zu tun:
Dem Widerspruch zwischen der Ambivalenz menschlichen Seins/Verhaltens einerseits und dem für den Wähler existenzielle Risiken beinhaltenden Dilemma, bei seiner Wahl auf die Verläßlichkeit politischer Absichtsäußerungen und die Redlichkeit der politischen Akteure (egal welcher Partei sie angehören mögen) vertrauen zu müssen andererseits.
Die Diskussion lohnt also weiterhin,
meint
U.
Nachtrag:
Ich finde es aufschlußreich, wenn mich Leute als “arrogant” hinstellen, nur weil ich mich von ihnen nicht für dumm verkaufen lasse.
U.
@ Konzernchef
“Wir haben es mit einem sehr relevanten, weil sehr allgemeinem Problem zu tun:
Dem Widerspruch zwischen der Ambivalenz menschlichen Seins/Verhaltens einerseits und dem für den Wähler existenzielle Risiken beinhaltenden Dilemma, bei seiner Wahl auf die Verläßlichkeit politischer Absichtsäußerungen und die Redlichkeit der politischen Akteure (egal welcher Partei sie angehören mögen) vertrauen zu müssen andererseits.”
Essentiell so etwa das Einsame, was man Ihren 95 Thesen entnehmen konnte.
Sie formulieren eine Schieflage zwischen WählerInnen und PolitikerInnen. Mich erstaunt, daß der Politiker kein Mensch ist, sondern ein “Akteur”. Das enthebt ihn regelrecht einer Verpflichtung, die er zunächst ganz menschlich eingeht.
Die Kernfrage ist doch:
Wer oder was zwingt eine Linke (mit traditionell humansistischem Anspruch) dazu, sich in der Nähe der Macht entgegengesetzt zu verhalten? Die Meinung der Mitte? Warum aber heißt DIE LINKE. dann DIE LINKE.?
Erklären Sie doch mal, weshalb diese (organisch identischen) Politikertypen mit Geilheit auf Macht andere so gern ausschalten, obwohl Sie vorher nicht anders gesprochen haben bzw. so vorsichtig, daß es keiner verstanden hat.
Erneut konstatieren Sie, daß die Ausgetretenen machtorientiert seien. Wie kommen sie bei einer so deutlichen Austrittserklärung zu einem so falschen Schluß?
Für Ihr Niveau: Fraenkel hat darüber ausgezeichnet referiert “hypothetischer & empirischer (Volks)wille.”
Welchen Kompromiß hätten u.a. danach WASGler eingehen sollen, den von Hartz IV muß weg hin zu: “Hartz IV muß e bissel besser werden” (Pellmann – 435 Euro Hartz IV in der pvl bspw.)?
Sehen Sie sich die Preissteigerungsraten, die überaus nette Subventionierung der Banken in diesen Tagen an und raten Sie mal, zu wessen Lasten die unternehmerische steuerliche Solidarität des Staates wohl u.a. gehen wird und zwar sehr heftig.
Deswegen finden sich in der ASG, der Nachfolge-AG der WASG solche Pressemitteilungen und Forderungen
1/09/2008 der LAG ASG Sachsen – Die Linke. 04.09.2008
und v. November 2007
ASG Leipzig fordert Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes auf 500 Euro
Am 12.4.2008 entscheidet der “kleine Parteitag” in Dresden bei knapp 60 Anwesenden mit 29 ./. 28 Gegenstimmen, daß in den Kreistagswahlprogrammen Sachsen stehen könnte: “Hartz IV ist noch immer Armut per Gesetz” –> mit einer Stimme mehr! Unter den Gegenstimmen drei ehemalige WASG-Vorstände: Stange, Wirtz, Schmole! Holdrioh!
Na, da muß Sie doch der Affe lausen! Und Sie kommen daher und behaupten, Weihnachtsgeld sei eine Nazinummer und das wars dann.
Das Dilemma dieser Partei sitzt viel tiefer: Die Ex-WASGler sind moralisch, politisch und menschlich ausgebeutet worden, um den wirklichen Karrieristen den Stand auch für ein drittes und viertes Mal als Abgeordnete zu sichern und den Schweigenden aus der ehemaligen WASG Sachsen den Boden zu ebnen.
Die, die uns aufgefordert haben, genau das zu sagen, was Hartz IV-Empfänger unterhalb des akademischen Interesses tagtäglich bewegt (was Unternehmer der “Unterschicht” gern verleugnen, weil sie einen Schlips tragen und ihnen ihre Armut oftmals peinlich ist), waren auch die, die anschließend bedeppert geguckt haben und so taten, als wäre ihnen diese Forderung neu!
