Auf nach Athen

Europäisches Sozialforum, 4. bis 7. Mai 2006 in Athen

Vom 4. bis 7. Mai 2006 findet in der griechischen Hauptstadt Athen das nunmehr vierte Europäische Sozialforum statt. Nach langen Debatten um den konkreten Veranstaltungstermin – das zuerst für April geplante Datum wurde auf Wunsch italienischer sozialer Bewegungen fallen gelassen, denn Mitte April finden in Italien Parlamentswahlen statt und die Kräfte gegen den Rechtspopulisten Silvio Berlusconi werden dort dringend benötigt – einigte sich die Vorbereitungsgruppe auf diesen Zeitraum.

Das Europäische Sozialforum fand zum ersten Mal im Jahr 2002 in Florenz statt – als „regionale Gliederung“ des Weltsozialforums, das zum ersten Mal 2001 im brasilianischen Porto Allegre. In Florenz trafen sich Linke verschiedener Couleur aus ganz Europa um über eine nicht-kapitalistische Gesellschaft – ohne Krieg und Diskriminierungen – den Weg zu dieser und konkreten Widerstand zu diskutieren. Inzwischen hat sich das ESF zu einer Institution entwickelt – rund 50.000 Menschen nahmen an den Sozialforen in Florenz, Paris und London teil. Das Themenspektrum ist dabei überaus vielfältig, auch in diesem Jahr geht es wieder um den Krieg und Frieden, Rassismus, Bildung, Feminismus, Repression, verschiedenste Aspekte der kapitalistischen Vergesellschaftung etc.

Wie schon im Jahr 2004 (London) organisieren das Mittelosteuropa-Netzwerk lavka.info, das linXXnet Leipzig und die Junge Linke.PDS Sachsen die Reise zum Europäischen Sozialforum nach Athen, für Interessierte aus Sachsen und für politische PartnerInnen aus Polen und Tschechien. Auch über ein eigenes inhaltliches Diskussionsangebot im Rahmen des Treffens der sozialen Bewegungen in Europa wird nachgedacht.

Alle an einer Mitfahrt nach Athen Interessierten konnten sich bis zum 10. Februar 2006 bei Juliane.Nagel@linxxnet.de / 0341 – 308 11 99 melden.

Die grenzüberschreitende Vernetzung von Linken ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte – um Widerstand gegen den neoliberalen Kapitalismus zu bündeln, über alternative emanzipatorische Gesellschaftsentwürfe zu diskutieren und den (eigenen) national beschränkten Blick aufzubrechen – das Europäische Sozialforum ist ein wichtiger Bestandteil dessen.

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