Erfolgreicher Landesjugendtag in Oschatz

 

Wofür sich die Junge Linke.PDS Sachsen stark macht – ein Bericht von Claudia Jobst.

Links! 10/2006
Am vergangenen Wochenende kamen im Oschatzer E-Werk über 80 Junge Linke zusammen. Schwerpunktthema dieses 12. Landesjugendtages waren Anforderungen an eine neue linke Partei, die im Sommer 2007 aus Linkspartei.PDS, WASG und weiteren Akteuren gegründet werden soll.

„Wir wünschen uns eine mutige, leidenschaftliche neue Partei, die zeitgemäße Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen gibt, sich den immer akuteren sozialen Verwerfungen annimmt und sich gegen die beängstigenden Einschnitte in Grund- und Freiheitsrechte engagiert. Eine neue Partei, die für eine gesellschaftliche Vision der Freien und Gleichen steht, ohne dabei die Lösung der kleinteilig erscheinenden Alltagsprobleme hinten anzustellen.“ heißt es in der Erklärung des Landesjugendtages.

Konkret macht sich die Junge Linke.PDS Sachsen stark für:

  • ein bedingungsloses, garantiertes Grundeinkommen als Antwort auf die immer weiter ansteigende Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Senkung des Lebensstandards breiter Teile der Gesellschaft,
  • einen freien Zugriff auf Wissensgüter/ Bildung und die öffentliche Daseinsvorsorge, statt Privatisierungen! Dabei geht es nicht nur um die Erbringung derartiger Leistungen durch den Staat, sondern durch selbstorganisierte, nicht-kommerziell arbeitende Strukturen, wie Genossenschaften,
  • eine radikale Demokratisierung – weder der Staat noch Parteien sind die alleinigen Akteure einer demokratischen Gesellschaft,
  • eine klare Absage an Nationalismus, sowie die stärkere Orientierung der eigenen Politik jenseits des nationalen Bezugsrahmens. Die Europäische Linkspartei ist dafür ein wichtiges Handlungsfeld.

Es wurde ebenso bekräftigt, dass die Junge Linke.PDS Sachsen sich als offene Struktur versteht, offen sowohl für junge Mitglieder der WASG als auch für Menschen, die in globalisierungskritischen Organisationen, Hochschulgruppen, linken Kulturprojekten, Schülervertretungen oder Friedensinitiativen, der lokalen Antifa aktiv sind.

Das Anti-Rechtsextremismus-Projekt „Mein Name ist Mensch“, Streetart, die Politik auf unkonventionelle Weise in den öffentlichen Raum trägt sowie die Proteste gegen den G 8-Gipfel in Heiligendamm 2007 standen im Zentrum von praktischen Workshops.

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