Die Linke. in Leipzig und in Sachsen spielt nicht selten durch solche Personalmanöver die neoliberal gedankte Schulungspartei für CDU- und SPD – Realpolitik auf der Grundlage finanzierbarer Systematik von Sozialpolitik. Noch bevor wir die CDU kritisieren können, landen wir in der Parteilehrjahrklemme – schlicht: dem Vorwort für neoliberale Politik nach Kassenlage.
Parteitag
In den Medien erscheint seit gestern DIE LINKE. Sachsen als der Erlöser durch Regierungswille.
Inzwischen ist deswegen (vor bereits zwei Wochen) Gabriele Engelhardt aus dem Landesvorstand zurückgetreten.
Inzwischen ruht das Sprecheramt Johannes Gyarmatis in der LAG Gesundheit und soziale Politik.
Inzwischen sind drei (!) Landessprecher der ASG aus der Partei ausgetreten.
Sie werden es noch erleben, daß nach der Wahl mit ggf. knapper linker Dominierungsfähigkeit der anderen demokratischen Kleinfraktionen DIE LINKE. lauter denn je rufen wird, daß Hartz IV eine “reine Bundesangelegenheit” sein wird. Ich verweise erneut auf die 20 Thesen der Armutskonferenz der Linksfraktion Sachsen 10/2007: Wer will schon arm sein? von A. Hahn und D. Pellmann, dort S. 11, Pkt. 14 und das darin geäußerte Visionsverbot für Parlamentarier der Linken.
Herr Unternehmer! Dass Sie heute schon vergessen haben, was Sie gestern gesagt/geschrieben hatten, zeigt Folgendes:
“Sie schreiben:
>â€Wer unseren Antrag zur “Weihnachtsbeihilfe†mit einer Winterhilfe des NS-Regimes auf eine Stufe stellt …â€
Was heißt hier “…auf eine Stufe stellt …†Woraus schließen Sie denn das???”
Ich darf diesbezüglich Sie selbst zitieren:
“Wenn eine bestimmte Klientel der Linken schon eine Falle stellen will, wie es dieser überaus scheinheilige Antrag auf “Weihnachtsbeihilfe†war, dann sollte sie vielleicht etwas früher aufstehen.
(Oder denken Sie vielleicht, der aufmerksame Leser hätte den Versuch nicht bemerkt, die Linke mit einem derartig historisch hintergründigen Antrag, auf’s Glatteis zu führen?
) den Begriff der “Winterhilfe†der Nazis assoziiert und nur geeignet ist, der bürgerlichen Propaganda wieder “Munition†zuzuschanzen, die Linken einmal mehr als “radikalâ€, “populistisch†und “demokratieunfähig†zu diffamieren und der gleichzeitig für die große Zahl der Opfer der Hartz IV – Politik der Bundesregierung bestenfalls wie ein zynisches Almosen vorkommen muß, das lediglich als Feigenblatt für (NOCH!) nicht erfolgreichen Widerstand gegen Hartz IV mißverstanden werden könnte, also von vorneherein nur geeignet war, der Partei im Wähleransehen Schaden zuzufügen.”
Mit einem Antrag, der schon rein Sprachlich (-> LTI
Eine diesbezügliche Frage. Haben Sie eigentlich Katja Kipping schon den Parteiaustritt nahe gelegt? Nein? Das verstehe ich jetzt nicht! Ihrer Logik zufolge würde sie doch auch mit ihrem “scheinheiligen Antrag auf Weihnachtsbeihilfe” für 40 Euro im Bundestag die LINKE “auf´s Glatteis führen und der Partei im Wähleransehen Schaden zufügen”. *Kopfschüttel*
Fakt ist: Die Hartz-IV-Opfer werden seit Jahren im großen Stil besch… trogen, ausgegrenzt, öffentlich diffamiert, herabgewürdigt und ausgeschlossen. Jede noch so kleine Hilfe ist erstmal ein Schritt ist die so dringend notwendige Richtung. Auch wenn es keinesfalls der letzte sein darf! Denn: HARTZ-IV MUSS WEG! So schnell wie möglich! Bis zu dem Punkt müssen jedoch auf allen gesellschaftlichen Ebenen Erleichterungen für die Menschen geschaffen werden. Egal, ob im Land oder in der Kommune. Ohne dabei das eigentliche Ziel, die Abschaffung der menschenverachtenden Hartz-IV-Gesetze aus den Augen (und den täglichen praktischen parlamentarischen und außerparlamentarischen Bemühungen!) zu verlieren. Wenn dann jedoch von linken Politikern, ja sogar von sogenannten “Sozialpäbsten” (Cornelia Ernst 11.10.2008), das neoliberale Argument einer (vermeintlich) fehlenden Finanzierbarkeit hervorgezaubert wird, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Obschon Millionen und Milliarden Euro in allen gesellschaftlichen Ebenen regelrecht versenkt werden (deutschlandweite Bankenunterstützung, Diätenerhöhungen der Abgeordneten, Sachsen-LB, neue Besoldungsstufen auf Landratsebene, Zuschüsse für Zoo Leipzig, Citytunnel Leipzig – nur mal so als ausgewählte Beispiele, damit nicht wieder jemand sagt, ich sauge mir etwas aus den Fingern), ist plötzlich weder auf Bundes-, Landes-, noch Kommunalebene Geld vorhanden, wenn es um die Ärmsten der Armen geht. Und die Linke trommelt in diesen Orchester fleißig mit!
Die ASG hat genau dies seit dem ersten Tag kritisiert. Nicht mehr und nicht weniger! Vollmundige Versprechungen der LINKEN reichen nun mal nicht, solange die wirklichen Taten eine andere Sprache sprechen. Da hier nunmal so gern zitiert wird: “Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her!”
@IGR
Zu Ihrem Posting:
Mit Konfusion ist kein politischer Erfolg realisierbar.
U.
Die homogene Partei – ich sag es Ihnen doch seit einer ganzen Weile. Sie brauchen die Gleichsschaltung, nicht wahr?
Dann aber mal los. Bieten Sie sich doch als General an und drohen Sie mit Peitschenhieben. Etwas anderes entnehme ich Ihren schlauen Beiträgen nicht.
IGR
@Lutz H.
Sie schreiben:
>”Haben Sie eigentlich Katja Kipping schon den Parteiaustritt nahe gelegt? Nein? Das verstehe ich jetzt nicht!”
Das ist ganz einfach zu verstehen:
WIR ALLE machen mal (Schussel-) Fehler und wir alle lassen uns mal aufs Glatteis führen. Das war und ist nicht mein Kritikpunkt.
Aber: In der Politik hat es noch nie eine Rolle gespielt, ob jemand “aus Versehen”, oder absichtlich “Mist” baut. Deshalb ist es in der Politik wie in der Kunst: Entweder man kann es, oder man kann seinen Hut nehmen – dazwischen gibt es nichts.
Das sollte jedem klar sein, der sich auf das glatte politische Parkett wagt.
Und das gilt für ehemalige WASG-Leute genauso wie für ehemalige PDS-Leute. Basta
Nachsicht ist in der Politik angesichts der schlimmen Schicksale Tausender, ja Millionen von Betroffener im Fehlerfalle schlichtweg nicht angebracht. Man bedenke die Größenordnungen und das Größenordnungsverhältnis zwischen einem “kleinen” Fehler einzelner Politiker und den Folgen für Millionen Menschen!
Es ist mit der Politik wie beim Dynamit: Wer keine Ahnung hat, sollte besser die Finger davon lassen, ehe er Schaden anrichtet – weil im Schadensfalle völlig irrelevant ist, ob er absichtlich oder unabsichtlich zustandekam.
(Die Hungersnot im China der Mao-Zeit war auch nicht “absichtlich” herbeigeführt worden – doch was änderte das …)
Niemand kann sich nur für den bloßen guten Willen ein Hemd kaufen ….
Insofern kann ich hier nur noch mal einen Abschnitt einfügen, den ich schon früher hier postete, Zitat:
“… Leute, die diesen Kräften Steilvorlagen liefern, sind m.E. im Interesse des Erfolges linker Politik konsequent und ohne Anseheung der Person auszuschließen, wenn erkennbar wird, daß Lernbereitschaft nicht vorhanden ist, oder gar Vorsatz im Spiele war. (Auf die bitteren Erfahrungen der SPD mit diesbezüglicher, eigener Inkonsequenz,Unentschlossenheit und völlig falsch verstandenener Humanität möchte ich noch hinweisen, solange es die SPD noch gibt
Die Linken sollten nie vergessen, warum sie sich einst von der Sozialdemokratie trennten!! ) … ”
Nochmal:
Ich schrieb:
WENN ERKENNBAR WIRD, DASS LERNBEREITSCHAFT NICHT VORHANDEN IST, ODER GAR VORSATZ IM SPIELE WAR.
DAS ist der Knackpunkt – nicht unbedingt der Fauxpas allein!
Kritik sollte also genügen.
Wenn Frau Kipping aber, sachlich auf offenbare Fehler angesprochen, statt mit Nachdenklichkeit und vielleicht sogar Einsichtsfähigkeit, stattdessen mit Sturheit und Rabulistik reagieren würde, wie ich dies hier von anderen gerade erlebt habe, dann würde ich selbstverständlich auch Ihr nahelegen, ihren politischen Werdegang woanders fortzusetzen.
Andernfalls …. (Naja, ein wenig haben Sie meine Positionen ja hier schon nachlesen können ….
Politik verlangt Lernbereitschaft ALLER!
Ausnahmen wären fatal.
Leider kenne ich Frau Kipping nicht persönlich und das was ich bisher über sie gehört habe, läßt mich auch nicht glauben, daß eine politische Auseinandersetzung auf diesem “Niveau” nötig wäre, sodaß mein Statement dazu hier ein rein abstraktes, im Konjunktiv formuliertes ist – und hoffentlich auch bleiben kann.
Da WIR ALLE fehleranfällige Wesen sind, ist also die GEMEINSCHAFTLICHE Erörterung, der politische Dialog, ja auch der politische Streit (sofern er die gesetzlichen Rahmenbedigungen nicht überschreitet!!!) dringend notwendig, um gegenseitige(!) Fehlererkenntnis und -minimierung zu betreiben.
Erkennbar Böswillige sollten aber ausgeschlossen werden, egal in welcher Partei sie auftauchen(!!) – dazu stehe ich.
Sie schreiben weiter, bezüglich der Lage von Hartz IV -Empfängern:
>”Jede noch so kleine Hilfe ist erstmal ein Schritt ist die so dringend notwendige Richtung.”
Das sehe ich anders und möchte versuchen, meine Gründe dafür zu erläutern:
1. Ihr Satz ist zunächst völlig naheliegend, zumindest auf der Ebene spontanen Handelns.
(Daß Sie in Richtung “Spontane Hilfe” denken (getreu der bewährten Maxime: “…Es macht sie ein Geschwätz nicht satt …” , glaube ich dem von Ihnen benutzten Worte “erstmal” (!!) entnehmen zu können und finde ich völlig nachvollziehbar.)
ABER – und jetzt kommts:
2. die Linke befindet sich bezüglich des Hartz-IV Skandals schon lange nicht mehr in der Lage, spontan handeln zu müssen, schließlich war die Politik der SPD/Grünen, später CDU/SPD – Koalitionen absehbar, es liegt also längst die Stunde hinter uns, wo das Hartz IV – Problem mit “Feuerwehreinsätzen” und “spontanen Hilfsaktionen” (wie “gutgemeint” sie auch sein mögen!) zu lösen wäre.
Völlig aberwitzig (wenn nicht gar regelrecht zynisch) finde ich es aber, wenn derlei Anträge eingebracht werden an einer Stelle, von der bekannt ist, daß sie sie aufgrund der herrschenden Mehrheitsverhältnisse kategorisch ablehnen wird, diese Anträge also rein praktisch(!!) ohnehin “leeres Stroh” darstellen.
Soetwas kann zwar dennoch sinnvoll sein, nämlich um die kaltschnäuzige Inhumanität und christliche Verlogenheit der ablehnenden politischen Gegenspieler öffentlich vorzuführen (und so würde ich den Antrag auch gutheißen, wie bereits dargelegt, unter der Bedingung daß er sprachlich wie auch von seiner methodischen Stoßrichtung her undiskutierbar eindeutig (!) von dieser unseligen und unsagbaren historischen Parallele ferngehalten würde – hier habe ich ganz GRUNDSÄTZLICHE Einwände!! – wie schon dargelegt)), die kleinste Zustimmung von meiner Seite zu diesem Antrage also ABER NUR DANN, wenn die Partei (oder Gruppierung) die ihn einbringt,
GLEICHZEITIG ein Programm
) und seinen Machenschaften
UNS ALLEN, d.h. der der allgemeinen Öffentlichkeit vorlegen würde,
das JENSEITS ALLER PARLAMENTARISCHER TAKTIEREREI und völlig unabhängig vom “goodwill” der parlamentarischen Entscheidungsträger in dieser Angelegenheit,
den Hartz IV Betroffenen
(wenigstens den allerschlimmsten Härtefällen – sofern man das überhaupt noch so sagen kann, denn: Hartz IV – Bezug IST bereits Härtefall!) – IN JEDEM FALLE und notfalls auch UNABHÄNGIG vom “Staat” (oder was davon noch übrig ist
Hilfe zukommen läßt.
(Hilfe zur Selbsthilfe, Almosen nur dort, wo es nicht anders geht, weil: Almosen beschädigen immer die Würde des Menschen – DESHALB sind sie bei den Herrschenden so beliebt, weil sie auf diese Weise ihre Macht sichern helfen – und genau deshalb sind sie aus linker Sicht (zumindest für meine Begriffe) abzulehnen, weil kontraproduktiv.)
Mein Vorschlag z.B. ist (und dies könnte man ja gleich mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit für linke Politik verknüpfen), daß die Linke prüfen möge, ob materielle interimistische Hilfe für Hartz IV-Opfer nicht u.a. z.B. durch PERMANENTE(!!) Straßensammelaktionen für die Betroffenen orgasanisiert werden könnte – wobei die eingenommen Gelder dann aber eben nicht als erniedrigendes Almosen direkt an die Betroffenen ausgegeben werden sollten, sondern in Projekte fließen müßten, die den Betroffenen die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen!
)
Ich kann nur hoffen, daß es sich auch unter den Linken langsam herumspricht, was unter Unternehmern und Kirchen seit Jahrhunderten klar ist: Daß man auch mit Geld und Vermögen Politik machen kann. (Nicht zufällig gehören z.B: die Kirchen weltweit zu den größten Grundbesitzern, “Arbeitgebern” und – Spendensammlern!!!
Bei der Hilfe für Hartz IV- Betroffene erst auf eine günstige “Wetterlage” in den Mehrheitsverhältnissen der Parlamente warten zu wollen, halte ich angesichts der drängenden unhaltbaren Verhältnisse der Betroffenen auf ALLEN Lebensgebieten, schlichtweg für zynisch.
Hier ist stattdessen parallel(!!) und UNABHÄNGIG zur parlamentarischen Arbeit SOFORTIGE, UNABHÄNGIGE (durchaus auch – in dem Maße in dem der Staat “versagt” oder sich als volksfeindlich herausstellt) private(!) , unmittelbare und direkte Hilfe zu organisieren!
Vielleicht läßt sich auch die Volkssolidarität für gemeinsame, GROSSANGELEGTE und nachhaltige Kampagnen gewinnen.
Die “Hartz IV” – Sammelbüchse sollte jedenfalls schon aus Gründen der nachhaltigen Erinnerung ALLER an die hier herrschenden Zustände solange nicht von deutschen Straßen verschwinden, solange es diese unsäglichen Hartz-Gesetze noch gibt!
)
(Bezüglich des geschickten politischen Einsatzes der Sammelbüchse sollte die Linke gelegentlich mal was von den in dieser Beziehung seit Jahrhunderten “professionell” agierenden Kirchen lernen – es sollte ihr Schade nicht sein
Ich hatte neulich Gelegenheit, die zahlreichen Zwangsversteigerungsanzeigen im Schaukasten einer deutschen Stadt zu studieren, wobei mir wieder mal so richtig klar wurde, welche Politik in Deutschland betrieben wird:
Während der Gesetzgeber den kleinen Mann in Not, gnadenlos(!!) dem Konkurs und der Zwangsversteigerung ausliefert ( die ja beinahe IMMER, jedenfalls regelmäßig (dafür sorgen die gesetzlichen Vorschriften dazu!) mit immensen Verlusten am ohnehin schwachen Vermögen einhergeht und nicht selten einen finalen, lebenslangen Ruin und das Aussterben ganzer Familien bewirkt) ) , macht sie den Superreichen und gerade den verantwortungslosesten unter den Wirtschafts – Zockern und Spekulanten – nicht zuletzt auch zum Schaden für die noch integeren Geschäftsleute – Milliardengeschenke.
Ein fatales wirtschaftskybernetisches Signal! Und:
Die finale ethische Bankrotterklärung einer Klientel, die einstmals mit dem heeren Ideal von
“Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” historisch gewordene politische Morde rechtfertigte.
Hier kann ich nun beim besten Willen nicht mehr von einem Staat sprechen, sondern nur noch von organisierter Kriminalität zum Schaden aller!
Es hat also wenig Sinn, mit einer Klientel, die erkennbar destruktiv orientiert ist, parlamentarisch verhandeln zu wollen (was ja immer auch wertvolle Zeit kostet!!), während draußen gleichzeitig Millionen Menschen, Hunderttausende von Familien wirtschaftlich, gesundheitlich, rechtlich, kulturell, bildungsmäßig und seelisch vor die Hunde gehen.
Hier ist deshalb ergänzend zu kompromißloser politischer Arbeit in den Parlamenten, schleunigst auch WIRKUNGSVOLLE AUSSERPARLAMENTARISCHE HILFE (auch Hilfe zur Selbsthilfe, wo das möglich ist) und AKTIVE SOLIDARITÄT(!!!) zu organisieren und hier ist für meine Begriffe wegen eines deutlich erkennbaren rechtfertigenden Notstandes (nicht nur wegen der immensen gerichtlichen Verfahrensdauern und der menschenverachtenden, weil hütchenspielerischen Rabulistik des deutschen und europäischen Rechtswesens) auch, ggf. ausgiebig, von Artikel 20, Abs. 4 des deutschen Grundgesetzes Gebrauch zu machen, insbesondere, solange die Regierungspolitik das Rechtsstaatsprinzip der Angemessenheit der Mittel, der Gleichbehandlung und der sozialen Verantwortung erkennbar mit Füßen tritt.
Wer aber sogar innerhalb der Linken noch von der Finanzierbarkeit sozialer Maßnahmen faselt, während die Hochfinanz seitens der Regierung und vor allem des Bundesparlamentes (DAS ist der eigentliche, demokratische Skandal! der noch der Auswertung bedarf!) für immens schadenstiftende Machenschaften hart an der Kriminalitätsgrenze, auch noch mit Milliardengeschenken und Bürgschaften belohnt wird (ich habe das in einem deutschen Gerichtssaal mit Grinsen vorgetragene V-Zeichen eines namhaften Bankers (“deutsch” kann man ihn ja nicht direkt nennen
nicht vergessen!), den sollte die Linke ersthaft fragen, auf welcher Seite er eigentlich steht und sich – wie ich schon vortrug – ggf. von ihm kompromißlos trennen!
Not kennt keine Kompromisse!
fazit (breve) meiner Position:
1.) Antrag ja, als taktische Maßnahme (aber nur unter der Bedingung, daß er sprachlich, methodisch, politisch und ideologisch EINDEUTIG und KLAR abgegrenzt ist von jener unsäglichen “Winterhilfe” der deutschen Geschichte!)
2.) Erarbeitung eines wirkungsvollen AUSSERPARLAMENTARISCHEN Sofortprogramms mit nachhaltiger Wirkung, das den Betroffenen wirkungsvoll und spürbar in allen Belangen hilft – und zwar UNABHÄNGIG vom Ausgang parlamentarischer Debatten, Verfahrensdauern usw und unabhängig von der Haltung “des Staates” zu diesen Fragen …
Ohne die Realisierung des Punkt 2.) erscheint mir der Punkt 1.) nur als zynisch benutztes “Feigenblatt”
meint
U.
@IGR
Ihr Beitrag “Die homogene Partei …” disqualifiziert sich selbst.
Denn wer Begriffe wie “Homogenität” und “Gleichschaltung” inhaltlich nicht auseinanderhalten kann …
Sie schreiben:
>”Dann aber mal los. Bieten Sie sich doch als General an und drohen Sie mit Peitschenhieben. Etwas anderes entnehme ich Ihren schlauen Beiträgen nicht.”
Etwas anderes hatte ich von IHNEN nun, nachdem ich ja einiges von Ihnen hier lesen konnte, auch nicht mehr erwartet …
.
Ihre Vorschläge entsprechen aber in keiner Weise meinen Intentionen, dies sollte dem VERSTÄNDIGEN Leser meiner Postings mittlerweile klargeworden sein.
Im übrigen gemahnt mich Ihr Posting lediglich an die alte eddische Weisheit:
“Mit ungesalzenem Narren sollt du nicht Worte Wechseln.”
Gruß
U.
Dann benutzen Sie doch diese Weisheit – bitte schnell, ja?
Ich würde mich nicht wehren.
IGR